Bei Ernst und Heinrich

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Was machen Ernst und Heinrich: Comedy? Liederabend? Kabarett? Melodien? Parodien? Die Mischung macht’s!

Mit einem exotischen Sammelsurium von Instrumenten werden eigene, aber auch schöne Lieder live gespielt und gesunden. Dazu gibt es Szenen, Sketche und kuriose Moderationen unter dem Oberbegriff: Humor bzw. gehobener Schwachsinn mit Tiefgang.

Schwäbisch ist Amtssprache – aber wie sich gezeigt hat, versteht auch der interessierte Nicht-Schwabe das Dargebrachte. Hochdeutsch ist erste Fremdsprache, Englisch Wahlfach – eben international.

Quelle http://www.ernstundheinrich.de

Ernst kenne ich schon lange. Sein Vater war in Heuchlingen drei Jahre lang mein Grundschullehrer, die Familie wohnte gerade einmal 5 Häuser von uns entfernt. Viele Jahre war er uns Dörflern nur durch „Die Kleine Tierschau“ bekannt, einer Chaos-Musik-Theater-Gruppe. Später entstand dann das „schwäbisch-internationale Duo „Ernst und Heinrich“.

Und da die beiden längst kein Geheimtipp mehr sind, wurden sie auch bereits mehrfach ausgezeichnet.

Während unserer 25-jährigen Auslandsabwesenheit probierte ich in den Sommerurlauben in Deutschland immer wieder einmal zu einem Auftritt der Beiden hier in der Nähe zu gelangen, die Hausbühne „Käser’s Stall“ in Abtsgmünd-Laubach war mir dann immer zu weit zum Fahren. Dann wohnten wir endlich wieder dauerhaft im Ländle, leider zog dann Corona ein, doch dann kam der 28. Mai 2022 wo die zwei dann ausgerechnet in Heuchlingen gastierten. Zusammen mit dem Schwesterlein besuchte ich die „Perle des Leintals“, die rund 1800-Seelen Gemeinde, in der ich die ersten 21 Jahre meines Lebens verbrachte. In der Gemeindehalle kamen Erinnerungen an früher auf, Plausch mit einer damaligen Nachbarin und tatsächlich traf ich auch eine ehemalige Schulkameradin.

Ausverkauft war die Veranstaltung nicht. Vielleicht lag es daran, dass die Einwohnerschaft das Programm des Künstlerduos zum größten Teil schon kannte? In der Tagespresse kam ein großer Artikel, wie es sonst so mit Werbemaßnahmen bestellt war, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Auf jeden Fall war der Abend seitens des Veranstalters, dem Liederkranz Heuchlingen, bestens organisiert. Kostenlose Parkplätze ausreichend vorhanden, die Gemeindehalle erstrahlte im Glanz, Stühle waren nicht zu eng gestellt, für Speis und Trank war ausreichend gesorgt, Belüftung, Licht und Ton war optimal. Hätte nicht besser sein können.

Wir lachten viel. Ich erkannte mich im dargebrachten Song „Blogger“, schwelgte in Erinnerungen von „Bonanza“, dachte beim „Mc Leberkäs“ an den Gatten zu Hause, wusste nun, dass es im Badischen „schee“ ist, und dass „Schwäbisch isch gsond“ ist, das war mir allerdings schon bekannt! „Schätz amol“ erinnerte auch so an typisch schwäbisches Gebaren.

Weiter ging es mit Rapper Manieren, die dem Publikum lautstarke Lachsalven entlockten und als dann noch Frau Knaus und die Nachbarin sich fragten ob es „knoschpts oder ned?“, brachte dies das Publikum dann zu weiteren Lachattacken. Vielleicht sollten das Duo ihr Programm diesbezüglich erweitern?

Nach etlichen Zugaben war dann auch irgendwann Schluss. Wir trafen noch ehemalige Schulkameraden von Birgit und redeten noch einige Zeit, ich musste mich dann jedoch verabschieden und auf den Heimweg machen, denn am nächsten Morgen ging es früh los auf Urlaubsfahrt.

Doch davon bald mehr, bis dahin, ade

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Weiße Stationen Nr. 9,10,11

Weiße Stationen Nr. 6,7,8

Am vergangenen Sonntag, der uns ein herrlich sonniges Frühlingswetter bescherte, setzten wir uns ins Auto um die Erkundung weiterer weißer Stationen im Remstal in Angriff zu nehmen. Die Ziele waren somit diesmal Winterbach, Remshalden und Weinstadt.

Das Navi gab bei der Eingabe „Monopteros Winterbach“ sofort die Angabe Station 9 und die Wegbeschreibung für die 22 km bis zur letztmöglichen Parkgelegenheit bekannt.

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Zu Fuß ging es dann zunächst steil bergauf, bis der kleine runde, von einer Säulenreihe umgebene Tempel (=Monopteros) in strahlendem weiß zu sehen war.

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Einmal kurz die Infotafel gelesen und mich auf jeden Fall in mehreren Personen erkannt, für welche dieses weise weiße Haus erbaut wurde!

Mittig hineingestellt, gespürt, gesehen, gehört und geknipst und flugs dem Ruf des Gatten gefolgt, der den Weg Richtung Wald einschlug, da es ihn magisch zur Wassertretanlage zog.

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Ob es nun am unzureichenden Schuhwerk für solche Wanderungen lag und die Füße bereits schon schlapp machten, heiß gelaufen waren und nach Abkühlung lechzten…?

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Ich meinerseits war bestens gerüstet, trotzdem ging ich natürlich im Storchenschritt durchs eiskalte Becken. Das tat guuuuut!

Nun hatten wir ein Gefühl, wie wenn wir ganz weiche Füße hätten die in Watte gepackt wären, so ging es wieder zurück zum Tempel um auf meinen Lieblingsliegen zu träumen und die Aussicht zu genießen.

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Anschließend wieder bergab zum Auto und die Navi-Eingabe „Rosenpavillon Remshalden“ brachte uns auch zielgenau in die Rosenstraße zum 7,2 km entfernten Bürgerpark, in welchem der Pavillon steht.

Bereits beim Lesen der Infotafel stieg uns der Duft des Rosen- und Kräutergartens in die Nase. Bei uns zu Hause zeigten sich vorletzte Woche zaghaft die ersten Blätter der Kletterrose, hier war bereits alles voll erblüht und duftete himmlisch. Zusammen mit den Kräutern und weiteren Stauden ein herrlich angelegter Garten.

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Auch der Abenteuer-Wasserspielplatz in diesem Park war sehr gut besucht. Viele Familien nutzten das schöne Wetter um gemeinsam Zeit zu verbringen.

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Mich wunderte etwas, dass die lange Tafel auf der rechten Seite so gänzlich unbesucht war. Lag wahrscheinlich am fehlenden Sonnenschutz. Es war bereits Mittagszeit und die Sonne stach gewaltig vom Himmel. Hingegen war unten am Spielplatz im Schatten der Bäume der verfügbare Platz voll belegt.

Zum nächsten Ziel, dem Kaminhaus in Weinstadt gelangten wir nur durch lange Irrfahrten und Suchen. Das Internet ließ plötzlich sehr zu wünschen übrig, eine Komplettsperrung einer Straße brachte uns dann völlig aus dem Konzept, bis wir eher durch Zufall direkt zum Parkplatz Birkelareal gelangten.

Auch das Kaminhaus war sofort sichtbar.

Auf einer Halbinsel zwischen Rems und der Mündung des Haldenbachs, der sogenannten Birkelspitze, steht das Kaminhaus. Die filigrane Konstruktion aus dem Atelier von su und z Architekten München vermittelt zwischen vergangener Zeit und heute, erinnert an die Tradition des Fachwerkbaus und bietet Platz für Ruhe, Genuss und Geselligkeit. Als Rastplatz gewährt das kleine Haus Wanderern, Radfahrern und Bootstouristen stets eine offene Pforte. Auch bietet das Kaminhaus und die Freifläche ein einladendes Ambiente für Weinverkostungen und andere Veranstaltungen aller Art. Die allgegenwärtige Kultur des Weinbaus an den sonnenverwöhnten Rebhängen entlang der Rems und ihrer Seitentäler findet so ihren Weg von den Weinbergen ins Herz der Stadt.

http://www.remstal.der

Meiner Meinung nach fanden der Genuss und die Geselligkeit hier in ausufernden Maßen statt. Das sah überhaupt nicht mehr einladend aus. Das Paketklebeband und das Malerabdeckflies welche rundherum angeklebt wurden dienten wohl als Sicht- oder Kälteschutz, anders kann ich mir das nicht vorstellen. Sprayer hinterließen leider auch hier ein wildes Gekrakel, schade.

Doch die Umgebung des Häuschens auf dem Gelände der ehemaligen Nudelfabrik Birkel ist schön idyllisch. Auf den Steinstufen hinab zur Rems konnte eine Entenfamilie beobachtet werden, des Weiteren pumpte eine Familie eben ihr Kajak auf um es ganz bequem die Stufen hinab zu tragen und angenehmen Einstieg mitsamt den Kindern im flachen Wasser zu haben.

Bei all dem Wassergeplätscher dürstet es mich nach etwas anderem als nur meine öde Trinkwasserflasche, zudem quälte mich schon die ganze Zeit ein menschliches Bedürfnis. Ich bedauere ja immer wieder, dass es bei all diesen Ausflugsmöglichkeiten einfach zu wenig Toilettenhäuschen gibt. Da braucht man sich doch über Verschmutzungen dieser Art in Wald und Feld nicht zu wundern!

Somit machten wir uns auf den Heimweg und ich schrieb mir schon ganz nach alter Art auf Papier die nächsten Stationen genau auf, die Parkmöglichkeiten und die Länge der Gehminuten. Sind wir mal gespannt, wie das demnächst dann so klappt.

Bis dahin, wir grüßen euch

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Weiße Stationen Nr. 6,7,8

Des Öfteren berichtete ich schon über das Architekturprojekt „16 Stationen“, welches im Rahmen der Remstal Gartenschau 2019 realisiert wurde. Die Idee, Gemeinsamkeit und Vielfalt der Kommunen entlang der Rems, werden auf ganz besondere Weise sichtbar.

Der Park am alten Bahndamm in Böbingen

Weiße Station Lindenturm

Staufermarkt im Kloster Lorch

Im Einklang mit der Landschaft entstanden Orte der Begegnung, welche die Städte und Gemeinden auf ganz besondere Weise miteinander verknüpfen und doch deren Individualität wiederspiegeln.

https://remstal.de/themen/kultur/architektur/architekturprojekt-16-stationen#/article

Endlich nun wollte ich auch noch die restlichen Stationen besichtigen und somit unternahm ich nach langer Zeit mit Jogi zusammen einen Sonntagsausflug. Los ging die Fahrt von Lorch aus nach Plüderhausen. Diese Gemeinde hat sich etwas ganz Wunderbares einfallen lassen und diese Idee ist bisher mein Favorit! Bitte lest unbedingt diesen Text.

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Die Aussicht hinab nach Plüderhausen und das Umland ist von dieser Wiese aus natürlich auch herrlich. Wenn man dann noch so schönes Wetter bei klarem blauem Himmel und diese friedliche Sonntagmorgenstimmung vorfindet – besser geht es nicht.

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Die Fahrt ging weiter nach Urbach zum „Turm an der Birke“. Dorthin zu gelangen war nicht so ganz einfach, da die Beschilderung etwas verwirrend war. Am besten ihr parkt am Schützenhaus und geht zu Fuß immer geradeaus, bis eine Abzweigung nach rechts kommt. Dieser Weg führt in einem großen Bogen direkt zur Station.

Das Objekt ist auf der B29 auf der Fahrt von Plüderhausen nach Urbach bereits sichtbar, nun jedoch direkt vor dieser 14 Meter hohen Holzkonstruktion zu stehen – das ist schon imposant!

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Viele Spaziergänger begegnen mir, ein weiterer Weg soll ebenso hinab Richtung Dorf führen. Doch hier erst einmal die Aussicht vom Turm.

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Nach meinem Fußmarsch zurück zum Auto wo Jogi derweil mit einem Schützenkollegen fachsimpelte, ging die Fahrt weiter nach Schorndorf, wo inmitten der Weinberge das „Prisma“ steht. Leider war keine Infotafel vorhanden, daher der Text aus der Website hier reinkopiert:

Die tetraederförmige Raumskulptur, die von den Architekten schneider+schumacher aus Frankfurt für die Stadt Schorndorf entwickelt wurde, entsteht mitten in den Weinreben am Grafenberg. Das Prisma nimmt zwei entgegengesetzte Bezüge zur Landschaft auf: Die vertikale Öffnung orientiert sich zum Tal mit Blickausrichtung zur Schorndorfer Kirche. Die horizontale Öffnung orientiert sich zum Hang, zum Wald und zum Wanderweg. Der begehbare Ort lädt zum Entdecken, Verweilen und Fernblicken ein. Einige der 15 weiteren Stationen zur Remstal Gartenschau 2019 können von hier oben entdeckt werden.

https://remstal.de/themen/kultur/architektur/architekturprojekt-16-stationen#/article/df65104f-6ff5-43c1-b05c-3e996a312bec

Wie bereits oben beschrieben, bietet sich auch hier eine gigantische Aussicht, hinab nach Schorndorf und ins Umfeld.

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Es war bereits Nachmittag, der Appetit nach Mittagessen ließ uns in die Innenstadt fahren. Besichtigungen von weiteren Stationen werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

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Bis dahin, Grüße     

Remstalkino

Inzwischen habe ich hier ja schon über verschiedene Arten des Kinobesuches berichtet. Sei es über „Die Kirche bleibt im Dorf“ oder die Veranstaltungen in Amman seitens des Goethe-Instituts bis zum Autokinoerlebnis im letzten Jahr. Bei einer Routenrecherche über einen bekannten Online-Kartendienst entdeckte ich neulich zufällig den Hinweis „Remstalkino Weinstadt“. Gerade einmal 21 km von uns entfernt und trotzdem hatte ich diesen Begriff noch nie zuvor gehört. Ein weiterer Klick ließ mich schmunzeln und sofort wurde ein neues Ausflugsziel erkoren.

Mit einer kürzlich wiedergefundenen Freundin aus vergangenen Zeiten machte ich mich eines sonntags bei noch recht kühlen Temperaturen und kaltem Wind auf den Weg. Nach Einkehr in einer schwäbischen Gastwirtschaft fand das Navi auch den Weg zum auserwählten „Parkplatz Remstalkino“ und weiter ging der Fußmarsch auf dem Rundwanderweg „Weinbaulehrpfad“ zum Aussichtspunkt „Drei Riesen“.

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Der Aussichtspunkt Drei Riesen wurde in den 1970er Jahren im Rahmen der Rebflurbereinigung angelegt. Weiter kursieren Ansichten über Hinterlassenschaften aus der Vorgeschichte. Findlinge, eine Bezeichnung für Felsblöcke die nicht von Menschenhand errichtet werden, sondern während der Eiszeit von den Gletschern an die derzeitige Position geschoben wurden. Weiter westlich bei Kernen im Remstal wurden weitere dieser Blöcke mit eindeutigen Indizien auf eine keltische Kultur gefunden. Die Geister streiten sich somit über die Herkunft oder Entstehung dieser Felsblöcke. Auf jeden Fall ein Hingucker und Namensgeber für diesen gestalteten Platz, an dem sich einige Meter weiter dann endlich das Remstalkino befindet. Eingeweiht am 21.04.2018 war diese Attraktion ein Teil der Remstalgartenschau 2019 der Stadt Weinstadt.

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Das Remstalkino ist ein besonders gestalteter Aussichtspunkt in den Weinbergen von Weinstadt. In 385m Höhe genießen die Besucher die Aussicht oberhalb der Weinstädter Teilorte Beutelsbach und Schnait. Dieser singuläre Aussichtspunkt mit 26 Kinostühlen aus Stahl und Kastanienholz lädt die Besucher ein, Platz zu nehmen, zu reflektieren und die Aussicht ins Remstal, wie in einem Naturkino zu genießen. Wie in einem 3D-Kino ohne Kasse. Die Vorführung beginnt, wann immer man dazu bereit ist. Ihre Dauer kann selbst bestimmt werden. Der Schauplatz ist immer derselbe, der Film wechselt jedoch ständig. Mit den Jahreszeiten, mit den Tageszeiten, mit dem Wetter, täglich, stündlich – stets gibt es ein neues Programm.

Online Erklärungstext vom Veranstalter

Was gibt es schöneres, als schön gemütlich und Dank mitgebrachtem Sitzkissen auch warm im Stuhl zu sitzen, herrlichste Ausblicke weit ins Remstal zu genießen, wärmende Sonnenstrahlen im Gesicht zu spüren, über vergangene Zeiten zu sinnieren und dabei noch was Leckeres zu trinken?

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Auf dem Rückweg folgten wir noch dem Hinweisschild Burgruine Kappelberg, direkt oberhalb der Ortschaft Beutelsbach.

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Allzu viel gibt es nicht zu sehen. Wäre 2019 die Gartenschau nicht gewesen, wäre das alte Gemäuer wohl langsam verfallen, obwohl diese Anlage eine kulturhistorische Rolle für die Württemberger innehat. Somit wurde alles saniert, ein schön angelegter Grillplatz wurde geschaffen und die Aussicht ist abermals famos!

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Des Weiteren sei noch zu erwähnen, dass die Ruine auch auf dem Biblischem Wanderweg liegt. Auf einem 6,8km langen Rundweg mit 20 Stationen werden anhand Thementafeln biblische Zitate, Geschichten und Portraits besonderer Persönlichkeiten dargestellt. Außerdem können vier Audiosequenzen über QR Code abgerufen werden. Dieses Weinkreuz ist die 18. Station.

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Die Sonne verzog sich, es wurde noch kühler und auch wir verzogen uns. Wir hatten Kaffeedurst. Nach langem Hin und Her entschlossen wir uns, bei uns zu Hause ein Tässchen einzunehmen und wir machten uns auf den Heimweg.

Mal schauen, was „Kino“ uns das nächste Mal beschert, bis dahin, Gruß Karin

Steinpapier

Die Erfindung des Papiers und seiner Geschichte und Verbreitung dürfte uns allen wohl bekannt sein. Wie man überlieferten historischen Quellen entnehmen darf, wurde vor knapp 2000 Jahren dieses kostbare Gut in China erfunden. Ich ging schon in frühen Jahren sehr sorgsam mit Papier um, lernte während meiner Ausbildung, dass unbedingt auch die Rückseite eines Papieres zu bedrucken sei und auch die leere Rückseite eines Werbe- oder sonstigen unwichtigen Briefes als Schmier- und Konzeptpapier in Einsatz kommen kann und somit übers Jahr gerechnet, sich einiges an neuem Papier einsparen lässt. Auch ich praktiziere diese Methode bereits seit 38 Jahren und ich möchte nicht wissen, wie hoch der eingesparte Papierstapel bereits wäre. Ganz zu schweigen von den Kosten und den eingesparten Ressourcen. Mit den verschiedenen Arten von Papier hatte ich nie viel zu tun, berufs- und hobbymäßig arbeite ich nicht mit Spezialpapieren und kenne mich damit auch nicht aus. Heutzutage kaufe ich einmal im Jahr einen Pack Druckerpapier, mehr nicht.

Und heute im Jahr 2022 lese ich das erste Mal aufgrund eines verspäteten Geburtstagsgeschenkes über Steinpapier. Genauer gesagt über das weltweit erste klimapositive Steinpapier-Notizbuch. Nebst Wiesengras-Stift.

Zunächst war ich etwas ratlos. Steinpapier? Aus Stein? Wiesengras-Stift? Noch nie gehört!

Das sanfte Streicheln über das Papier fühlt sich tatsächlich anders an als gewohnt, total glatt, samtig, weich. Auf der Innenseite bestätigt sich mein Gefühl. Dort steht:

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Seidig-weiches Schreibpapiererlebnis. Auf Stein. Keine Bäume, kein Wasser, keine Säure, keine Bleiche, mit 100% Solarenergie hergestellt, klimakompensierter Transport, reißfest, wasserfest, bedruckt mit Sojatinte!!! Steinpapier wird zu 100% aus recycelten Materialien hergestellt. Notizbuch bitte in der Wertstofftonne entsorgen.

Wertstofftonne? Bei uns wäre dies der gelbe Sack. Aus was genau wird dieses Papier hergestellt, dass es in den gelben Sack soll? Meine allgemeine Recherche ergab, dass fein vermahlenes Kalksteinpulver mit Polyethylen-Harz als Bindemittel vermischt wird. Also doch wieder Kunststoff??? Soll dies am Ende umweltschonender sein als „normales“ Papier???

Ich muss weiter testen: Der Schnitt mit der Schere durchs Papier bringt nicht dieses gewohnte Geräusch zustande. Ganz weich fühlt es sich an, fast wie durch Stoff. Ich versuche es zu zerreißen. Es zieht sich wellig in die Breite wie eine ganz weiche Folie und gibt schließlich nach größerer Anstrengung nach und reißt entzwei. Ich mache es nass, es durchweicht nicht, ich halte ein brennendes Streichholz daran, es brennt nicht herkömmlich, es schmort eher zusammen und ein etwas unangenehmer Schmorgeruch entsteht und ich lösche den restlichen Brandherd mit Wasser ab. Da entsteht an der Asche ein schmieriger Film, beim Zerreiben zwischen den Fingern hat mein Steinmehl. Faszinierend! Ich hänge ein Stück Papier nach draußen an einen Baum. Dieses soll sich anhand der UV-Strahlung zu Stein zersetzen, bin mal gespannt wie lange dies dauert.

Muss ich nun meine Notizen, deren geistiger Inhalt definitiv nicht für den gelben Sack bestimmt sind, separat im Aktenvernichter zerkleinern um sie dann dem gelben Beutel zuzuführen? Oder regelmäßig ein kleines Lagerfeuer entzünden? Fragen über Fragen…

Fakt ist, dass ich dieses Notizbuch sicherlich gebrauchen werde, bis nur noch der Klappendeckel übrig ist und ich diesen dann auch fachgerecht entsorgen kann. Aufgrund meines reichen Vorrates an sonstigem Schreibpapier aus Schulzeiten unseres Sohnes werde ich mir Derartiges sowieso nicht kaufen, außerdem ließ mich der recherchierte Preis doch etwas sprachlos werden. Auch der langlebige und auffüllbare Wiesengrasstift aus recycelter BPA-freier Kunststoffhülle wäre mir dann doch zu hochpreisig, vor allem da man doch immer wieder einen kostenfreien Werbekugelschreiber eines Gönners übereicht bekommt.

Aber es wurde schon einmal ein Anfang gemacht, sicherlich auch ein hervorragendes Geschenk an umweltbewusste Mitmenschen und Neudenker und Menschen die solche Artikel sehr zu schätzen wissen. Was nicht heißen soll, dass ich nicht an die Umwelt denke und solche Geschenke nicht zu schätzen weiß. Doch letztendlich wäre es mir schlicht zu hochpreisig. Doch das muss der Interessierte selbst entscheiden.

Das Material an sich ist hervorragend für Land- und Spezialkarten, Plakate und Werbebanner, Etiketten und dergleichen. Die Industrie hat dies bestimmt schon lange für sich entdeckt und wahrscheinlich kam ich auch schon damit in Kontakt und wusste gar nicht, war für eine geniale Entdeckung ich da vor mir habe. Ich fand dies nun einfach so interessant und faszinierend, dass ich davon berichten wollte.

Gut, dass ich dafür kein Papier brauche 🙂 Lieben Gruß, Karin

Der umgedrehte Adventskalender

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,

dann steht das Christkind vor der Tür.

Verfasser unbekannt

Wer kennt diesen bekannten Kinderreim nicht? Zusammen mit dem altbewährten Adventskalender hat er schon so manchem Kinderherz die Wartezeit auf das Weihnachtsfest verkürzt.

Der Adventskalender! Was waren das noch Zeiten, ganz früher als Kleinkind, wo man sich über winzige Bildchen hinter den ausgestanzten Öffnungen erfreute. Dann kurze Zeit später, die einfachsten Pappkalender hinter deren Türchen dann Milchschokolade in allen erdenklichen Formen zum Vorschein kam. Wo wir Kinder ganz begierig, sofort nach dem Aufstehen noch im Schlafanzug und verwuschelten Haaren, gespannt waren, ob wir am jeweiligen Tage wohl mit einem Ball, einem Auto oder sonstigem Gegenstand aus Schokolade überrascht werden würden und schlossen verzückt die Äuglein über den süßen Genuss am frühen Morgen. Im Erwachsenenalter überraschte dann ich den angetrauten Ehemann und unseren Abkömmling jedes Jahr aufs Neue mit den kreativen Auswüchsen meiner Fantasie. Selbstgebastelte Kalender mit den abenteuerlichsten Innenleben habe ich im Laufe der Zeit gestaltet.

Seinen Ursprung fand der Adventskalender Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Quellen üben den Erfinder sind nicht ganz eindeutig, auch gibt es verschiedene Varianten aufgrund Religionszugehörigkeiten oder Länder.

Auf jeden Fall hat er seither sehr vielen kleinen und auch großen Menschen die Wartezeit aufs Christkind so manches Mal erträglich gemacht. Ob nun Kreidestriche an der Wand entfernt oder dazugemalt werden, Strohhalme in die Krippe gelegt, Kerzen angezündet, Bilder mit weihnachtlichen Motiven aufgehängt werden, täglich Kalenderblätter abgerissen werden, ein kleines geschnitztes Christkind eine hölzerne Himmelsleiter emporklettert, Schokolade, Spielzeug, sonstiger Krimskrams ausgepackt wird oder gar der virtuelle Kalender ins Spiel kommt – immer und jedes Jahr aufs Neue sieht man die Zeit die verbleibt, bis endlich Weihnachten ist.

Bei uns hat der Kalender stets 24 Türchen, für den 1. bis 24. Dezember. Früher oder auch in anderen Ländern variiert dies, da kann dieser auch bis zum Fest der Heilgen Drei Könige gehen.

Auf jeden Fall hat dieser Advents- oder auch Weihnachtskalender wie er früher hieß, einen christlichen Hintergrund. Und somit hat unsere evangelische Kirchengemeinde Lorch und Weitmars zum umgedrehten Adventskalender aufgerufen.

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Auch wir haben bei diesem Projekt dieses Jahr mitgemacht und somit hab‘ ich brav das Kistlein abgegeben in der Hoffnung, dass sich auch über unseren Kalender jemand freut.

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Heute durfte dann im herkömmlichen Kalender das letzte Türchen geöffnet oder das letzte Päckchen ausgepackt werden und ich bin mir sicher, im Laufe des Tages werden sicherlich viele Kinder ihre Eltern fragen, wann denn nun endlich das Christkind kommt.

Wir wünschen euch allen ein schönes Weihnachtsfest und für 2022 nur das Allerbeste!

Liebe Grüße, Karin

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Unser Baum 2021

Kürbisausstellung Ludwigsburg

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Seit Wochen schreitet der Herbst mit großen Schritten ins Land und selbst wenn die Temperaturen manches Mal diesen noch nicht einleiten sollten, die Hofläden und Supermärkte machen uns auf unübersehbare Weise darauf aufmerksam, denn es gibt Kürbisse wohin das Auge blickt. Eigentlich kommt man an diesem beliebten und auf viele verschiedene Arten zuzubereitendes Fruchtgemüse nicht vorbei, auch aus den deutschen Küchen ist der Kürbis nicht mehr wegzudenken. Ebenso dient er als ausgehöhlter und geschnitzter Kürbisgeist in der Nacht vom Reformationstag dem 31. Oktober auf Allerheiligen dem 1. November. In unserer Kindheit verwendete man dazu noch Rüben, am besten direkt stibitzt vom Acker des Bauern oder der von den Großeltern angepflanzte Kürbis auf dem Komposthaufen musste daran glauben. Heutzutage zelebriert man das Ende des Sommers als Halloween, was auf den irischen Ursprung All Hallows Eve zurückgeht. Doch ich möchte nun nicht weiter auf dieses schaurig gruselige Spektaktel mit Süßem oder Sauren eingehen, ich möchte beim Kürbis verweilen und somit auf die Überleitung zur Kürbisausstellung auf dem Gelände des Blühenden Barock in Ludwigsburg gelangen. Blühendes Barock nennt sich die einzigartige, etwa 30 ha große Parklandschaft, welches an drei Seiten das Ludwigsburger Residenzschloss umschließt.

Wir wanderten entlang an prachtvoller Gartenkunst und Skulpturen, flanierten um das Schloss herum und gelangten zum Ausstellungsgelände.

Seit dem Jahr 2000 findet hier jedes Jahr zwischen August/September und November/Dezember die angeblich größte Kürbisausstellung der Welt statt. 600 Sorten dieser Herbstfrüchte werden ausgestellt. Zierkürbisse, Schnitzkürbisse, Kalebassen, Winzlinge und Riesen. Zum Teil eingerahmt in die Überbleibsel der Sand-Kunst-Ausstellung vom Sommer.

Kunstvolle Figuren, die sich jährlich einem anderen Thema zuordnen, reihen sich ein in Kürbisarrangements, Verkaufsbuden und Imbissbuden. Das diesjährige Motto der Ausstellung lautet Unterwasserwelt. So thront z. B. Arielle die Meerjungfrau zwischen U-Boot, Fisch und Hai.

Zusammen mit Freundin Christiane und einer weiteren Bekannten namens Birgit – komisch, immer befindet sich in einer meiner Ausflugsgruppen eine Birgit – machte ich mich bei schönstem Herbstwetter auf ins Ludwigsburger Schloss.

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Bereits bei der Öffnung morgens um 10 Uhr waren schon zahlreiche Besucher vorhanden, gegen 15 Uhr herrschte Hochbetrieb! Der Besucherstrom war mir fast schon etwas zu viel, obwohl sich die Massen auf dem weitläufigen Parkgelände sehr gut verteilten. Stets gab es für eine kleines Pause einen Sitzplatz. Zahlreiche Mitbesucher saßen warm eingemummt und genossen die letzten wärmenden Sonnenstrahlen und ließen sich Kürbiswaffel, Kürbissuppe, Kürbisreisgericht, Kürbispasta, Kürbismaultaschen, Kürbisquiche, Kürbiskuchen, Kürbispommes, Kürbisspätzle und so manches mehr, munden. Zu köstlich war das kulinarische Angebot obwohl wir leider stets das Pech hatten, dass eine Prise Salz oder Pfeffer dem einen oder anderen Gericht gutgetan hätte.

Immer wieder erblickt man Riesen-Kürbisse, Attraktionen der deutschen und europäischen Meisterschaften im Schwergewicht. Dieses Jahr leider beide Male unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Leider steht selten bei den Exponaten dabei, wieviele Kilogramm sie auf die Waage bringen oder woher sie stammen. Dieses Jahr konnte sogar ein neuer Weltrekord prämiert werde. Das aus Italien stammende Schwergewicht wiegt stolze 1217,5 kg

Sie verweilen hier auf dem Gelände, bis sie zum Kürbis-Schlachtfest am 28.11.21 geopfert werden, um so an das begehrte Saatgut zu gelangen.

Mit unserer Eintrittskarte hatten wir ebenso Zutritt zum Märchengarten, der seit dem 16.05.1959 Klein und Groß gleichermaßen verzaubert. Nicht nur Prinzen und Prinzessinen sondern auch Kobolde, Fabeltiere und Riesen sind vertreten und warten darauf, die Besucher in ihren Bann zu ziehen. Leider, leider musste ich beobachten, dass vor den detailgenauen und liebevoll gestalteten Märchenhäuser die mit äußerster Spannung und Aufmerksamkeit lauschenden Kinder von ihren Eltern bereits vor dem Ende der Geschichte weitergezogen wurden und so manches Kind schmollend und weinend wegtrotten musste. Warum nur besucht man so einen Ort und hat keine Zeit zusammen mit seinen Kindern den Märchenerzählern zuzuhören???

Wir lauschten eifrig, ich kannte die ganze Anlage überhaupt noch nicht, selbst zu Kindertagen war ich hier noch nicht. Nun interessiert mich noch eine Führung durch das Schloss, dies wird demnächst einmal folgen. Für die Kürbisausstellung habt ihr noch bis zum 5. Dezember Zeit, dann dürfen wir gespannt warten, was sich die Macher für 2022 einfallen lassen.

Bis dahin, liebe Grüße, Karin

Ein Leuchtturm im Schwabenland?

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Meine eher zufällige Entdeckung ließ mich doch sehr erstaunen! Und wer mich etwas näher kennt der weiß, daß ich sofort ein inneres Verlangen hatte, diesen Turm zu erklimmen 🙂 und der Frage auf den Grund zu gehen, wieso hier ein Leuchtturm steht.

Gerade einmal 2 km vom Lorcher Stadtteil Rattenharz entfernt, jedoch bereits im Kreis Göppingen, steht direkt an der Kaiserstraße zwischen Rattenharz und Breech im Schweizerhof dieser 1916 erbaute Turm.

Benannt nach dem aus Schorndorf stammenden und ersten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Reinhold Maier. Vor dem Turm ein Fahrradständer, Holz-Tisch-Bankgruppe, einige Meter vom Turm entfernt ein Parkplatz zum Abstellen des Autos. Eine Hinweistafel mit den wichtigsten Infos befindet sich an der Tür.

Im Innern dann ein Kuriosum, eine Parkuhr! Die Eintritts- und Aussichtsspende kann hier eingeworfen werden. Auf der Website des Turms http://www.boertlingen.de/turm/ ist die gesamte Gebührenordnung einsehbar, denn Kinder, Jugendliche, Familien, Gruppen o.ä. haben gesonderte Preise. Nebenbei bemerkt habe ich natürlich auch viele Infos meines Textes aus dieser Website. Fotos sind alle von mir. Gerne werfe ich meinen Obolus in den Münzeinwurf und drehe den Schalter nach rechts – wann habe ich dies das letze Mal gemacht??? Alles ist hier sehr schön angelegt und gepflegt und soll auch möglichst noch recht lange ein Besuchermagnet bleiben.

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20 Meter ging es nun hinauf. Die 110 Stufen bereiteten mir keinerlei Angstgefühl, da die Auftrittsflächen komplett aus Stahl gearbeitet waren, erst oben die Plattform bestand aus Gitterrost, da sah die Sache für mich wieder ganz anders aus. Doch das „Flair der Nordseeküste“ überwog alles und auch das Ruhebänkchen in luftiger Höhe machten mir die Sache erträglicher.

Auf dem Weg hinauf erfuhr ich dann Wissenswertes über Rainhold Maier.

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An den Stufen sind, wie schon an vielen anderen Türmen auch, die Geldgeber verewigt. Und fast oben angelangt dann Infotafeln über das Landeswasserversorgungsamt Stuttgart. Diese bauten 1916 diesen Pendelturm, um Druckschwankungen in den Hauptleitungen auszugleichen. Ahso! Dann war dies einmal ein Wasserturm. Später wurde er dann zu Zwecken der Trinkwasserversorgung nicht mehr gebraucht und 2010 wurde der Turm dann durch die Gemeinde Börtlingen saniert, zum Aussichtsturm umgebaut und dem 1. Ministerpräsidenten des im Jahr 1952 neu gebildeten Baden-Württemberg gewidmet. Wie wir nun schon aus den Infotafeln wissen, liegt dieser Turm direkt am Lieblingsspazierweg Maiers.

Eine stabile Stahltür führte nach draußen, wo mir sofort eine steife Brise um die Nase wehte – ich sag nur See! Doch im 360 Grad Blick ließ sich nichts dergleichen erblicken. Unsere schöne Schwäbisch Alb, den Rosenstein bei Heubach, die drei Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen bis zur Teck bei Kirchheim erwarteten meine Äuglein. Da wäre dann wieder das Wasser 🙂

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Übrigens fand hier auch schon eine Abseilaktion statt, was ich mich natürlich nie trauen würde. Apropos trauen – standesamtlich heiraten kann man hier oben nebenbei bemerkt auch. Ich habe mich getraut, indem ich ganz allein hier oben auf dieser Plattform herumtappe.

Bis zum nächsten Wiedersehen, auf der Alb, auf der See… Ahoi Karin

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Bunkeranlage in Waldstetten

Es scheint wohl ein Dauerbrenner zu sein – die Wanderung durch die ehemalige amerikanische Bunkerlandschaft im sogenannten Staatswald in Waldstetten, Ostalbkreis, B.-W.. Nachdem 2012 die Sonderausstellung zu diesem Thema vom Heimatverein Waldstetten/Wißgoldingen e.V. sehr großen Anklang erlebte, kam auch die Frage zu diesen Führungen auf. Seit dieser Zeit werden diese Touren vom Verein angeboten und erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, sodass diese immer sofort überbelegt sind. Somit bot Herr Barth, 1. Vorsitzender des Vereins und ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde, eine private Führung außer der Reihe nur für Familie und Freunde an, jawohl – dazu kam dann ich in weiterer Verbindung dazu. Die 107. Begehung wohlbemerkt! Aus Radio, Presse und Fernsehen inzwischen ebenso bekannt, man sieht, es besteht sichtlich Interesse.

Die 2-stündige Wanderung durch das Naturschutzgebiet „Erdrutsch 1988“ erfordert gutes Schuhwerk und etwas Ausdauer.

Beim Treffpunkt Wanderparkplatz beim Abenteuerspielplatz am Ende der Wolfsgasse in Waldstetten, bekam unser Grüppchen noch einige erklärende Ausführungen, bevor es dann stetig steil bergauf ging um dann fast eben auf dem Bergrücken durch den Wald zu gehen um in einer Schleife dann final wieder steil bergab zum Ausgangspunkt zu gelangen.

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Während der NS-Zeit wurde das weitläufige Gelände den einstigen Besitzern einfach enteignet, militärische Anlagen sollten entstehen. Das Ende des Krieges kam dazwischen, das Areal ging automatisch an Deutschland über und somit dann auf die damalige amerikanische Militärverwaltung. Diese ließ zwischen 1954 und 1958 auf dem 30 ha großen Gebiet 28 massive oberirdische Bunker errichten. Die Lage war optimal, genau in der Verbindungslinie für die damalige Hardt- und Birmarckkaserne in Schwäbisch Gmünd und den Cooke Barracks in Göppingen. Sicher vor eventuellen Bombenanschlägen auf die Kasernen wurden hier große Mengen an Lebensmittel gelagert, ferner Waffen, Munition, Feldbetten, Zelte und wohl noch so einiges mehr, sowie die Sprengköpfe für die Pershing II-Raketen, die ab 1982 auf der Mutlanger Heide stationiert waren. Der Kalte Krieg, demzufolge die Bedrohungen der andauernden politischen Konflikte, fanden direkt vor unserer Haustüre statt. Weitere Einsatzgebiete dieser Bunker sind nicht bekannt, man weiß nur, dass in einem Anwendungstests für Gasmasken stattfanden, ansonsten kann anhand Wandbemalungen nur spekuliert werden. Leider bieten so viele leere Betonwände natürlich auch Raum für Bemalungen modernerer Art.

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Die Dächer der Bunker wurden zur Tarnung direkt nach Fertigstellung mit viel Grün bepflanzt, Stacheldrahtumzäunungen, Warn- und Verbotsschilder sowie starke Bewachung des Sperrbezirks ließen in der Bevölkerung die wildesten Spekulationen aufkommen. Alle 8 Stunden fanden Wachablösungen statt, Kettenfahrzeuge, schweres Gerät und schwer beladene Sattelschlepper sah man den Berg hinauf und wieder hinabfahren – doch genaue Einzelheiten wusste niemand. Die Bunker sehen ungefähr alle gleich aus, 12 Meter breit, 4 Meter hoch und 14,5 Meter tief. Sie wurden durchnummeriert, beginnen jedoch alle mit einer 8, womit man sie zur Gemarkung Waldstetten zuordnen konnte. Heute stehen nur noch wenige Teile der Umzäunung wie ein Mahnmal zwischen den Bäumen.

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Als die Amerikaner abzogen und die Bunker geräumt wurden, gab man diese an deutsche zivile Stellen zurück. 1988 erfolgte aufgrund starken Regenfällen ein Erdrutsch, 3 Bunker wurden so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass man sie abtragen musste. Das Gelände wurde dann in ein Naturschutzgebiet umgewandelt, einige Bunker wurden zugemauert und dienen als Rückzugsort für Schmetterlinge und Fledermäuse.

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An der Schautafel kann jedoch genau die Lage der verbliebenen 25 Bunker abgelesen werden und somit steht der privaten Erkundungstour nichts mehr im Wege. Wir hatten in den 2 Stunden natürlich nicht alle 25 Relikte erkunden können, hier eine kleine Auswahl.

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Herr Barth ist ein wandelndes Lexikon, unzählige Anekdoten und Geschichten auch aus der Waldstetter Umgebung und seinen Bewohnern gab er zum Besten. Vielen Dank für diesen informativen Sonntag und bis bald einmal im Heimatmuseum https://www.museum-waldstetten.de/das_andere_museum.html und der neuesten Sonderausstellung.

Grüßle, Karin

Thai-Street-Food-Fest

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Genau dies las ich in der Tagespresse und da wir beide mal in dieser 3300 Seelengemeinde wohnten, 11 km von Schwäbisch Gmünd entfernt, auch in diesem Ort wohnten und von dort dann für drei Jahre nach Thailand zogen und unser Sohn in Bangkok geboren wurden, war es für uns eine Ehrensache, dieses Fest zu besuchen. Somit schloss sich der Kreis wieder.

Diesen Verein gab es jedoch zu damaliger Zeit noch nicht und bereits bei der Parkplatzsuche waren wir über den großen Menschenauflauf sehr erstaunt. Die Community hier im Stauferland muss wohl größer sein als von uns vermutet.

Beim Ausfüllen des Kontakformulars, Kontrolle von „Genesen-Geimpft-Getestet“ und Handdesinfektion umwaberte uns schon laut schallend Thai-Musik mit Gesang und Tanz, das wohlvertraute Gewusel und Geschnatter wohin man auch nur schaute. Mit solch einem Andrang hätten wir nie gerechnet!

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Mittagszeit war schon längst vorbei, die kulinarischen Möglichkeiten waren mannigfaltig, somit begannen wir erst einmal mit einem Süppchen. Vor lauter Vorfreude vergaßen wir ein Foto, auch bei Jogis 2. Gaumengenuss dachte ich überhaupt nicht daran, erst vor meiner 2. Suppe dann endlich ein Bild. Lecker war’s! Leider konnte ich nirgends gebratenen Reis entdecken, überall gabs nur Nudeln, so schien es mir.

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Die asiatischen Gäste kauften üppig ein, abgepackte typische thailändische Lebensmittel, frisches Gemüse und Kleidung wechselten die Besitzer. Die reichlich zur Verfügung gestellten Tische, Bänke und Stühle waren stehts gut besetzt, die angrenzende Wiese diente als Picknicklager.

Es herrschte so eine schöne gute und gelöste Stimmung – ich hätte noch ewig sitzen, schauen, zuhören und später noch ein weiteres Süppchen schlürfen können, doch nachdem es kein thailändisches Singha-Bier mehr gab und ich dann vor dem Ulmer Goldochsen sitzen musste, reichte es auch mir und wir machten uns wieder auf den Heimweg.

Bis zum nächsten Jahr, in aller Schärfe! 🙂 Gruß Karin

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Töpfermarkt

Bereits zum 30. Mal fand der Töpfermarkt im 13 km entfernten Urbach statt. Und nach der langen Abstinenz solcher Veranstaltungen war es wieder einmal klare Sache, dass ich diesen Event besuche. Nicht das erste Mal, schon in früheren Jahren brachte mich die dort ausgestellte Keramik in Verzückung. Das ganze Ambiente dort, die aufgestellten Verkaufsstände entlang den Wegen, durch den Garten, das allgemeine Angebot an sonstigem Kunsthandwerk erfreut schlichtweg meine Seele. Somit machte ich mich, abermals mit dem Schwesterlein, letzten Samstag bei herrlichstem Wetter auf den Weg.

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Nach der sorgfältigen 3G-Kontrolle und Kennzeichnung am Handgelenk seitens des Veranstalters, betraten wir das geschäftige Areal und bereits nach 10 Minuten waren wir stolze Besitzerinnen wunderschöner Objekte. So schnell war ich noch nie! Doch der letzte Marktbesuch zeigte mir, dass man bei Gefallen nicht lange fackeln sollte, die besonderen Stücke verkaufen sich schnell. Sollten unsere Gäste bei uns zu Hause einmal ein besonderes Verlangen verspüren, bekommen sie diesen besonderen Kunstgenuss zu Gesicht!

Das Urbacher Schloss dient heute als Begegnunsstätte, Treffpunkt und Veranstaltungsort verschiedenster Art. Der renovierte Gewölbekeller ist für Gemeindeveranstaltungen gedacht und kann von Urbachern Institutionen als Austragungort für öffentliche Veranstaltungen gebucht werden. Das Schloss erlebte in seiner langen Geschichte eine Anzahl von Eigentümern und diversen Bestimmungszwecken. Im 17. Jhrd. wurde es auf älteren Überresten erbaut.

Und hier nun eine Auswahl von Marktständlern. Bei einigen ist verständlicherweise das Fotografieren nicht gerne gesehen oder sogar gänzlich verboten. Daher habe ich diskret meine Aufnahmen gemacht, nur um euch Appetit aufs nächste Jahr zu machen und euch zu zeigen, wie wunderschön dieser Markt ist.

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Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt. Dieses Jahr waren die Speisenauswahl und auch das Sitzplatzangebot aufgrund Corona sehr eingeschränkt, normalerweise wird die Besucherschar auch hier etwas für den jeweiligen Geschmack finden.

Besonders löblich möchte ich erwähnen, dass für das Veranstaltungsgelände kein Eintritt verlangt wird. Sonst hätten sich zu diesen Kameraden wohl noch einige mehr dazugesellt. 🙂

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Wir sehn‘ uns im nächsten Jahr? Bis dahin, Gruß Karin

Rodeln im Sommer

Als ich vor vielen Jahren im Schwarzwald den Spaß einer Sommerrodelbahn erleben durfte, ist mir dieses Erlebnis nie wieder so richtig aus dem Kopf gegangen. Letzten Winter genoss ich ja dann die Schlittenfahrt auf der heimischen Wiese Der alte Schlitten und diesen Sommer kam ich durch puren Zufall zum erneuten Rodelvergnügen. Im örtlichen Mitteilungsblatt las ich den Bericht vom Ferienprogramm der Kinder. Diese unternahmen u.a. eine Ausfahrt ins Rodelzentrum in Kaisersbach http://www.rodelzentrum.de. Gerade einmal 20 km von zu Hause entfernt, wollte ich dies während dem kurzfristigen schönen Wetter unbedingt einmal ausprobieren. Dieses Rodelzentrum bietet im Winter auch eine Ski- und Schlittenpiste und einen Schlittenlift! Super Sache, wenn es spaßvoll bergab und bequem bergauf geht.

Idyllisch gelegen mit schöner Rundumsicht liegt die Anlage mitten im Naherholungsgebiet Schwäbischer Wald. Neben der Sommerrodelbahn befindet sich auch ein Spielplatz, ebenso ein Grillplatz und ausreichend Tische und Bänke um das mitgebrachte Vesper, die frischgegrillten Leckereien oder auch ein Eis oder Getränke aus dem Kiosk in aller Ruhe zu verspeisen.

Diejenigen die sich diesen Spaß leider entgehen lassen möchten, können auf Bänken, schön im Schatten unter Bäumen sitzend, ihre Lieben auf der 650 Meter langen Fahrt zumindest teilweise beobachten. Das kann sich unter Umständen dann einige Zeit hinziehen, bis dann auch der letzte Abenteurer genug vom Fahrspaß hat.

Als ich im Vorfeld so meine Bedenken bezüglich Bremsen, Geschwindigkeit und Kurven erläuterte, meinte Göttergatte dann so lapidar, ich könnte auf dieser Rutsche ja schon mal üben. Sehr witzig!

Und dann ging es auch los! Bei meinen 5 Fahrten hatte ich mal bessere, mal schlechtere Schlitten. Es gab merkliche Unterschiede bezüglich Bremsverhalten und Ruppeln. Für gut ausgewachsene Personen 🙂 mit der Zeit etwas unbequem, da beim Schleppen bergauf einfach die Rückenlehne fehlt.

Für mich ging die Fahrt rasant los, auch wenn Jogi meinte, er wäre aufgrund meines Schleichens fast in mich reingefahren. Ich sag nun nichts weiter dazu, wieso wegen ihm die ganze Anlage eine kleine Ewigkeit komplett außer Gefecht gesetzt war…

Ich hatte jedenfalls meinen Spaß, rasant bergab und gemütlich rattend bergauf.

Bis zum nächsten Rodelvergnügen, lange ist es ja nicht mehr hin, Grüßle Karin

Aussichtsturm Aalbäumle

Erneut ein Ausflugsziel, welches ich seit Jahren auf meinem Plan hatte. Manches Mal spielte das Wetter nicht mit, dann streikte das Knie, dann war der Turm aufgrund Sanierung geschlossen, die Coronazeit und was sonst nicht alles so dazwischen kommen kann – doch neulich war es endlich soweit! Zusammen mit der bewährten Birgit-Combo, Schwester Birgit & Freundin Birgit, wollte ich den Turm erklimmen. Bei unbeständigem Wetter ging die Fahrt Richtung Aalen, am Parkplatz der Limes-Thermen vorbei, hoch Richtung Wald zum Wanderparkplatz des Aalener Hausbergs. Ja ich weiß, wir hätten auch schon bei den Thermen parken können oder bereits von Essingen loslaufen können – doch ehrlich gesagt wollte ich nicht in einen Regenguss kommen. Für mich war der Turm das Ziel, nicht das Wandern. Trotzdem hatten wir eine kleine Wegstrecke vor uns, im Wald immer schön bergauf, jedoch auf gut ausgebauten Wegen, somit auch kinderwagenfreundlich.

Kurz vor dem Ziel gelangt man zu einem tollen Kinderspielplatz mit Grillstelle. Hallo! Ich schreibe Kinderspielplatz!!!

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Nach weiteren wenigen Metern bergauf sieht man dann auch schon den knapp 21 Meter hohen Turm.

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Warum heißt dieser Aalbäumle? Die Infotafel gibt Auskunft:

Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckten die Aalener die Lust am Wandern auf die Aalener Bucht. Auf dem besonders beliebten, damals noch unbewaldeten, Langertgipfel pflanzten einige Bürger am 05. Mai 1880 eine Fichte. Dieser Baum spendete den Wanderern Schatten und war von weither zu sehen. In Anlehnung an das alte Braunenbäumle auf dem Braunenberg bei Wasseralfingen, nannten die Aalener den Aussichtsbaum „Aalbäumle“.

Durch Aufforstung versperrten jedoch die Bäume bald die Aussicht ins Tal, somit sollte ein 10 Meter hoher Aussichtsturm den Baum ergänzen. Am 06. Juni 1898 konnte der erste Turm beim Aalbäumle feierlich eingeweiht werden. Ab dieser Zeit galt der Turm, nicht mehr die Fichte, als Aalbäumle.

Die umliegenden Bäume wuchsen in die Höhe, die Aussicht war versperrt und somit musste auch der Turm in die Höhe wachsen. 1934 und 1952 wuchs der Turm jeweils um ein Stockwerk, insgesamt 15 Meter höher. 1960 war der Turm altersschwach, er wurde 1964 durch einen neuen 17 Meter hohen Turm ersetzt. Dieser litt jedoch erheblich unter Konstruktionsmängeln, die Braunfäule zerfraß das Holz. Bereits nach 26 Jahren wurde ein dritter Turm erbaut, mit Dach. Am 10. Juli 1992 war eine elegante Metall-Holz-Konstruktion mit 20,9 Metern Höhe fertiggestellt worden.

Ja, und letztes Jahr im Herbst wurde der Turm abermals aufgrund Sanierungsarbeiten geschlossen und vor einigen Wochen wieder eröffnet.

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Hoch hinauf ging es somit für uns. Da ich ja nicht schwindelfrei bin und trotzdem auf jeden Turm hoch muss, überwand ich meine Angst. Beide Hände umklammerten wie Schraubstöcke die beidseitig angebrachten Handläufe, die Augen stur geradeaus starrend um auch ja nicht durch das Gitterwerk der Stahlstufen in die Tiefe blicken zu können. Der ganze Körper war angespannt, nach wenigen Metern bemerkte ich schon den Angstschweiß, der am Körper entlang lief – doch die 123 Stufen mussten unbedingt erklommen werden, um von der Aussichtsplattform, 702 Metern über Normalnull beste Aussichten in die Umgebung zu bekommen.

Oben angelangt fiel der erste Blick auf diese Zeilen und ein Erlösungslacher meinerseits.

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Ganz schön windig war es hier oben, das Wetter klarte auf, herrlich klare Sicht, gigantisches Panorama über Aalen, die Aalener Bucht, das Wellland und bis zum Rosenstein und Ellwangen.

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Edelstahltplatten mit Hinweisen zu den Aussichtspunkten sind am Geländer angebracht, ebenso die Entfernungen zu Metropolen dieser Welt.

Das obligatorische Selfie bei dieser Windstärke nicht gerade einfach, das bekannte Drei-Wetter-Haarspray hätte hier gute Dienste geleistet. Auch die Licht-Schatten-Verhältnisse unter dem Dach machten es uns nicht einfach, aber ich denke, hiermit können wir leben:

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Ja, irgendwann ging es dann wieder abwärts, meinerseits wieder ganz zum Schluss in aller Ruhe mit vielen Verschnaufpausen. Ich noch immer auf dem Turm, saßen die Birgits bereits unten an den Biertischen und genossen die herrliche Sonne die auf die Lichtung schien. Die Toilettenanlagen und der Biergarten waren leider geschlossen, glücklicherweise hatten die zwei an etwas Proviant gedacht und somit konnten wir unsere Ruhepause etwas länger ausdehnen.

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Tja, hätte Frau sich mit den alpinen Regeln ausgekannt, dann hätte im Falle einer bewirtschafteten Hütte eine rot-weiße Fahne von der Spitze des Aalbäumles weithin sichtbar geweht!

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Ein schöner kurzer Ausflug und kein einziger Regentropfen hat uns den Spaß getrübt.

Mal schauen was mir als nächstes so einfällt. Gruß Karin

Herrgottsbscheißerla

Heute konfrontiere ich euch wieder einmal mit meiner schwäbischen Heimat und einer unserer Lieblingsspeisen – der Maultasche. Im urschwäbischen Dialekt auch Herrgottsbscheißerla genannt. In dem Wort steckt der Herrgott, diesen kennt wohl jeder, die zweite Silbe bscheißerla kommt von – ja, bescheißen (betrügen) und da es nicht gar so hart klingt verniedlicht der Schwabe ja vieles, somit das la.

Tatsächlich ist nicht klar überliefert, woher die Maultasche ihre Bezeichnung oder ihren Ursprung hat. Nur die Begriffserklärung ist knapp und kurz erzählt. Es handelt sich um eine gefüllte Nudelteigtasche, vornehmlich mit Gemüse, Zwiebel, Brot, Ei und Brät. Dazu kann Spinat, gekochter Schinken und durchtriebenes Fleisch (Fleisch welches durch einen Fleischwolf „durchgetrieben“ wurde) gemischt werden. Ob nun mit oder ohne Spinat, mit oder ohne Hackfleisch, mit oder ohne Speck, gerollt oder gewickelt, rund oder eckig – da scheiden sich viele Geister. Ein jeder Haushalt hat wohl seine Vorlieben, genau so wie es die Familienmitglieder kennen und mögen.

Und woher kommt nun der Name Maultasche? Einige Mythen ranken sich um dieses Thema. Im 16. Jahrhundert fand das Wort Maultasche seine Bedeutung in einer Ohrfeige. Als Maul bezeichnet der Urschwabe den Mund. Tasche steht für tatschen, tätschen – also schlagen. Und da die fertige zubereitete Maultasche in der Suppenbrühe so aufschwillt wie eine Wange nach einer Ohrfeige, kam es zu der Bezeichnung.

Meine Lieblingslegende ist jedoch folgende aus dem späten 20. Jahrhundert: Die Zisterziensermönche aus dem Kloster Maulbronn in Baden-Württemberg waren wohl findige Meister in der Verwendung von Lebensmitteln. Ausgerechnet während der Fastenzeit kamen sie zu einem Stück Fleisch, welches bis nach Ostern verdorben gewesen wäre, hätten sie nicht eine schlaue Idee zur Verwendung des kostbaren Gutes gehabt. Sie wickelten das Fleisch zusammen mit dem Gemüse in Teig ein, um es so vor dem Hergott zu verstecken – Herrgottsbscheißerla.

Auch aus anderen Kulturen kennt man die gefüllte Teigtasche. Die Italiener meinen sich in die erst Reihe mit ihren Ravioli oder Tortellini einreihen zu können, dann kommt der Pole mit den Piroggen und der Russe mit Pelmeni, dazu die Chinesen mit den bekannten Wan Tan. So könnten wir wohl auf jedem Land dieser Erde eine gefüllte Teigtasche finden und ein jeder wollte der Erste der Erfindung sein. Tatsächlich gibt es hierzu jedoch auch nur Vermutungen.

Wie bekannt, lebte ich ja lange Zeit außerhalb Deutschlands und auch dort wollten der Schwabe und seine Gattin nicht auf heimatliche Kulinarik verzichten. Der im Koffer mitgebrachte Vorrat, der sich hier in fast jedem Supermarkt fertig gekocht und vakuumiert kaufen lässt, ist trotz tiefgefrieren irgendwann aufgebraucht und dann fängt Frau mit allerhand Rezepten aus dem geduldigen Internet das Basteln an. Das für uns notwendige feine Brät war nie verfügbar, feine rohe Bratwürste die man aus der Pelle hätte drücken können ebenso – kurz und gut, die viele Mühe war es im Vergleich zum Endprodukt nie wert. Somit hatte ich dieses Projekt jahrelang wieder auf Eis gelegt. Bis meine Freundin Birgit davon erzählte, dass sie mal wieder Maultaschen zubereiten müsse und da kam mir die Idee, dass wir daraus einen kleinen Workshop machen könnten und sie mir die Zubereitung ihrer schnellen, jedoch durchaus sehr schmackhaften Variante lehrt.

Nun muss im Vorfeld allerdings noch erklärt werden, dass man die Teigtäschla als Suppeneinlage in einer Brühe essen kann, dazu vielleicht geschmälzte Zwiebelringe und gegebenfalls Kartoffelsalat, oder in Scheiben geschnitten und angeröstet mit grünem Salat und oder auch Kartoffelsalat. Hierzu sollte ich noch erwähnen, dass mein Schwabe auch seinen Kartoffelsalat über alles liebt und es wohl seiner Meinung nach selten ein Gericht gibt, wo dieser nicht dazu passen könnte. Auch werden die Teilchen heutzutage gegrillt oder einfach nur als schneller Sattmacher kalt, direkt aus der Pachung verspeist – wenn ich aus dem Nähkästchen meiner Männer plaudern darf. Die Maultaschenherstellungsindustrie hat auf jeglichen Trend reagiert. Es gibt sie traditionell schwäbisch, vegetarisch, vegan, halal, mit Schweinefleisch, mit Rind, mit Kalb, speziell zum Grillen… selbst außerhalb unserer schwäbischen Landesgrenze gibt es sie zu kaufen. Vorbei die Zeiten, wo nur der Metzger des Vertrauens an einem bestimmten Tag die frisch zubereiteten Lieblinge in der Auslage zum Verkauf anbot.

Doch nun endlich zu unserem Workshop. Am Tag zuvor setzte Birgit bereits eine reichhaltige Rinderbrühe mit Siedfleisch und Gemüse an, ließ diese lange vor sich hin simmern bis das Fleisch ganz zart war. Dann wird abgeseiht, bis die klare Brühe übrig bleibt. Darin werden die Maultaschen gegart und auch serviert. Das Fleisch kann auseinandergerupft als Suppeneinlage oder auch für andere Zwecke verwendet werden.

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Die Zutatenliste sieht folgendes vor:

1 Packung fertigen Maultaschen-Nudelteig (die fleißige Hausfrau macht diesen selbst, bei uns soll es ja schnell gehen). Die Teigrolle bis zur Verwendung im Kühlschrank belassen.

600g feines Bratwurstbrät (muss meist beim Metzger vorbestellt werden)

300g feines gemischtes Hackfleisch

300g gekochter Spinat, wir nehmen aufgetauten Rahmspinat. Beim Blattspinat stören die Stile, sonst müsste alles durch den Fleischwolf gedreht werden und vorbei ist es mit der schnellen Variante.

2 harte Brötchen, in Milch einweichen, gut ausdrücken und fein mit der Gabel zerdrücken

1 Zwiebel, fein gewürfelt

80g gerauchter Schweinebauch fein gewürfelt, gibt es fertig geschnitten und abgepackt zu kaufen

50g Lauch, in feine Würfel geschnitten

1 Bund glatte Petersilie, fein geschnitten

1 Ei

Salz, Pfeffer, Muskat, Majoran, ganz wenig Thymian

Zwiebeln zum Schmälzen, wir gestehen es – wir verwendeten fertige Röstzwiebeln

Schnittlauch zum Anrichten

Für die Zubereitung schwitzt man die Zwiebeln mit dem Schweinebauch in einer Pfanne an, gibt den Lauch und die Petersilie dazu und lässt alles gut andünsten, erkalten lassen.

Nun gibt man alle Zutaten in eine große Rührschüssel, entweder mit dem Handmixer und den Knethaken gut vermengen oder mit der elektrischen Küchenmaschine verkneten.

Nun die Teigrolle aus der Kühlung nehmen, aufpacken, und die Hälfe davon auf der Arbeitsplatte mitsamt dem Papier auslegen.

Die Hälfte der Füllung darauf glattstreichen. Am Ende 1 cm frei lassen.

Von der langen Seite her mit Hilfe des Papiers eng aufwickeln.

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Mit einem Sägemesser etwa 4 cm breite Stücke schneiden und diese in der leise simmernden Fleischbrühe in 15-20 Minuten gar ziehen lassen.

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In der Zwischenzeit die andere Hälfte Teig und Füllung verarbeiten. Die inzwischen fertigen Maultaschen mit einem Schaumlöffel herausnehmen und wenn möglich warm halten, die andere Hälfte der Maultaschen garen.

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Währenddessen feine Zwiebelringe in Butter schmälzen.

Schnittlauch, fein schneiden.

Im Anschluss nun alle Maultaschen in die Brühe legen und nochmals erwärmen.

Dann wird angerichtet. In den Suppenteller kommen die Maultaschen, eventuell das kleingezupfte Suppenfleisch, Brühe, die geschmälzten Zwiebelringe und Schnittlauch.

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Es war köstlich! Birgit, vielen Dank fürs Kochen und dem Veröffentlichen deines Rezeptes. Natürlich hab ich diese postwendend nachgekocht. Die Hälfte der Maultaschen kleiner geschnitten und nach dem Garen und Erkalten eingefroren. Bald wird ausprobiert, ob sich diese auch gut anrösten lassen und zusammen mit Kartoffelsalat ein schmackhaftes Essen geben.

Und wem dies alles trotz vieler fertiger Produkte immer noch zu viel Arbeit ist und der Supermarkt bereits geschlossen haben sollte, an einer Tankstelle in Schwäbisch Gmünd entdeckte ich diesen Automaten – für den Maultaschenliebhaber to go! Was es alles gibt!

An guada Abbedid! Gruaß, Karin

Was Frauen drunter anhaben

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Brustattrappe, Body, Bustier, Büstenhalter, Hüftformer, Rundstepper, Schnürmieder, Busenbinde, Korsett, Schnürbrust, Strumpfhalter, Wonderbra, Torselett, Sportgürtel, Hüfthalter, Büstenheber, Reformleibchen, Push-up-BH und so vieles mehr hatten das schöne Geschlecht im Laufe der Jahrhunderte so auf den Leib geschneidert bekommen. Die ganze Entwicklung der weiblichen Unterwäsche aus Heubacher Produktion kann im Miedermuseum in Heubach bestaunt werden.

Seit 2005 befindet sich in historischen Räumen des Heubacher Schlosses dieses Museum. Aktuelle Öffnungszeiten und coronabedingte Bedingungen sollten vor einem Besuch erfragt werden. 100 Meter vom Rathaus entfernt, direkt an einem öffentlichen Parkplatz gelegen, befindet sich dieses ehemalige Adelshaus, welches momentan – oder immer noch – saniert wird. Daher sind Teile des Gebäudes immer wieder für die Öffentlichkeit gesperrt, so derzeit das historische Klassenzimmer.

 

Für den beschaulichen Eintrittspreis (für Erwachsene) von 2 Euro wird dem Besucher anhand 13 Vitrinen anschaulich der Verlauf des Zeitgeistes, der Mode und dem Frauenbild dargelegt. Vieles gibt es zu bestaunen und lesen, in den Schauvitrinen sind Schubladen eingelassen, in denen sich auch noch allerhand Wissenswertes verbirgt. So war ich über eine Stunde lang in den Räumen unterwegs und konnte auch z. T. ein wenig den ehemaligen Glanz dieses alten Gebäudes erahnen.

Nachzulesen war, dass nicht nur Mode und Zeitgeschmack bei der Wahl des Drunter und Drübers galt, auch wurde per Gesetz die Kleiderausstattung geregelt, je nach Klassenstand in der Gesellschaft.

Bereits in Kindheitstagen umschwirrten mich die Begriffe Susa und Triumph, wenn sich erwachsene Frauen darüber austauschten, woher sie nun wieder einmal kostengünstiger ihre Miederwaren beziehen sollten. Von meinem Wohnort der Kindheit bis nach Heubach waren es gerade einmal 10 km. Nachbarinnen und Bekannte waren bei den großen Heubacher Firmen Susa und Triumph beschäftigt und kamen mit ihrem Betriebsausweis somit günstiger zu den begehrten Artikeln und versorgten die eine oder andere Dame ihres Vertrauens mit Unterwäsche, Bademoden und auch Frottierware. Später konnte dann auch Ottonormalverbraucherin mit Ausweis, Gutscheinen oder zu besonderen Verkaufszeiten im Betrieb angegliederten Lädchen einkaufen. Heutzutage gibt es in Heubach bei Susa Outlet und Triumph Factory Outlet die Gelegenheit zum Einkauf für Jedermann und -frau, Öffnungszeiten können online nachgelesen werden.

Allerdings fragte ich mich immer, wieso sich ausgerechnet zwei renommierte Wäschehersteller in Heubach befinden und wieso bitteschön, dieses kleine schwäbische Kleinstädtchen die Urwiege beider Konzerne sind. Im Museum nun habe ich dies erfahren und alles begann hiermit:

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Heubach liegt am Nordrand der Schwäbischen Alb und ist an drei Seiten von den Bergen Rosenstein, Glasenberg, Hochberg, Nägelberg, Himmelreich und Scheuelberg umschlossen. Zum Remstal hin öffnet sich eine weite Ebene. Die im 19. Jhrd. noch nicht aufgeforsteten Berge dienten als Obstwiesen, Schaf- und Ziegenweiden. Das Klima war rauh, für Ackerbau stand wenig Fläche zur Verfügung, die Qualität der Böden nur bedingt geeignet. Da die Schwäbische Alb als strukturschwache Region keine Alternative bot, hatten die Menschen vom Leben mit der Landwirtschaft zuwenig zum Leben, zuviel zum Sterben und suchten sich zur Existenzsicherung einen Nebenerwerb: Die Weberei.

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Die Entwicklung der Heubacher Miederwarenindustrie war nicht möglich, ohne an die ortsansässigen Handweber zu denken.

Den genauen Verlauf der Geschichte über die Heubacher Weber könnt ihr im Museum weiterlesen, wann genau sie ihre eigene Zunft organisierten, ist nicht dokumentiert. Ab Mitte des 19. Jhrd. gehörten zur Heubacher Weberzunft Leinwand- und Barchentweber, Strumpf- und Seidenweber sowie Baumwollweber. Sie alle wurden als Zeuglesweber bezeichnet.

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Die Verbesserung der Dampfmaschine und die Erfindung des mechanischen Webstuhls leitete den Niedergang des Weberhandwerks ein und führten zu einem Strukturwandel. Mit dem Ende der Kontinentalsperre fielen Handelsschranken und die württembergischen Handwerker bekamen Konkurrenz aus England, Schlesien und Sachsen da diese ihre Waren zu niedrigeren Preisen anboten und schneller auf den Wandel der Mode reagieren konnten.

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Als Lohnarbeiter für Verleger waren die ehemaligen selbstständigen Weber bei schlechter Auftragslage bald arbeitslos. Fabrikarbeit hingegen bedeutete einen relativ sicheren Arbeitsplatz, gleichbleibenden Lohn und feste Arbeitszeiten. In Kauf genommen wurde eine 6-Tage-Woche, lange Fußmärsche bei Wind und Wetter bis zum Arbeitsplatz, strenge Fabrikregeln und monotone Arbeit. Auch die Kinder mussten mit zur Arbeit erscheinen und leisteten Hilfsarbeit.

Eine weitere Möglichkeit zum Broterwerb bot die Heimarbeit für Frauen und Mädchen. Die Korsettweberei war Männerarbeit, doch die Weiterverarbeitung oblag den Frauen. Sticken, Verschlüsse annnähen und Verstärkungsstäbe einschieben.

Trotz der vielen Firmenpleiten und der anhaltenden Armut stieg die Einwohnerzahl Heubachs und die kleine Landstadt entwickelte sich zum lokalen Industriestandort.

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Nun waren meine Fragen bezüglich Gründung dieser Firmenimpere gelöst und ich konnte mich wieder der eigentlichen Ausstellung widmen.

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Mit Mieder oder Korsett versuchten Frauen, die es sich leisten konnten, ihre Figur dem jeweiligen Zeitgeschmack anzupassen und damit Körperformen zu betonen oder zu verbergen. Mal sollten weibliche Rundungen verborgen bleiben da sie als unschön galten, dann wieder hervorgehoben und betont werden.

Hat man zur Reformmode ab 1910 der Dame mehr Raum gelassen, das Korsett nicht mehr ganz so fest geschnürt, denn nachweislich wurden Organe deformiert, so galten zu Kriegszeiten per Gesetz andere Maßstäbe, Rohstoffe waren Mangelware. BHs wurden selbst genäht, das Körbchen gehäkelt.

In den goldigen Zwanzigern hingegen versteckte man geradezu die weiblichen Formen. Gerade Schnitte, möglichst schlank sollte die Silhouette sein.

1950 hingegen sollte Frau ihre Unterwäsche nach der Tageszeit und dem Geschehen wählen. Zum Hausanzug genügte ein Miederhöschen, für Rock und Pullover musste ein Büstenhalter und Hüftgürtel gewählt werden, für das klassische Cocktailkleid dagegen Korselett mit angesetztem Petticoat. Einheimische Schauspielerinnen verdeutlichten nochmals das Frauenideal der deutschen Nachkriegszeit. Ausländische Darstellerinnen, etwa Sophia Loren und Marylin Monroe, die in den Filmen ihre Kurven mit körperbetonten Dessous in Szene setzten, galten als Sexsymbole.

Mitte der 60er Jahre und mit Aufkommen des Minirocks, verlor der Hüftgürtel immer mehr an Bedeutung. Die praktische Perlonstrumpfhose machte Hüftgürtel, Strumpfhalter und Strümpfe überflüssig, die BHs hatten eine spitze Form. Junge Frauen orientierten sich nicht mehr am Kleidungsstil ihrer Mütter, sie setzten ihre eigenen Trends. BHs, Schlüpfer und Miederhosen wurden nun in leuchtenden Farben, mit Punkten, Streifen und Karos angeboten.

Bereits im nächsten Jahrzehnt erklang die Parole „Mein Körper gehört mir!“ durch Deutschland. Die Damenhose wurde gesellschaftsfähig, die Frauenwelt kaufte mehr Hosen als Röcke. Bequemlichkeit und Bewegunsfreiheit war die Devise. Viele Frauen legten als Zeichen der Emanzipation den Büstenhalter ab. Die Industrie reagierte entsprechend und fertige leichte und transparente BHs aus elastischen Stoffen an. „Frei – aber nicht haltlos, das ist der Busen 1974“ so lautete der Slogan der neuen BH Generation.

In den wilden 80er Jahren nahm die Gleichberechtigung der Frau einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Im Business gehörten Kostüm und Hosenanzug zum Alltagsdress. Ansonsten galt, erlaubt ist was gefällt. Es sollte kleidsam, komfortabel und kultiviert aussehen. Durch Popikonen und Stars bekamen Corsagen, Schnürmieder und Strapse auch wieder einen Platz in der Abendgarderobe, sogar als Oberbekleidung.

Das folgende Jahrzehnt setzte Dessous & Co. ins rechte Licht. Vor allem bei jungen Frauen gehörte die Unterwäsche zum täglichen Outfit. Büstenhalter und Bustier wurde zum Eyecatcher unter Kostümjacken, Blazer und Blusen, Frau ließ Spitze blicken wann immer es ging. Bei Tops mit Spaghettiträgern durfte sich der BH-Träger auch gerne in einer anderen Farbe als das Top abzeichnen. Eine wohlproportionierte Brust war wieder in Mode und die Industrie reagierte natürlich auch darauf.

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Modetrends kamen und gingen. Heute wie damals. Was soll den Modeschöpfern auch immer Neues einfallen? Irgendwann wiederholt sich eben alles, ob nur kleine Nuancen eines Stils kopiert werden oder mit anderen Trends verknüpft wird. Auch heutzutage leben wir diese Stile aus, nur in anderer Bezeichnung. Da ist von Push-ups und Minimizern, BH mit und ohne Schalen, für die Stillzeit, Slips und Hipster nebst String und Panty, Bodyformer, Shapewear und Sportwäsche die Rede. Unterbekleidung soll bequem, komfortabel, funktional und manches Mal auch seidig liebkosend und verführerisch sein. Die Materialien haben einen Sprung ins Hightech-Zeitalter erlebt. Nahtlos, Microfaser, schnell trocknend, hochelastisch, atmungsaktiv und temperaturausgleichend. Dazu in allen Farben des Regenbogens.

Alles hat seine Zeit, die einen mögen dies, die anderen befürworten jenes.

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Zum Abschluss dieses sehr interessanten Museumsbesuchs möchte ich noch den Wunsch einer jeden Dame und die damit verbunden 7 Regeln zum Besten geben!

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Bin ich froh, dass ich in einer anderen Zeit lebe und ich denke, der Großteil meiner Geschlechtsgenossinen ist meiner Meinung. Vor allem, dass der Staat nicht diktiert, was Frauen drunter anhaben!

Gruß Karin

Ich hatte die Erlaubnis zum Fotografieren. Sämliche Fotos habe ich selbst im oder vor dem Museum gemacht, Textinhalte sind zum größten Teil vom ausgestellten Lesematerial.

Autokino

Seit meinen Jugendtagen, somit noch in der Blütezeit des deutschen Autokinos, verspürte ich das Verlangen, auch dieses Freizeitvergnügen einmal ausprobieren zu wollen. Herübergeschwappt, wie soll es auch anders sein, kam die etwas andere Variante eines Lichtspielhauses über den großen Teich aus den USA zu uns. Schon in den 1930er Jahren erfreute man sich dort am Freilichtkino. Wobei ich denke, dass man zu früherer Zeit sicherlich kaum die Handlung des Film mitverfolgte. Bei der seltenen Gelegenheit der Zweisamkeit, hat man im engen dunklen Auto wohl eher an ganz andere Handlungen gedacht.

In Zeiten in den es noch kein Internet gab, wusste ich nicht, wo sich das nächste Autokino befindet, dann war ich mir nicht so sicher mit wem ich dort hin sollte, dann kam es in Vergessenheit, dazu war ich viele Jahre nicht in Deutschland wohnhaft. Doch seit einigen Jahren nun verfolge ich meinen Plan mit ernsten Absichten und somit hat mir Göttergatte letztes Jahr zum Geburtstag diesen Besuch geschenkt. Dann jedoch war das Wetter zu kalt, Corona, geschlossen, zu heiß, zu regnerisch, die falschen Filme…

Letzte Woche Montag war es dann endlich soweit. Der ausgesuchte Film versprach laut Trailer doch einige Lacher, ich buchte die Tickets, Jogi machte das Auto klar, Trinken und Knabbereien nebst warmer Decke, Kissen und Jacke wurden eingepackt und los ging die Fahrt ins 54 km entfernt gelegene Kornwestheim. Nicht gerade der nächste Weg, aber was macht Mann nicht alles, um Frau einen weiteren Traum zu erfüllen.

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Während der Fahrt regnete es bereits, mir schwante nichts Gutes. Am Eingang wurde am Kassenhäuschen nur der CR-Quode der Kaufbestellung gescannt, kurze Einweisung auf welches Gelände es gehen sollte und die Info, welche Radiofrequenz für die Tonübertragung eingestellt werden sollte. Zusätzlich die Mitteilung, dass bei der Imbissbude Abdeckhauben für die Scheinwerfer gegen Pfandübergabe abgeholt werden könnten. Da Jogi schon ein älteres Auto besitzt und dieses somit nicht über automatische Tagfahrleuchten verfügt, war dies für uns hinfällig.

Somit hin zum Parkplatz, in der ersten Reihe eingereiht und mit dem Regenschirm kurz raus aus dem Wagen um dieses Foto zu schießen. Eigentlich wollte ich noch Fotos vom Imbiss oder allgemein dem ganzen Gelände machen, aber es war ja schon stockdunkel, nach 21 Uhr, dazu der Regen – da schlüpfte ich nur wieder ganz schnell zurück ins Auto.

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Mit der Zeit kamen doch einige weitere Kinointeressenten dazu. Doch leider kapierte der eine oder andere Zeitgenosse nicht gleich, dass die Scheinwerfer seiner Karrosse die vorderen und seitlichen Wageninsassen doch sehr blendeten. Durch Lautsprecherdurchsagen und ermahnende Spots im Werbeblog konnte dies dann doch irgendwann beseitigt werden. Damit die Scheiben nicht gar zu sehr beschlugen, mussten die Fenster etwas geöffnet bleiben, was durch den Regen natürlich nicht ganz so angenehm war, auch musste somit der Scheibenwischer immer wieder in Betrieb sein. Kopfweh setzte ein, die Lacher des Films befanden sich wohl alle im besagten Trailer und der Streifen war nicht wirklich der Brüller… irgendwann dachte ich mir, warum ich blöde Kuh so versessen darauf war, das hätte zu Hause auf dem Sofa wesentlich bequemer sein können.

Aber so ist es mit Träumen, man muss sie gelebt haben, dann ist es auch gut und es kann losgehn zur nächsten Erfüllung. Mal schauen was, wann und wo.

Bis dahin, prost und Gruß

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Wohnen unterm Regenturm,

so heißt die berühmteste Wohnanlage in Plochingen am Neckar. Unübersehbar thront ein Turm mit vier goldenen Kugeln auf bunten Säulen – bereits von Weitem ist dieses Wahrzeichen der Stadt sichtbar und macht neugierig auf mehr.

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Im Zuge der Stadtkernsanierung bekamen Plochinger Architekten 1985 den Planungsauftrag für den Neubach eines Wohn- und Geschäftshauses in der Innenstadt. Dazu mussten baufällige Gebäude weichen, stattdessen sollte sich ein Ringbau um einen Innenhof an vorhandenen Straßenzügen einfügen.

Das Besondere: Die Gestaltung der Innenhoffassade mitsamt der Planung des Gartens sollte Friedensreich Hundertwasser übernehmen. Von der Idee war er leicht zu überzeugen und zu begeistern.

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Der berühmte Wiener Künstler war nicht nur Maler und Grafiker, seine philosophischen Denkansätze auch in Bezug auf natur- und menschengerechter Architektur sind heute aktueller denn je. Sein eigentlicher Name war Friedrich Stowasser, geboren 1928 in Wien, gestorben im Jahre 2000 an Bord der Queen Elizabeth 2 vor Brisbane. 1973 konnte er sich seinen Traum vom Leben erfüllen, zog in eine kleine neuseeländische Gemeinde namens Kawakawa, 200 km nördlich von Auckland und lebte ein weitesgehend sehr einfaches und autarkes Leben mit und in der Natur. Wer einmal in diese Gegend reist, sollte unbedingt die Hauptattraktion dieses kleinen Örtchens (was für ein Namensspiel!) besuchen – das öffentliche stille Örtchen – besser bekannt unter öffentlicher Toilette! Diese wurde von Hundertwasser entworfen und gestaltet und im Jahr 1999 eröffnet.

Sein Künstlername „Hundertwasser“ entstand folgendermaßen: In der slawischen Sprache bedeutet „sto“ „hundert“. Das Pseudonym „Friedensreich“ stammt von seinem richtigen Vornamen Friedrich ab. „Fried“ steht für Frieden, „rich“ kommt von reich. Sein vollständiger Künstlername lautete übrigens Friedensreich Hundertwasser Regentag Dunkelbunt. Regentag stammt von seinem Schiff namens „Regentag“ ab, welches er 1967 erwarb und sieben Jahre lang umbaute. Es war sein erstes realisiertes Architekturprojekt und somit ein bedeutender Lebensabschnitt. Jahrelang lebte und arbeitete er auf diesem Schiff, war sein Zuhause, der Fels in der Brandung. Außerdem liebte er es, wie die bungen Farben bei Regen leuchten. Dunkelbunt war für ihn die äußerste Konzentration von satter Farbe und setzte ihr metallische oder phosphoreszierende Farben als Kontrast gegenüber.

Doch zurück nach Plochingen. Diese Anlage wollte ich mir nun etwas genauer anschauen. Zusammen mit meinem Schwesterlein machte ich mich letzten Samstag ins 30 km entfernte Plochingen auf. Das dortige Tourismusbüro bot eine geführte Tour zu der Anlage an. Infos zu den Terminen bitte über die Website der Stadt Plochingen in Erfahrung bringen.

Zunächst wollte die Gästeführerin ihrer Besucherschar noch den Bereich um die Marktstraße etwas näher erläutern. Wir erfuhren Wissenswertes über die Ottilienkapelle, die Stadtbibliothek, dem Rathaus, dem Marktbrunnen und weiteren Skulpturen von Karl Ulrich Nuss (siehe auch Witzige Gestalten), der Gaststätte Grüner Baum und seinem Glockenspiel und noch weiteren Gebäuden entlang des alten Stadtkerns.

1998 befand sich die Landesgartenschau in Plochingen, zu diesem Anlass installierte man auch diese Wegweiser-Damen. Insgesamt 7 solcher Skulpturen wurden an wichtigen Schnittstellen der Stadt installiert. Der Künstler Wolfgang Thiel hat inzwischen eine weitere Dame mit kleinem Kopf und breiten Schultern erschaffen, alle in einer anderen Farbe.

Ein weiteres Schmankerl in der Innenstadt ist, ja – ich schreibe nun schon wieder davon – das öffentliche Toilettenhäuschen. Sehr auffallend, kurios, witzig, toll, super, denkwürdig, abstoßend, hässlich – viele Meinungen grasieren über das Werk des elsässischen Künstlers und Karikaturisten Tomi Ungerer. In Sichtweite zum Hundertwasserbau, hinter der Kirche, direkt an der vielbefahrenden Straße und somit in aller Augen. Einige Anläufe bedarf es, bis es so aussah wie heute. Man beachte das rosafarbene Kuppeldach, wie die Haut am Allerwertesten, die vielen Klobrillen zur Deko.. vieles könnte noch darüber erzählt werden. Der „Eintritt“ ist übrigens frei, und ja – auch innerhalb der Keramikabteilung ist alles schön rosa – auch bei den Männern!

Doch dann kamen wir endlich zur fabenfrohen Hundertwasser-Welt. Bereits seitlich am Treppenaufgang plätschert dieses kleine Rinnsal entlang und stimmt den Besucher noch neugieriger. Oben angelangt, erblickten meine Augen diese tolle Idee einer Kinderzahnarztpraxis – ein Schnullerbaum! Dutzende Trostspender in allen erdenklichen Farben und Modellen hingen an den Zweigen und Erinnerungen wurden wach, als Sohnemann seine sieben Nuckel während der Krabbelgruppenzeit dem Nikolaus übergab, damit er diese an kleine Babys weiterleitet.

Am Zugang zum Innenhof erhielten wir dann ausführliche Informationen zu der Anlage, die ich hier nur stichpunktartig wiedergebe: Bauzeit war von November 1991 bis September 1994. Das Areal besitzt eine Fläche von 1,5 ha, 64 Eigentumswohnungen unterschiedlicher Größe von ein bis fünf Zimmer sind vorhanden, zusätzlich 16 gewerblich genutzte Einheiten. Der Turm ist 33m hoch, die 4 goldenen Kugeln besitzen einen Styroporkern, dieser wurde verstärkt und mit Blattgold belegt. Durchmesser jeder Kugel ist 1,60m. Türme waren für Hundertwasser eine Brücke zwischen Menschen und Höherem, ein Fingerzeig zum Himmel. Unterhalb des Innenhofs befindet sich auf 2.300qm ein Lebensmittelmarkt, außerdem noch zwei Tiefgaragenebenen mit 300 Parkplätzen. Die Fenster sind alle verschieden groß und unterschiedlich angeordnet, es befinden sich Rollläden vor den Fenstern, denn in einer schwäbischen Kleinstadt könnte man keine Eigentumswohnung ohne Rollladen veräußern :)). Die Dachziegel haben für jedes einzelne Haus unterschiedliche Farben, leider sind diese inzwischen sehr verblasst oder die Sonne schien einfach zu nachgiebig an diesem Samstag. Denn getreu dem Künstler beginnen an einem Regentag die Farben zu leuchten. Und farbig ist hier vieles. Jedes Fenster, jeder Rollladen, die Mosaike – alles verschieden bunt. Die rot-blauen Keramikbänder symbolisieren herabrinnende Regentropfen, denn Wasser ist eine wichtige Grundlage für Leben. Es gibt keine geraden Ecken oder Kanten, die Mauern alle schief und krumm. Die Hoffläche wie ein natürlicher Garten gestaltet, unebener Boden, jedoch auch Begegnunsstätte für die Bewohner. Bäume und Sträucher besiedeln das Haus und sprießen von Balkonen und Erkern, somit nennt man diese „Baummieter“. Grüne Farben findet man nicht, das Grün bleibt hier nur der Natur überlassen. Und so könnte man hier unendlich aufzählen, warum und wieso dies und jenes so ist. Zur Wiederholung, Hundertwasser war nur für die Gestaltung der Fassade zum Innenhof, des Turms und des Gartens zuständig. Wenn man sich das Eingangsbild anschaut, dann erscheint die Außenfassade mit dem REWE-Logo auch völlig unspektakulär. Hier auf diesem Foto sieht man den Kontrast sehr deutlich.

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Und nun endlich die restlichen Fotos:

Wie ihr seht, hielten wir uns die ganze Zeit nur vor dem Absperrzaun auf. Um die Privatspäre der Bewohner zu schützen, kommt man auch bei geführten Touren nicht bis ganz in den Innenhof hinein. Etwas schade finde ich dies, aber mir würde es auch nicht passen, dass gerade am Wochenende Besucherscharen an meiner Terrasse vorbeiziehen.

Zum Abschluss hechteten wir alle nochmals zur Gaststätte Grüner Baum, denn um 15 Uhr spielte das Glockenspiel, dies wollten wir nicht verpassen.

Ein schöner Ausflug, bis bald einmal wieder, Grüße

Weiße Station Lindenturm

Unter den Linden

Die Blätter der Bäume fallen

Die herrlichen Linden entlang

In allen Farben und Formen

Bestreut ist der reizende Gang

Ihr Blätter und Bäume und Menschen

Verschieben an Farbe so sehr

Ein Windstoß weht alles zusammen

Man merkt keinen Unterschied mehr

Friederike Kempner

Das eine oder andere Mal berichtete ich bereits von „Weißen Stationen“, einem Architekturprojekt anläßlich der Remstal-Gartenschau 2019. 16 Orte beteiligten sich daran und konnten sich somit auf eine individuelle Weise präsentieren. Die Stadt Schwäbisch Gmünd entschied sich am Aussichtspunkt Lindenfirst für einen ca. 10 Meter hohen Lindenturm. Das besondere daran, die Holzkonstruktion dieses Bauwerks windet sich um einen alten Lindenbaum. Auf zwei Ebenen bieten sich in Wohnzimmeratmosphäre herrliche Ausblicke auf die Stadt, die Dreikaiserberge und das Remstal. Leider war der Treppenaufgang zur oberen Ebene geschlossen, dies sei pandemiebedingt, so die Auskunft der Touristeninformation. Ebenso schade für das ganze Erscheinungsbild, dass die ehemals weißen wallenden Vorhänge an der oberen Etage nur noch, wenn überhaupt, als vergilbt-vergraute unschöne Lappen herunterhängen.

Die Sicht nun von Osten her bis auf den Fernsehturm auf dem Rosenstein, über den Gaskessel am östlichen Stadtrand, der Stadtmitte mit Kirchen, Klöstern, Türmen, Stadtmauerring und den neuzeitlich entstandenen Bauten, über die Kaiserberge bis zum westlichen Stadtrand ins Remstal.

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Da sich der Besucherstrom derzeit somit wohl in Grenzen hält, nutzen einige Mitmenschen diesen Ort augenfällig wohl als Entspannungs- und Freizeitort. Verpackungsmüll von Lebensmitteln, Getränkeflaschen und -becher, Rauchwaren und noch so allerhand anderen Müll findet sich rund um den Turm. Dabei wurde doch extra ein Mülleimer und dieses nette Mahnschild aufgehängt – aber dieses Problem kenn wohl jede Kommune auch an anderen Stellen.

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Noch eine kleine Anmerkung zu diesem Berg: Die Stadt feiert normalerweise im Sommer (coronabedingt sieht dies die letzten beiden Male etwas anders aus) sogenannte Altersgenossenfeste. Dazu veranstalten die Jahrgangsvereine an Samstagen in Folge sogenannte 40., 50., 60., 70. und 80. Feiern mit Festumzug und Gesang vor der Johanniskirche. Dazu erschallt aus der Turmstube die Hymne der Altersgenossenvereine „Grüß di‘ Gott Alois“. Ebenso donnern vom Lindenfirst aus stadteigenen Kanonen nach dem feierlichen Gottesdienst und zu Beginn des Festumzuges Salutschüsse für die Jubilare.

Desweiteren kann noch erwähnt werden, dass sich am östlichen und westlichen Ende der Stadt jeweils die Einfahrten zum 2,2 km langen Gmünder Einhorn-Tunnel befinden, der seit 2013 die Stadt vom immerwährenden Verkehrsstau befreit. Der Besucher auf dem Lindenfirst befindet sich genau in der Mitte des Tunnels, ca. 150 Meter darüber. In Sichtweite des Lindenturms steht der 30 Meter hohe Abzugskamin auf einem 127 Meter tiefen Abluftschacht. Nebenbei noch der allerhöchste Turm, den die Gmünder in ihrer 859-jährigen Stadtgeschichte je bauten.

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Ein netter kleiner Rundgang den ich hier oben letzte Woche tätigte. Der Lindenfirst liegt direkt am Limes-Wanderweg und dem Remstalweg. Entweder man wandert vom Bahnhof Schwäbisch Gmünd hier herauf oder man fährt direkt in den Stadtteil Rehnenhof und parkt vor dem Bier- und Jagdmuseum, durch einen Wegweiser gelangt man durch ein kurzes Waldstück ebenso zum Turm.

Nun liebe Naturliebhaber, macht euch auf zur kleinen Wanderung, lasst die Seele baumeln, das Auge weit blicken, Ruhe genießen – über den Unrat müsst ihr einfach hinwegschauen oder ihr sammelt ihn ein – auf jeden Fall ist auch dieser Blick auf die Stadt und das Umland sehenswert! Allerdings nur im Stehen, auf den Ruhebänkchen mit Blick ins weite Land hat man inzwischen nur noch Blick auf Sträucher und Gebüsch :))

Lieben Gruß, Karin

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Flohmarkt im Hof

Bücher, CDs, Filme, Kleidung, Schuhe, Modeschmuck, Geschirr und Glaswaren, kleine Elektrogeräte, Puzzles, Gesellschaftsspiele, Spielwaren und vieles mehr wurde letzten Samstag bei uns zu Hause zu Schnäppchenpreisen oder gar umsonst angeboten.

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Zusammen mit Familienangehörigen veranstaltete ich den Flohmarkt. Dazu verteilte ich in der Stadt einige Aushänge, in den sozialen Medien wurde inseriert und in unserer Straße warf ich kleine Handzettel in die Briefkästen. Kostenlose Werbemaßnahmen, dazu kostenlose Standgebühr – bei den Massen unseres Angebotes wollten wir so viel Profit als möglich erbeuten. Final sagten mir dann 4 Standbetreiber ab, die zuvor Interesse angemeldet hatten. Somit hatten wir reichlich Platz auf unserem weitläufigen Gelände.

Da das Wetter die Wochen über nicht so richtig mitspielte und man fast täglich Rudi Carrell’s Kassenschlager „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ aus dem Jahr 1975 hätte trällern können, hatten wir punktgenau am Samstag ein Traumwetter. Blauer Himmel, Sonne, etwas Brise, nicht zu heiß – perfekt! Am Tag zuvor noch schüttete es wie aus Kübeln und ich brauche wohl nicht erwähnen, dass auch der folgende Sonntag nur verregnet war. Ja, mit dem Wetter hatten wir Glück. Wahrscheinlich nutzten dies auch die Lorcher, machten Ausflüge, betätigten sich im Garten, waren vielleicht schon auf Urlaubsfahrt, besaßen eventuell alle selbst viel zu viele Flohmarktartikel – auf jeden Fall war die Besucherzahl sehr überschaubar. Einige Nachbarn kamen und somit lernte ich diese kennen, was mich sehr erfreute. Dazu mir gänzlich Unbekannte oder liebe Freunde und Bekannte.

Auch untereinander kauften, verschenkten oder tauschten wir Waren. Außerdem herrschte den Tag über einfach eine schöne entspannte Atmosphäre. Rumlungern, ausruhen, mit der Familie zusammen zu sein, tratschen, erzählen, Würstchen grillen und Kaffeetrinken.

Wie bereits erwähnt, verschenkten wir auch viele Dinge und zum Schluss packten wir die Gelegenheit am Schopf und überwanden uns, wenn auch schweren Herzens, einige Gegenstände einfach wegzuwerfen. Somit mistete eine jede nochmals kräftig aus um Platz zu schaffen für weitere Ausmistaktionen. Im Gespräch sind bereits weitere Verkaufsveranstaltungen, denn über ein kleines zusätzliches Taschengeld freuen wir uns alle natürlich sehr! Ihr werdet davon lesen.

Bis dahin, schafft Platz in eurem Heim, befreit euch von Ballast, räumt und sortiert aus und bereitet somit anderen Menschen mit euren Schätzen eine Freude!

Grüßle Karin

Kalimera und Jammas

das waren wohl die meist gebrauchten Vokabeln in meinem diesjährigen Sommerurlaub, den ich zusammen mit zwei Freundinnen auf der griechischen Insel Zakynthos verbracht habe.

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Wohlbemerkt die Begrüßungsformel eher bis zum Mittag und wann immer die Gläser gegeneinanderklitten… Jammas! Und das taten sie wirklich oft!

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Gleich zu Beginn muss ich bezüglich Zuprosten etwas aufklären. In jedem Restaurant bekamen wir nach dem Essen auf Kosten des Hauses einen Nachtisch serviert. Kuchen, Eis oder eine Crème, je nach dem. Die bräuchliche Sitte nach dem Essen einen Schnaps zu erhalten, scheint wohl eine typische deutsche Tugend zu sein.

Doch nun sollte ich vielleicht einmal von Vorne beginnen. Das Eiland ist die zehntgrößte griechische Insel, ist 40 km lang und 20 km breit und der Hauptort heißt ebenso Zakynthos. Von Stuttgart aus, landet man im Direktflug nach 2,5 Stunden Flugzeit auf dem internationalen Flughafen Zakynthos Dionysios Solomos.

Der Flug über die Alpen, den Dolomiten und der Anflug auf die Insel war mit Fensterplatz auf der richtigen Flugzeugseite ein tolles Erlebnis.

Die Einreisekontrolle aufgrund der Coronabestimmungen hatten wir flugs hinter uns gebracht und unser Abholservice brachte uns aufgrund der kurzen Strecke auch schnell zu unserer Unterkunft. Abschließend lässt sich noch erklären, dass Zakynthos zu den durch Erdbeben meist gefährdeten Gebieten Griechenlands zählt. Das konnten wir in der einen Woche Aufenthalt am eigenen Leib erspüren. Durch stetiges Rütteln meiner metallenen Bettstatt wurde ich mitten in der Nacht geweckt. Aufgeschreckt, von der Matratze gehüpft, die Lauscher gespitzt ob noch mehr nachkommt oder meine beiden Mitbewohnerinnen unserer kleinen Maisonettwohnung ebenfalls aus dem Schlaf gerüttelt wurden. Doch es blieb alles ruhig, solche Situationen kannte ich schon aus dem Libanon, somit wieder zurück ins Bett und weitergeschlafen. Schlafen – dies habe ich, nur so am Rande vermerkt, bestimmt schon Jahrzehnte nicht mehr so gut wie in dieser einen Woche.

Das Bett war perfekt, die Klimaanlage von der Lautstärke und der Einstellung ideal – ich war meist die Letzte, die die Wendeltreppe hinunter ins Wohnzimmer trappte und die beiden Damen schon draußen im Garten beim Kaffeetrinken vorfand. Dabei hatte ich im Vorfeld schon den Ruf: „Karin steht mit den Hühnern auf!“ Dabei wurden wir jeden Morgen durch die beiden Esel des Nachbarn mit laut vernehmlichem Duettgesang begrüßt.

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Ihr seht, fernab von touristischem Lärm, eingebettet in der Natur mit Blick auf die Anhöhe oder atemberaubender Sicht aufs Meer mit gigantischen Sonnenaufgängen. Diese jedoch nicht von mir abgelichtet, wie gesagt, hab geschlafen :))

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Blick vom Schlafzimmerbalkon


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Blick aus dem Schlafzimmerfenster


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Die Aida kreuzt

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Unsere Gasteltern wohnten nebenan und kümmerten sich sehr rührend um uns. Besondere Orte und Restaurants wurden empfohlen, Reservierungen wurden veranlasst, zur Autovermietung gefahren, begleitende Hilfe für den Schnelltest zur Ausreise geleistet usw. Wir wurden umsorgt mit frischen Tomaten und Melone aus dem Garten, griechischer gekochter Hausmannskost wie gefüllte geschmorte Paprika und Moussaka, gebackener Kuchen und an den Orangen konnten wir uns bedienen so oft wir wollten.

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Am Terrassentisch den Arm ausgestreckt und schon lag die super süße saftige sonnengereifte Frucht in den Händen. Sonne – mehr als genug – konnten wir dort Anfang Juli genießen. Manches Mal für mich etwas zu heiß, so dass ich mal einen Tag Auszeit von Unternehmungen und Strand benötigte. Ansonsten waren wir stetig mit unserem kleinen Leihauto unterwegs, klapperten die verschiedensten Strände ab und machten Ausflüge.

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Die Strände sind alle öffentlich zugänglich. Es gibt Unterschiede an der Benutzung. Manches Mal ist alles frei, oder man trinkt an der Bar ein Getränk und bekommt im Gegenzug Liegestuhl und Schirm frei. Dann wieder kosten zwei Liegestühle und Schirm 10 Euro – total verschieden. Sonnenschirm ist unserer Meinung auf jeden Fall ein Muss. Oftmals gibt es nirgends ein Schattenplätzchen oder keine vorhandenen Schirme. Nimmt man also im Gepäck keinen Schirm mit, dann wäre es ratsam gleich zu Beginn in den vorhandenen Strandausstattungsshops sich einen billigen Schirm für die Dauer des Urlaubs zu kaufen, diesen ins Auto packen und somit ist man unabhängig. Dasselbe übrigens auch mit einer Strandmatte. Sollte man sie zum Draufliegen nicht benötigen, dient sie als Sonnenschutz hinter der Windschutzscheibe des Autos.

Hier nun eine Auswahl einiger Strandabschnitte und schöne Meerausblicke

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Auch Ausflüge unternahmen wir, malerische Landschaften wurden entdeckt und natürlich musste auch eingekauft werden.

Die Insel bekam für mich den Beinamen „Olivenbauminsel“. Noch nie habe ich so viele Olivenbäume gesehen, vor allem alte, wie hier. Vereinzelt, knorrig und majestätisch und dann wieder im großen Rudel auf einer Plantage.

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Meine Freundin Birgit hatte während unserem Urlaub auch Geburtstag. An diesem Tag machten wir einen besonderen Ausflug zu zwei der größten touristischen Highlights der Insel. Wir fuhren mit unserem kleinen roten Flitzer, übrigens chauffierte uns Birgit während der ganzen Zeit flott, sicher und routiniert von A nach B, bis hoch zum nördlichen Kap Skinari beim Leuchtturm. Von dort führt ein kleines Sträßchen bergab zum Parkplatz einer Bootsanlegestelle. Mit dem Glasbodenboot ging es dann zu den blauen Grotten. Diese sind übrigens nur mit dem Boot zu erreichen. Entlang der Küste tummeln sich die verschiedensten Anlegestellen, unsere war die nächst gelegenste und preislich war sie unschlagbar – einschließlich dem Empfehlungsschreiben unserer Gastgeberin. Die See war ruhig an diesem Tag, kam mir super gelegen, hatte ich doch schon die größten Bedenken aufgrund meiner Seekrankheit. Die blauen Grotten sind eines der bekanntesten natürlichen Attraktionen des Landes, Motive davon finden sich auf fast jeder Postkarte wieder. Entdeckt wurden diese geologischen Formen im Jahre 1897, Wasserauswaschungen formen immer wieder neue Höhlen. Kleinere und größere Höhlen können z. T. ganz mit dem Boot durchfahren werden, jährlich werden tausende Besucher in ihren Bann gezogen. So auch wir. Die Wasserspiegelungen in allen erdenklichen Blautönen verleihen den Grotten den Namen. Birgit sprang vom Boot ins Wasser und genoss die Erfrischung.

Mit dem Glasboot zurück zur Anlegestelle und dem Überwechseln in ein größeres Boot ging es weiter zur nächsten Attraktion, der Schmugglerbucht mit dem Schiffswrack.

Aber mal ganz ehrlich unter uns, für mich hatte nun das Schiffswrack gegenüber dem Strand haushoch verloren, es interessierte mich nicht so sehr, außer dass es uns etwas Schatten spenden konnte. Der Strand ist der schönste von allen, weil es an ihm das allerschönste Wasser gibt, das ich je gesehen habe – ehrlich! Ok, hab noch nicht so viele Strände, Traumstrände dieser Erde gesehen, aber so müsste er sein.

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Doch wieder einmal der Reihe nach: 1980 wurde ein Schmugglerschiff, voll mit geschmuggelten Zigaretten aus der Türkei, von der Küstenwache verfolgt. Während ungünstigen Wetterverhältnissen erlitt es einen Motorschaden und lief auf Grund. Zwei Jahre später entschloss man sich, an dieser Strandbucht das Schiffswrack der Panagiotis kunstvoll zu installieren. Umgeben von 200m hohen Kalksteinfelsen ist der einzige Zugang zu diesem Strandabschnitt über das Meer. Das Wasser hat eine so unglaublich türkisene Färbung, die Bilder geben dies auf jeden Fall wieder.

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Leider ist der Strand mit Booten, ob klein oder groß, geradezu überfüllt, es wimmelt vor Menschen. Und dies bei diesen Temperaturen. Man sollte so wenig wie möglich Gepäck dabei haben, denn vom und aufs Boot geht es nur mit der Bootsleiter, immer in Kontakt mit dem Wasser. Dazu empfiehlt es sich, wie übrigens an anderen Stränden auch, feste Schwimmschuhe anzuziehen, denn der grobe Kies im Wasser kann bei Wellengang sonst sehr schmerzhaft für die Füße sein.

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Außerdem Sonnenschutz und Verpflegung. Auf den Booten und am Strand gibt es nirgends auch nur eine Wasserflasche zu kaufen. Aber der Besuch ist es wert!!! Für mich der absolute Höhepunkt! So ein Wasser, diese moderaten Wellen, die angenehme Wassertemperatur, einfach spitze! Übrigens habe ich nach dem Urlaub für die Recherche irgendwo gelesen, dass eine Bucht weiter ein ebenso schöner Strand mit türkisblauem Wasser ist, eben nur ohne Schiffswrack und somit unspektakulär – aber ruhig und ohne Massenauflauf. Beim nächsten Besuch wissen wir’s!

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Das waren die beiden Hauptattraktionen, es gebe noch weitere, doch eine Woche ist nicht allzu lange. Wieder an Land ging es auf einen kleinen Salat und einem Radler ins Restaurant, anschließend an einen Strand in der Nähe unserer Unterkunft. Nach dem Duschen und Herausputzen wurde am Abend in einer Taverne Birgits Geburtstag mit einem beeindruckenden Fischessen gewürdigt. Ein Barakuda lag da auf der Platte und ich hatte die Ehre ihn zu filetieren.

Leider fraßen uns die Fliegen unter dem Tisch bald auf und wir verließen die Taverne. Wohlgesättigt ging es noch in den benachbarten Touristenort auf einen Drink. Aufgrund des EM-Halbfinalspiels England-Dänemark waren in den Bars die Fernseher an, viele Besucher waren nicht wirklich anwesend und somit gab es nicht viel zu kucken, aber wir ließen uns die Cocktails trotzdem schmecken. Jammas!

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Ein weiteres Plantschvergnügen war das Bad an der Xigia Beach, da diese an einer Schwefelquelle liegt. Man sah noch keinen Strand, nur riechen konnte man ihn aus einigen hundert Metern Entfernung, wie faule Eier. In früheren Zeiten als ruhiger Geheimtipp, erwies sich dies selbst bei noch niedrigen Besucherzahlen als Gewimmel und Gewusel.

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Am Wasser selbst roch nichts unangenehm. Nur ist es ratsam, ältere Badebekleidung zu tragen, das diese auch nach dem Waschen noch riechen könnte. Auch mit Silberschmuck sollte man vorsichtig sein, da sich dieser verfärben könnte. Im klaren Wasser befinden sich immer wieder größere Felsbrocken, auch hier sind die Gummischuhe wieder von Vorteil. Aber was macht Frau nicht alles für die Heilwirkung dieses Wassers!

Auf dem sehr kleinen Strandabschnitt versuchte jeder, ein bisschen Schatten abzubekommen, die die Felsen abwarfen. Liegen und Schirme waren natürlich belegt. Letztendlich setzten wir uns nach dem ausgiebigen und erfrischenden Bad nur hin und machten uns dann wieder auf den Weg, die 50 Treppenstufen aufwärts.

Wie bereits immer wieder vermerkt, wurde auch viel auswärts gegessen. Hatte einige Salate, viel verschiedenen Fisch, auch mal Hähnchen und den klassischen typischen einheimischen Kaninchenschmorbraten. Alles war lecker und ab und an gab es auch einmal ein Foto von uns Dreien am Tisch.

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Ein besonderes Augenmerk möchte ich auf den „National Marine Park von Zakynthos (NMPZ) lege. Dessen Ziel ist es, die Tier- und Pflanzenwelt sowie deren Lebensräume zu schützen und zu erhalten. Das Naturerbe soll bewahrt werden und das ökologische Gleichgewicht der Meeres- und Küstenbereiche verschiedener Buchten der Insel unter gleichzeitiger Berücksichtigung menschlicher Aktivitäten in Einklang zu bringen.

Auf dem Gebiet des Parks befindet sich eine der wichtigsten Kolonien der Unechten Karettschildkröte im Mittelmeer. Ebenso der durch das Aussterben bedrohten Mönchsrobbe, unzähliger Zugvögel sowie Flora, Dünen und Seegraswiesen.

Daher sind an einigen Stellen große Aufklärungsplakate aufgestellt und an den Strandabschnitten sind über den Schildkrötengelegen Schutzkäfige gestellt. Einige benachbarte Inseln sind für eine Überfahrt komplett gesperrt, da sich auch dort Schutzgebiete befinden.

Zum Abschluss unseres Urlaubes musste ich noch nach Zakynthos Stadt um einen Schnelltest für die Einreise nach Deutschland zu absolvieren. Wir nutzten somit die Gelegenheit für einen kleinen Stadtbummel und um einige Souveniers zu kaufen. Besonders viel haben wir nicht gerade gesehen, aber der Fußgängerbereich war schon schön anzuschauen.

So, das war’s. Ein schöner sonniger Urlaub ging zu Ende, das kühle und regennasse Deutschland erwartete uns. Fast faules Nichtstun, viel Lachen, Neckereien, tiefgründige Gespräche, gutes Essen und Trinken durften wir erleben.

Adio bis demnächst, Karin

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Das Limestor bei Rainau-Dalkingen

Vor über 40 Jahren wurde am Limes bei Rainau-Dalkingen im Ostalbkreis, ein rätselhafter Baukomplex ausgegraben. Spuren von Türmen, Sperranlagen und Gebäuden mehrerer Bauphasen wurden gefunden. Seit diesen Forschungen ist der Fundplatz als „Limestor Dalkingen“ bekannt. Einzigartig auf diesem Limesabschnitt ist, dass ein Übergang mit einem Bogen gestaltet wurde. Das Unesco-Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes durchzieht auf einer Länge von ca. 6 km das Gebiet der Gemeinde Rainau mit seinen Ortsteilen Buch, Schwabsberg und Dalkingen. Auf dieser Strecke haben sich einige der schönsten Teilstücke und Denkmäler des Limes in einer einmaligen Konzentration erhalten. Ob Wachtürme, Limestor, Römerbad oder Kastell, an allen Sehenswürdigkeiten befinden sich Infotafeln, an denen sich der Besucher orientieren kann. Über mehrere Parkplätze und einem 11 km langen Rundwanderweg kann die Geschichte der Befestigungsanlage erlebt werden. Eingebettet in den Limes-Park Rainau entstand somit ein attraktives Freizeitangebot, zumal sich der Bucher Stausee ebenfalls in der Nähe befindet.

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Mich interessierte am Wochenende explizit jedoch nur das Limestor. Zusammen mit meiner Freundin Birgit machte ich mich auf den Weg. Bereits am Eingang zum Parkplatz wird man im Reich der Römer begrüßt und eine große Infotafel klärt den Besucher über den Limes-Park Rainau auf.

Vom Parkplatz aus, geht es entlang der „Teufelsmauer“ eine geteerte kleinen Anhöhe hinauf, somit rollstuhl- und kinderwagenfreundlich, zum eigentlichen Besuchermagnet. Entlang dieses Weges wurde eine Hecke gepflanzt, genau auf den Fundamenten der ehemaligen Steinmauer. Die Begriffserklärung „Teufelsmauer“ könnt ihr der Infotafel entnehmen. Wir befanden uns somit auf ehemaligem römischen Boden, jenseits dem Land der „Barbaren“.

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Und dann steht man auch schon vor dem riesigen Schutzhaus, welches die Überreste des ehemaligen Tores umhüllen.

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Mitten auf einer Anhöhe schön ruhig im Grünen mit imposanten Ausblicken in alle Richtungen, bis nach Heubach zum Rosenstein mit seinem Fernmeldeturm. Strategisch wieder einmal genial gewählt – wie immer zu damaligen Zeiten. Ruhebänkchen mit Blick auf den Glasbau runden das Ganze ab.

Um die Ruine vor wechselnden Witterungseinflüssen zu schützen, wurde sie im Jahr 2010 mit einem gewaltigen Glaskubus umhüllt. 23 Meter breit, 21 Meter lang und mit einer Höhe von 7-16 Metern bietet es der original römischen Bausubstanz dauerhaften Schutz.

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Im Inneren fällt sofort der abgehängte Stoffkubus auf, dieser gibt im Verhältnis 1:1 die architektonischen Besonderheiten des ehemaligen Limestors wieder. Leider kam nur von der Rückseite ein brauchbares Foto heraus. Die Vorderseite ist auf dem Bild mit dem Glaskubus zu erahnen.

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Hier ist die Ruine des monumentalen Bogens, dessen Entstehung mit dem Germanenfeldzugs des Kaisers Caracalla (213 n. Chr.) in Verbindung gebracht wird. Bei den Ausgrabungen wurden außerdem Reste einer bronzenen Kaiserstatue gefunden, die heute im Limesmuseum in Aalen bestaunt werden kann.

Doch nun endlich die Aufnahmen der steinernen Überreste. Eigentlich fehlt am Eingang eine Erhöhung, damit das Ganze von der Vogelpespektive betrachtet werden könnte. Meine Fotos halten sich somit in Grenzen.

Weitere Trasparente klären über den Limes auf und auch seiner Entstehung von den Anfängen eines einfachen Holzturms mit einem Flechtwerkzaun bis zur gemauerten Prunkfassade, die jedoch dann 233 n.Chr. einem Brand zum Opfer fiel und nicht mehr aufgebaut wurde.

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Desweiteren ist ein Römischer Meilenstein ausgestellt, das Original kann ebenfalls im Limesmuseum in Aalen besichtigt werden.

Dem legendären Kaiser Caracalla wurde natürlich auch ein Denkmal gesetzt. Eigentlich hieß er mit vollem Namen Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla bedeutet übersetzt Kapuzenmantelmann. Stets trug er einen weiten keltischen Mantel mit Kapuze, der um ihn wehte. Ansonsten hatte er nicht den besten Ruf, galt er als Tyrann und blutrünstig. So erstach er z. B. seinen Bruder, um keinen weiteren Rivalen für den Thron zu haben. Er selbst wurde kurz nach seinem 29-jährigen Geburtstag erstochen.

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In diesem Glashaus war es heiß, keine Öffnung an der gegenüberliegenden Tür, die Sonne brannte aufs Glas – es wurde Zeit zu gehen. Zu erwähnen bleibt noch, dass der Eintritt frei war, auf dem beschriebenen Parkplatz ebenso, eine Aufsichtsperson anwesend war und laut Coronaverodnung vorhandene Besuchszettel ausgefüllt werden mussten. Die Öffnungszeiten variieren derzeit, vor einem geplanten Besuch bitte aktuell abfragen.

Es wurde Zeit zum Mittagessen, wir beratschlagten, dass wir am Bucher Stausee beim dortigen Imbiss direkt am See etwas essen würden. Das „Naherholungsgebiet Rainau-Buch“ ist mit seinen 60 ha eines der größten seiner Art in Nord-Württemberg. Schwimmen, spielen, segeln, surfen, wandern, Tretboot fahren, radeln, inlinern, sonnenbaden… und dies bei freiem Eintritt! Parken und der Toilettengang muss bezahlt werden. Somit bitte an Kleingeld denken.

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Wir ergatterten auf der ins Wasser vorgelagerten Terrasse noch ein super Schattenplätzchen, aßen wirklich gut, beobachteten die Wassersportler und weitere Gäste – nach der langen Coronapause kam ich mir vor wie in einem anderen Leben.

Beim anschließenden Verdauungsspaziergang entlang des Sees trafen wir nicht nur auf sonnehungrige Mitmenschen. Diese beiden kamen ganz zutraulich und hoffnungsvoll schnatternd auf uns zu. Leider gab es für sie keinen Leckerbissen.

Wir zwei ließen uns an den Sitzgelegenheiten noch etwas am Ufer nieder, beobachteten die Badenden und prosteten uns zu.

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Auf unseren nächten Urlaub,

sonnige Grüße Karin

Pflanzentauschbörse

Vielleicht erinnert ihr euch daran, als ich im März 2019 von einer Pflanzenadoption schrieb Eine andere Art der Adoption. Nun hat die Stadt Schwäbisch Gmünd, genauer gesagt das Stadtteilzentrum Ost, eine kostenlose Pflanzentauschbörse ins Leben gerufen. Erfahren habe ich davon, wie so oft, aus der hiesigen Gmünder Tagespost. Ich hoffe dass ich für diese tolle Sache den folgenden Artikel hineinkopieren und teile aus dem Text hier wiedergeben darf.

Eine prima Sache um Ressourcen einzusparen, gleich ob Geld oder Zeit. Auch kommt man somit an außergewöhnliches Pflanzgut oder probiert auf diesem Wege fremderscheinendes Grünzeugs aus. Und dies ohne weitere Verpflichtung.

Kontaktarm, unter Beachtung der derzeitigen Coronavorsichtsmaßnahmen, können momentan zu bestimmten Zeiträumen Pflanzen einfach abgegeben und/oder abgeholt werden. Die nächsten Termine sind somit vom 15.-18. Juni, 15.-18. Juli, 15.-18. September und letztendlich vom 15.-18. Oktober.

In der Buchstraße 145/1 steht unübersehbar im gemütlich gestalteten Garten ein Selbstbedienungsregal, an diesem können die Pflanzen abgestellt oder entnommen werden.

Bei Gelegenheit bitte auch einmal die vorhandenen Pflänzchen kontrollieren ob sie gut mit Wasser versorgt sind, ansonsten bitte mit den bereitgestellten Gießkannen wässern.

Zugelassen sind alle möglichen Arten von Gewächsen. Zimmerpflanzen, Stauden, Gehölze, Stecklinge, Aussaaten, Blumenzwiebeln, Sämereien oder selbstgezogene Jungpflanzen – das Repertoire kennt wohl kein Ende. Dass die Pflanzen gesund und ohne Schädlinge sein sollten versteht sich beim Pflanzenliebhaber wohl von selbst.

Als ich im Mai voller Neugier das Angebot wahrnahm, kam gerade ein Hobbygärtner vorgefahren und entlud sein voll beladenes Auto mit allen Arten von Tomatenpflanzen. Die Töpfchen schön beschriftet mit Farbe und Größe der fertigen Nachtschattengewächse. Da fanden sich rote Cocktailtomaten zwischen roten, grünen und orangenen Tomaten, Fleischtomaten u.v.m. Zögerlich nahm ich mir auch einen Setzling, dazu noch Samentütchen und eine Pflanze. Inzwischen wurde ich auf privatem Weg durch diese Tauschbörse reich beschenkt. Gartenprimeln, Hyazinthen, Erdbeeren, Bärlauch und so manches schöne Blümlein und Kräutlein durfte in unseren Garten umziehen. Vielen tausend Dank kann ich da nur sagen!

Eigentlich hab ich mit dem Gärteln ja nicht so viel am Hut, bediene mich jedoch sehr gerne an dem reichhaltigen Kräuterangebot auf der Wiese und freue mich über jedes essbare Kräutlein oder Blümchen, welche mich anlächeln. Es versteht sich von selbst, dass ich beim nächsten Tauschtermin im Gegenzug einiges aus unserem Hof und Garten dort ins Regal stellen werde. Vielleicht kann dann auch ich das Herz einer Gärtnerseele aufblühen lassen.

Somit, macht euch auf zur Runde durch euren Garten, dem Balkon, der Wohnung – vielleicht steht irgendwo ein Gewächs, welches ihr jemand anderem überlassen möchtet und holt euch frisches Grün aus dem Regal ins Heim.

Bis übernächste Woche bei der Selbstbedienung,

eure Karin

Was duftet hier gar so fein?

An einem Sonnentag im Wonnemonat Mai,
streifte ich am Waldrand ganz in der Nähe vorbei,
bewundernd und staunend ich betracht,
was die Natur schon hat daraus gemacht
.

Da auf einmal, mich erfasst eine Wolke von Duft
den ich bis heute nie empfinden und einatmen durft,
mir verschlägt es fast den Verstand,
was der Wald hat hervorgebracht im Frühlingsgewand
.

Neugierig bin ich herangetreten bei schönem Wetter,
es leuchtet vor mir ein breites Band von grünen Blättern,
zwischen drin lugen weiße, zarte Blüten hervor,
betörender Geruch durchdringt meine Nase bis zum Ohr
.

Er ist von besonderer Frische, ein ätherischer Duft,
ich kann wieder frei atmen, bin nicht mehr verschnupft,
ich komme langsam zur Ruhe und kehre ein
es kann nur „seine Durchlaucht „ der Bärlauch sein!

Johann Forster

Genau so war auch mein Erlebnis, nur dass dies noch im April geschah. Durch meine 25-jährige Abwesenheit aus Deutschland in dieser besonderen Jahreszeit hatte ich nie Gelegenheit, dieses Kräutlein kennenzulernen. Nachdem ich nun im Garten ein Pflänzchen eingesetzt habe und auf reichhaltige Vermehrung warte, hat Joachim durch einen Bekannten den ultimativen Tipp erhalten. Ein Waldstück mit reichlich Vorkommen, wie ihr an diesem Foto erkennen könnt. Diesem dichten, fein und edel nach Knoblauch duftendem Teppich des Gesundheitskrauts, kann ich bestimmt nicht zur Gefahr werden.

Vom Fieber gepackt und die Geschmacksknospen sensibilisiert, war ich nun schon zwei Mal dort, um eine Haushaltsmenge zu ernten. Zunächst mit etwas viel Skepsis und Bedenken, da die hochgiftigen Doppelgänger Maiglöckchen und Herbstzeitlose wohl zum Verwechseln ähneln. Doch am besten erkundigt ihr euch selbst, worin die Unterscheidungsmerkmale liegen, wir haben alles richtig gemacht, sonst hätten wir bestimmt kein zweites Mal ernten können :))

Momentan beschenkt uns die Natur mit so vielen gesunden Kräutern, zum Glück wächst bei uns im Garten schon sehr vieles, was sich zu Salat und Pesto verarbeiten lässt, doch Bärlauch hat es ganz besonders in sich:

Am würzigsten ist der Bärlauch noch vor der Blüte, weshalb mancherorts bereits schon im März geerntet werden kann, doch auch zur Blütezeit ist er durchaus noch schmackhaft, auch die kleinen weißen sternartigen Blüten sind essbar. Geerntet wird er, indem man möglichst von einer Pflanze bodennah immer nur 1 Stängel abschneidet. Ziemlich mühselig das ganze, jedoch kann man so schon selektieren, indem man keine schadhaften Blätter abschneidet und wirklich auch nur Bärlauch erwischt und somit dem Pflänzchen dann die Möglichkeit gibt, wieder erneut auszutreiben.

Bis auf diese Weise 500 Gramm zusammen sind, dauert es etwas. Zwischendurch immer mal wieder den Standort wechseln und somit den Rücken durchstrecken und tief einatmen um den ätherischen Ölen die Gelegenheit zu geben, unsere Nase und Lungenflügel zu durchwabern.

Die Wunderpflanze gilt als starkes Heilkraut. Der Bärlauch kann Ablagerungen in den Blutgefäßen abbauen, hält die Arterien elastisch, senkt Blutdruck und Cholesterin, er wirkt gegen Arteriosklerose, beugt Herzinfarkt und Schlaganfällen vor, bringt den Darm ins Gleichgewicht und hilft bei Husten, Asthma und Bronchitis. Durch seine Schwefelverbindungen wirkt er entgiftend, stärkt das Immunsystem und ist desinfizierend, wirkt sich bei äußeren Anwendungen günstig auf Hautausschläge aus. Er enthält außerdem Senfglykoside, Vitamin C, Minerale, Eisen, Magnesium.

Und das allerbeste daran: er schmeckt einfach super!!! Verarbeitet in Pesto, Suppe, Butter, Pfannkuchen, Quiche, in Salaten oder aufs Brot… die Verarbeitung kennt wohl keine Grenzen. In ein feuchtes Tuch und einer luftdichten Box hält er sich ein paar Tage im Kühlschrank, Erfahrungen über das Einfrieren kann ich erst nächstes Jahr zum Besten bringen. Übrings hat man nach dem Genuss im Gegensatz zu Knoblauch am nächsten Tag keine „Fahne“. Desweiteren sollte Frau während der Schwangerschaft aufpassen, da frischer Bärlauch im Verdacht steht, eine Fehlgeburt auszulösen.

Wir haben ein leckeres Pesto mit Olivenöl, gerösteten Pinienkernen, Parmesan, Meersalz, etwas Chili und Fetakäse gezaubert, ebenso ein leckeres Kartoffel-Bärlauch-Süppchen, sie im Pfannkuchenteig mit verewigt und Weiteres wird folgen.

Nun geb ich euch den Rat, macht euch auf in Wald und Feld, schnuppert nach dem unverkennbaren Duft, haltet Augen und Sinne offen oder sucht im Fachmarkt nach dem einen oder anderen Bund Bärlauch. Aber bitte schaut euch jedes Blatt einzeln an, damit euch auch ja nichts passieren möge!

In diesem Sinne, bleibt gesund, Gruß Karin

Das Spiel mit den silbernen Kugeln

So nennen einige Mitmenschen die beliebte Kugelsportart „Boule“, wenn sie nicht auf die Schnelle auf den Begriff dieser Freizeitvariante des Kugelsports kommen. Wir haben das Spiel während unserer Kinshasa-Zeit kennen und lieben gelernt und seitdem sind wir im Besitz eines kleinen schweren schwarzen Köfferchens. Zu den verchromten Metallkugeln reiht sich die Zielkugel, „Schweinchen“ genannt, bei uns in dezentem grau da man dies im Gras besser sieht und keine andere Farbe im heimischen Fundus zur Auffrischung verfügbar war, ein Maßband und die super praktischen Magnetbänder zum leichteren Aufheben der Kugeln. Ein alter Lappen zum Abwischen derselben ist manches Mal ebenso sehr hilfreich, da sich kleine Steinchen in die Markierungsrillen setzen können oder die Hände an einem warmen Tag etwas feucht sein könnten.

Boule wird oft gleichgesetzt mit dem französichen Pétanque, dem italienischen Boccia oder dem britischen Bowls. Tatsächlich hat jedoch jeder Sport abgewandelte Spielregeln und auch Erscheinungsformen der Kugeln. Das bekannte Curling und auch der Stocksport ist unserer Variante ähnlich.

Bereits 460 v. Chr. gab es erste Hinweise auf ein Spiel mit Steinkugeln, im 2. Jh. n. Chr. fanden sich im Römischen Reich ebenso Hinweise und daraus entwickelte sich das spätere Boccia und Boule Lyonnaise. Die Anfänge der britischen Variante Bowls lassen sich bis ins London des 12. und 13. Jhdr. zurückverfolgen.

Ja, und nun wird im Jahr 2021 in Lorch Boule gespielt. Die letzten Jahre immer auf unserer Wiese, da diese jedoch komplett umgeackert, aufgeschüttet und neu eingesät wurde, ist dies derzeit leider noch nicht möglich. Durch meinen letzten Ausflug Der Park am alten Bahndamm in Böbingen kam ich dann mit dem Spiel wieder in Berührung und am schönen sonnigen Sonntagmorgen überzeugte ich den Göttergatten zu einem 1km Fußmarsch gen Bahnhof um dort auf dem Sandplatz eine Partie zu spielen.

Leider ist die Anlage nicht eben, die Splittverteilung lässt etwas zu wünschen übrig, sodass es immer mal wieder vorkommt, dass ein größeres Steinchen die Kugel in eine ganz andere Richtung rollen lässt als gewünscht. Aber all diese Dinge lassen dann das Spiel auch wieder spannender erscheinen und ruckzuck sieht die Rangführung ganz anders aus als zu Beginn – so wie es dann bei uns auch geschah.

Das Los entscheidet, wer beginnt. Nun gilt es, mittels Abwurfmarkierung dem zuvor geworfenen Schweinchen mit der Kugel so nah als möglich zu gelangen. Dabei darf auch das Schweinchen mit verrückt werden oder eine gegnerische Kugel weit ins Abseits geschossen werden. Pech, dass sich unser graues Schweinchen sehr schwer vom grauen Belag abhebt. Eine Farbänderung ist dringend nötig.

Dies probieren dann auch reihum die anderen Mitspieler.

Dann erfolgt der Wurf mit der zweiten Kugel, nun beginnt derjenige der am weitesten vom Schweinchen entfernt ist, dann folgen die anderen Spieler. Im Anschluss wird geschaut oder auch ausgemssen, wer am nächsten der Zielkugel liegt. Nun haben wir so ein praktisches Maßband und trotzdem misst man immer wieder doch nach altbewährter Methode aus der Kindheit…

So wird Runde um Runde gespielt bis ein Spieler die zuvor ausgemachte Punktzahl erreicht hat. Bei uns stand das Ergebnis fest, Jogi hatte haushoch gewonnen – wie immer, da ich einfach nicht zielen kann. Trotzdem gab es am angrenzenden Bahnhofskiosk ein Eis für mich und wir machten uns auf den Rückweg nach Hause.

Wen habe ich nun zum Spiel animiert? Viel Spaß – ich hab ihn dabei,

Gruß Karin

Der Park am alten Bahndamm in Böbingen

der anlässlich der Remstalgartenschau 2019 erschaffen wurde, ist immer ein Besuch wert. Dies habe ich nun an einem super sonnigen Samstag mit meiner Freundin Birgit festgestellt. Nach langen Wochen mit viel Arbeit und schlechtem Wetter lechzte ich geradezu nach etwas Natur in Verbindung mit Kultur und in Böbingen an der Rems fanden wir beides. Den kostenfreien Parkplatz direkt an der Landesstraße 1162 oder auch Rosensteinstraße genannt, zugleich die Verbindungsstraße von Oberböbingen nach Heubach, direkt nach dem REWE-Markt gelegen, kann man eigentlich nicht verfehlen.

Den Eingang säumt eine von mehreren Skulpturen, die sich in der Gemeinde Böbingen finden lassen und da ich mir überhaupt nichts unter dieser Parkanlage vorstellen konnte, war ich mehr als gespannt. Ein Übersichtsplan mit den verschiedenen Stationen klärt den Besucher auf und ich war sehr erstaunt, dass sich vom REWE bis zum Seniorenzentrum auf einer Fläche von 5ha die verschiedensten Attraktionen befinden. Die Bezeichnung „alter Bahndamm“ deshalb, da entlang dieses Areals und dem Gebiet um den Klotzbach von 1920-1975 die Bahnstrecke der „Heubachbahn“, zwischen Unterböbingen und Heubach, verlief.

Gleich zu Beginn, neben der Schutzhütte vom Waldkindergarten, steht eine Baumscheibe. Die Eiche war 200 Jahre alt und aufgrund ihres Gesundheitszustandes musste sie gefällt werden. Auf ihren Jahresringen wurden farbige Markierungen gesetzt und prägnanten Geschichtsereignissen gegenübergestellt. Da gilt es doch zu überdenken, ob wir in unseren Gesichtern zu jeder Falte die Entstehungsgeschichte festhalten sollten? :))

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Auf dem weiteren Weg reihen sich einige schöne Holzstümpfe mit Schnitzereien.

Übrigens ist das ganze Gelände kinderwagen- und seniorenfreundlich. Nicht nur Blumenbeete, Sträucher, Bäume und Wiesen sondern auch Spielgeräte zum aktiven Mitmachen für die Kleinsten und die Großen. Hier ein Drehpuzzle und eine Kugelbahn, nebenan am umfunktionierten Kaugummiautomaten kann man gegen ein geringes Entgelt die Kugeln erwerben.

Märchenhafte Fotomotive ergeben sich wohl immer, wenn Wasser, Sonne und Grün in Verbindung stehen

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Ein besonderes Highlight der Remstalgartenschau 2019 war das Architekturprojekt „16 Stationen“. 16 Gemeinden entlang der Rems gestalteten eine weiße Station. Böbingen entschied sich für das „weiße Fenster“, welches sich mitten im dichten Wald öffnet und ein kontraststarkes Raumerlebnis bietet.

Da auf der Blumenwiese gerade das Lieblingsmodell meiner Sitzgelegenheit frei wurde, entschieden wir uns für ein kleines Päuschen. Der richtige Durstlöscher war ebenso dabei wie tiefsinnige und humoristische Gespräche und dies musste unbedingt festgehalten werden – natürlich nicht ohne die Blumenwiesen zu vergessen!

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Im Bereich des Seniorenzentrums ändert sich das Mitmachangebot etwas. Ausblicke auf den Rosenstein, Riesenflipper, Seniorengarten, Sportgeräte, überdachte Sitzgelegenheiten, Leseecke mit Bücherschrank in der Telefonzelle, Kneippanlage mit vielen Liegesesseln, Blumenbeete u.v.m. Die Lage dieses Hauses ist doch wirklich traumhaft.

Ein ganz besonders delikates Objekt findet sich hier

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Der Weg zurück Richtung Ausgangspunkt wird abermals durch Kunstobjekte gesäumt. Leider hab ich keine Hinweisschilder gefunden.

Inzwischen nahmen die Parkbesucher immer mehr zu. Die coronabedingten Sicherheitsabstände wurden wohl gewahrt und es war sehr schön zu sehen, wie Jung und Alt ihren Spaß hatten, sei es am großen Spielplatz, dem Volleyballfeld oder der Boccia-bahn.

Und dann kam meine persönliche Rettung, wofür ich der Gemeinde so dankbar bin – ein richtig großes schönes festinstalliertes Toilettenhäuschen, rollstuhlgerecht und mit Wickelauflage!!! Endlich hat jemand daran gedacht, bei solchen Anlagen auch einmal an andere Bedürfnisse zu denken. Vielleicht liegt es auch am angrenzenden großen Veranstaltungsbereich und somit diese Anlage mehr als nötig ist oder auch daran, dass man die verwinkelten Ecken am Bach und Wald vor Verunreinigungen schützen wollte – kurz und gut – tagsüber hat das Häuschen geöffnet und ich war so dankbar. Imbiss- oder Getränkebuden waren keine geöffnet, klar – wegen Corona – doch REWE nebenan dürfte an solchen schönen Tagen dem einen oder anderen Besucher die Stunden versüßen.

Mehrere Zugänge zum Klotzbach lassen vor allem bei wärmeren Temperaturen das eine oder andere Herz und Füßchen lachen. Plantschen, platschen, ausruhen, sonnen, dem Wasser nachschauen und und und…

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Wie schon zu anfangs erwähnt, diese Anlage wird immer ein Besuch wert sein und es war mit Sicherheit nicht mein letzter. Die Verantwortlichen haben hier wirklich etwas sehr Schönes realisiert! Auch andere schöne Dinge lassen sich hier im Ort noch entdecken, wir dürfen gespannt sein…

Bis dahin, Gruß Karin

Naturschutzgebiet Weiherwiesen

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Auf einer von dichten Wäldern umschlossenen und von Birken bewachsenen weiten Lichtung bei Tauchenweiler erstreckt sich das Naturschutzgebiet „Weiherwiesen“.
Dieses aus dem Quellgebiet des urzeitlichen Wentalflusses hervorgegangene Moorgebiet mit seiner grandiosen Flora zieht seine Besucher in einen magischen Bann. Entstanden ist die faszinierende Moorlandschaft durch Feuersteinlehm, der im Laufe von Jahrmillionen in die flachen Mulden gespült wurde. Hierdurch haben sich deren Böden und Ränder mit einer wasserundurchlässigen Schicht überzogen. Im Laufe der Zeit konnte sich so auf diesen versauerten, nassen Böden das Feuchtgebiet mit seinen beiden Moorseen entwickeln.

Quelle: http://www.essingen.de

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Abermals ein sonnenverwöhnter Tag, dieser letzte Samstag im Februar 2021. Auch wenn ein garstiger kalter Wind um die Ohren wehte, die Kraft der Sonne war gut zu spüren und somit zog ich mit zwei Birgit’s raus in die Natur. Zu oft schon hörte ich von den Tauchenweilern Weiherwiesen bei Essingen und wollte dort unbedingt einmal hin. Zuletzt las ich in einem Wanderbüchlein meiner Schwester darüber und somit war der Startschuss gefallen.

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Auf einen allzu langen Fußmarsch hatte ich überhaupt keine Lust, eine kleine Runde sollte es sein und meine Mitstreiterinnen fügten sich. Bestimmt wäre es einige Wochen später oder erst im Frühsommer landschaftlich reizvoller, wenn Blumen und Gräser in voller Pracht zu bestaunen sind, das Heidekraut und Kräuter ihren Duft abgeben und somit die Insekten anziehen. Doch jede Jahreszeit hat ihren Reiz: die noch tiefstehende Februarsonne die alles in ein milchiges Licht taucht und die alten trockenen Grashalme die bisher tapfer gegen Schnee, Regen und Sturm stand hielten und an deren Wurzeln bestimmt schon die neuen Triebe darauf warten, ihre grünen Spitzen austreiben zu lassen. Die allmählich aus dem Winterschlaf erwachende Natur, die eifrig zwischernden Vögel und vor allem die, leider schon zu viele, Spaziergänger die ganz verträumt vor der beeindruckenden Naturkulisse die Ruhe und Stille genießen.

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Ein gut ausgeschildertes Wandernetz informiert die Besucher über die Entstehungsgeschichte des Gebietes und ermahnt eindringlich, auf den Wegen zu bleiben, daher sind Sitzgelegenheiten auch eher rar gesät. Allzu große Besucheransammlungen, die Flora und Fauna stören und schädigen könnten, möchten vermieden werden.

Die Höhepunkte des Gebietes sind für mich ganz klar die beiden Weiher. Die tollsten Fotomotive ergeben sich rundherum, der blaue Himmel, die glitzernde Sonne, Blick aufs Wasser und schon kommen Urlaubsgefühle herauf.

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Niedergelassen etwas abseits auf gefällten Holzstämmen, nehmen wir ein kleines Sonnenbad und stoßen mit Prosecco auf den kommenden Urlaub meiner Freundin an und genießen nebenbei die absolute Stille, die sich hier einstellt sobald einmal keine Tierlaute hörbar sind. Und ja, auch drei tratschende Frauen können durchaus einmal still sein!

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Doch irgendwann mussten wir wohl oder übel unseren Platz an der Sonne verlassen und machten uns auf den Rückweg. Ein kurzer Abstecher bei der Gaststätte Tauchenweiler vermittelte mir, wie schön man außerhalb Coronazeiten hier unter Kastanienbäumen im Biergarten sitzen könnte.

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Momentan werden hier jedoch auch Getränke oder kleine Snacks zum Mitnehmen verkauft, das finde ich eine tolle Sache. Doch wir waren auf dem Rückweg zum Parkplatz und heimwärts ging die Fahrt.

Obwohl inzwischen empfindlich kühl, waren es doch schöne Stunden die ich mit den Birgit’s verbringen durfte, vielen Dank für das Verständnis mit dem kurzen Fußmarsch und bis bald,

eure Karin

P.S. Heute kam in der Tagespresse folgender Artikel. Immer wieder verblüffend, wie ich mir die Ziele aussuche und danach ein Artikel erscheint.

GT Artikel

Auerochsen und so manches mehr

Kalendarisch befinden wir uns Ende Februar noch im Winter, temperaturmäßig jedoch bereits mitten im Frühling. Obwohl nachts noch um den Gefrierpunkt, herrscht gegen Mittag eine Wärme um die 18 Grad und am Abend muss der Kamin angeheizt werden, da es sonst empfindlich kühl im Wohnzimmer ist! Am vorletzten Sonntag noch tief vermummt durch den Schnee gestapft, folgte der Schneeschmelze bereits schon das tägliche Gießen der ersten Küchenkräuter, um sie vor dem sicheren Verdursten zu bewahren. Die reinste Achterbahn an Temperaturen, was wohl auf das Konto des Klimawandels verbucht werden kann. Somit wird die reich anfallende Gartenarbeit eingestellt und mit dem Schwesterlein eine Wanderung unternommen. Ziele gibt es anhand ihrer praktischen Wanderbüchlein genug, ich wollte aufgrund meines Knies jedoch nur ca. 6 km unterwegs sein, sonnig sollte die Tour werden und somit war das Ziel gefunden: Die Hirschbach-Auerochsen-Runde mit 6,3 km – perfekt! 36 km von zu Hause entfernt mit Zwischenstopp in Essingen ist nun auch nicht gerade um die Ecke – aber zu Pandemiezeiten hatten wir nun auch schon längere Anfahrtswege und Frau ist ja froh um jede Abwechslung!

Herrlich war es, ohne Thermounterwäsche, Handschuhe und Mütze durch die grüne Natur zu marschieren. Die Krähen am Himmel jagten sich gegenseitig laut krächzend um dann im Sturzflug auf den umgepflügten Feldern die Würmer aus der Erde zu picken, die Vögel tirilierten im Unterholz und auf den Zweigen, an denen schon die ersten Knospen zu erkennen waren. Abermals viele Spaziergänger. Darunter einige im sehr eifrigen Gang mit Walkingstöcken, dann wieder ein chic gekleidetes Ehepaar die die ansteigenden Temperaturen und die Länge ihres Spazierganges wohl überschätzt hatten und schwer mit ihren Jacken und dem ungeeigneten Schuhwerk zu kämpfen hatten. Kindergartengruppen die laut kreischend über die gut ausgebauten Wege tobten und sicherlich die Aufhebung des Lockdowns für Kitas und Kindergärten feierten. Rentner mit Kinderwagen die das Enkelchen vor sich her schoben, Radfahrer aller möglichen Sparten, ob nun BMX, Rennrad, E-Bike oder auf dem herkömmlichen Drahtesel – ein jeder lächzte förmlich nach der Wärme und der Sonne und etwas mehr Freiheit. So wie wir!

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Die Beschreibung in dem Büchlein ließ etwas zu wünschen übrig, ein manches Mal hätte die Autorin durchaus Fixpunkte wie „Sportplatz, Gasthof“ oder einen Straßennamen erwähnen können. „Das Bänkchen an der Kreuzung“ ist manches Mal durchaus etwas mau, da es erfreulicherweise sehr viele Ruhebänkchen auf dieser Strecke gibt. Doch meine Schwester kannte diese Schwierigkeiten schon und somit waren wir stets auf dem richtigen Pfad unterwegs.

Der steile Anstieg hinauf zur Weide zu den Auerochsen ließ ein Rinnsal an den Schläfen entstehen. Was war ich froh, dass ich immer wieder stehenbleiben und herrliche Ausblicke genießen konnte :))!

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Wie ruhig und zufrieden diese stattlichen Tiere im Gras liegen, ihr Fell glänzt seidig braun in der Sonne und man möchte direkt mit den Händen danach greifen – doch Vorsicht, es sind Wildtiere! Die Weide somit bitte nicht betreten und die Tiere nicht berühren!

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Der Weg führt weiter direkt am Hirschhof vorbei. Detailverliebt hätte ich ein ums andere Mal die Kamera zücken können, doch ich wollte die Privatspäre der Anwohner respektieren und beschränkte mich auf dieses eine Foto.

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Weiter ging es bergauf. Auf der Anhöhe angekommen, abermals Ruhebänkchen- und Fotopause…

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…, bevor wir in den Panoramaweg Aalen einbogen und diesem bis Röthardt folgten. Kurze Zeit später schon wieder Bankpause – bei diesem Anblick weiß man auch warum.

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Durch ein kleines Waldstück ging es bergab, wir querten den Hirschbach, genossen einen wunderschönen Weitblick nach Aalen und den Rosenstein mit Fernmeldeturm,

und durchquerten den Teilort Röthardt. In der 230-Seelen Gemeinde, die sich seit 2004 „Ort mit Heilstollen-Kurbetrieb“ nennen darf, gefiel mir besonders diese kleine Kapelle. Auch sonst finden sich überall Anzeichen dafür, dass das Besucherbergwerk Tiefer Stollen Wasseralfingen sich direkt dem Ort angliedert bzw unterirdisch befindet. Doch davon werde ich separat einmal berichten.

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Wiederrum bergab ging es Richtung Ausgangsziel. Vorbei an herrlich blühenden Wiesen

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kamen wir an einem Wegkreug und einer weiteren Ruhebank vorbei.

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Richtig! Wir machten Pause, denn unseren Proviant wollten wir nicht wieder mit nach Hause nehmen. Apfel, Karotte, Paprika, Käsesemmel und Wurstbrot nebst Wasser und coffeinhaltiger Brause ließen wir uns munden. Vorbeikommende Artgenossen wurden ausgiebig von uns begutachtet, bevor wir uns dann selbst zu den letzten 1,5 km aufrafften.

Auf dem Parkplatz am ehemaligen Hirschbach Freibad war der Abrißbagger zugange, es hämmerte und röhrte, die Zivilisation hatte uns wieder. Schnell noch ein Foto von uns zwei Hübschen und flugs zu Birgit nach Hause auf ein Tässchen Kaffee.

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Schön war’s und wird garantiert wiederholt. Irgendwo, irgendwann.

Bis dann, Gruß Karin

Die schönste Stelle im Ostalbkreis

Wer möchte dies nicht von seiner Stadt, seinem Dorf, einer Wiese, einem Denkmal oder einem besonders schönen Fleckchen Erde behaupten?

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Die Mögglinger haben diesen Ort gefunden. Am Ortsende Richtung Heuchlingen, in westlicher Richtung unweit des Limes-Wanderparkplatzes und direkt am Waldrand, wurde ein Aussichtsturm erbaut. Ein heimischer Zimmermannbetrieb erstellte dieses 11 Meter hohe Bauwerk aus witterungsbeständigem Lärchenholz. 29 Stufen führen hinauf zur Aussichtsplattform. Vertraut man der heimischen Presse, konnte durch Spenden und Sponsoren dieses ca. 30.000 Euro-Projekt ermöglicht werden. An jeder Stufe sind die Namen der Investoren zu lesen, um die Pflege auch rund um das Areal kümmert sich der Albverein.

Dieses, zugegebenermaßen, wunderschöne Fleckchen Erde habe ich aus meiner Kinderheit nur zu gut in Erinnerung. Im Nachbarort Heuchlingen aufgewachsen, sind wir zu allen möglichen Wandertagen, Schulausflügen und Unterrichtsstunden unter freiem Himmel, die rund 2,5 km hier heraufgewandert ins Grubenholz, dem Waldabschnitt zwischen den Gemeinden Heuchlingen und Mögglingen.

Einst verlief hier der römische Grenzwall, der Limes, und dazu hatte mein Grundschullehrer uns so einiges an Geschichte zu erzählen. Damals interessierte mich dies üerhaupt nicht, heute würde ich jedes Wort aufsaugen wie einen Schwamm. Folgt man auf den Spuren der Römer Richtung Böbingen, gelangt man zu den keltischen Grabhügeln, mehr als 40 an der Zahl, diese sind Zeugen einer Zeit aus 750 – 450 v. Chr. Ich kann mich noch gut erinnern, wie unser Lehrer so manchem Schulkameraden die Lust auf Ausgrabearbeiten ansah und dieser geplanten Aktion sofort den Wind aus den Segeln nahm.

Auch aus späterer Zeit zusammen mit meinem Sohn waren wir hier oben am Waldrand des Öfteren. Damals für kurze Zeit wohnhaft in Mögglingen, verbrachten wir so manchen Nachmittag auf den Wiesen beim Drachensteigen, besonders gut kann ich mich noch an die totale Sonnenfinsternisbeobachtung vom 11. August 1999 erinnern. Mit meinem 4-jährigen Steppke stand ich zusammen hier oben auf dem freien Feld und verfolgte das Naturereignis.

Doch ich schweife vom Thema ab. Letzten Sonntag war ein so unglaublich schöner Sonnentag mit trockener Kälte. Zum Leidwesen war der eisige Wind etwas unangenehm, kleidungstechnisch war somit der Zwiebellook mehr als angesagt. Ich traf mich mit einer uralten Freundin zum Spazierengehen explizit dort, um endlich einmal diesen Aussichtsturm kennenzulernen. Liebe Karola, uralt meine ich natürlich die Anzahl an Jahren die wir uns nun schon kennen, das dürften durchaus schon knapp 40 Jährchen sein!

Auch zahlreiche 2- und 4-beinige Artgenossen strotzten dem unangenehmen Wind und genossen somit den strahlend blauen Himmel und die bereits wärmende Sonne. Die ausgebauten Wege zwischen den noch weiß verschneiten Feldern wurden somit von coronageplagten Mitmenschen genutzt und ich war doch etwas erstaunt, dass der Aussichtsturm aufgrund Hygienemaßnahmen nicht gesperrt war. Welche Freude, dass ich diese überaus solide gebaute Konstruktion erklimmen konnte und einen herrlichen Ausblick genießen durfte. Vom Wellland mit dem markanten Kolbenberg über Essingen und seine Wälder, Schlossgut Hohenroden, Mögglingen, Lautern und Lauterburg, der Albtrauf mit Heubach, dem Rosenstein und dem Fernmeldeturm, die Windkraftanlagen von Barholomä, die drei Kaiserberge bis hinab ins Remstal – dieser Blick ist fantastisch. Ich verweilte jedoch nur kurz, da der Wind wie Nadelstiche im Gesicht zu spüren war.

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Wir wanderten querfeldein noch etwas weiter, durch Schnee, Matsch und Dreck und suchten auf dem Rückweg noch ein stilles Bänkchen um den mitgebrachten Kaffee zu genießen und auf unsere Gesundheit zu trinken.

Bleibt gesund und munter, bis bald, Grüße

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Wintertag

Fußstapfen im glitzernden Pulverschnee

knirschendes Geräusch

grimmige trockene Kälte die mir wunderbar guttut

absolute Ruhe die mich umgibt

die aufsteigende Sonne mit wunderschönem blauem Himmel die Urlaubsstimmung aufkommen lassen

kurz und gut – ein herrlich schöner Wintertag!

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Gestern hatte es schon stetig leise vor sich hingeschneit, das Schneeschippen war direkt ein Vergnügen, da der herrlich leichte trockene Pulverschnee sich sehr leicht von den Wegen beseitigen ließ. Am Abend kündigte die Wettervorhersage -12 Grad für Lorch an – da war ich gespannt – denn solche Temperaturen hatte ich schon lange nicht mehr erlebt.

Heute Morgen um 7 Uhr zeigte unser wettergeschütztes Thermometer dann -8 Grad an und die über dem Hügelkamm aufsteigende Sonne ließ die gegenüberliegenden Hänge wunderbar glitzern, wie wenn zum heutigen Weiberfasching mit der Spraydose nachgeholfen worden sei.

Ich musste einfach raus und diese traumhaften Motive einfangen – auch wenn es immer derselbe Blick rund ums Haus ist – ich halte diese Momente schließlich auch für später fest und freue mich sehr oft daran, wenn ich meine älteren Aufzeichnung durchlesen und mich erinnern kann.

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Für die nächsten Tage soll sich nicht wirklich etwas ändern, kalt und sonnig, kein Niederschlag.

Bin gespannt wann das Rinnsal wieder läuft, bleibt gesund, Gruß Karin

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Der alte Schlitten

An eine Kellerwand gelehnt,
der alte Schlitten steht, sich sehnt
nach winterlicher Jahreszeit;
wähnt Kälte, Schnee nicht allzu weit.

Am nächsten Morgen schneit’s fein still;
geschieht tatsächlich, was er will.
Geräusch ertönt, grell scheint ein Licht;
die Zeit des Nichtstun unterbricht.

Ein Kind trägt ihn zum Korridor,
holt Werkzeug und ein Tuch hervor.
Er wird geschliffen und entstaubt.
Stets hatte er daran geglaubt…

Es lockt und funkelt Pulverschnee.
Die Schlittenfahrt ein Spaß – juchhe!

C.M.Beisswenger

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So ähnlich wie in diesem Gedicht für die Winterzeit hat es sich bei uns zu Hause auch abgespielt. Göttergatte entdeckte letzten Sommer unter dem Dach des Schuppens zwei alte Holzschlitten. Verstaubt, die Kuven verrostet, etwas lädiert und somit Zeugen einer Zeit, womit Kinder auf den verschneiten Hängen links und rechts des Grundstücks wohl lustig und vergnügt rodelten. Doch dann wurde der Flitzer abgestellt und von den Vorbesitzern beim Auszug wohl vergessen. Letzten Samstag drängte ich dann darauf, den größeren der Beiden vom dunklen Dachboden herunterzuholen. Sofort wurde, vom Handwerker im Haus, den Kuven mit Schleifmaschine und Öllappen zu Leibe gerückt, mit dem Handfeger entstaubt und sehnsuchtsvoll wurde der Einsatz erwartet – und dieser kam!

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Die letzten beiden Tage bekam die Natur so ein herrlich weißes Winterkleid verpasst und bescherte mir somit einen unglaublichen Spaß! Gestern am Nachmittag genoss ich unter Coronabedingungen mit einer Freundin zusammen das Schlittenfahren. Zuletzt hatten wir wohl vor 20 Jahren mit unseren Kindern dieses Rodelvergnügen.

Die Steigung wird unterschätzt, es geht ganz schön steil bergauf und dann etwas holprig natürlich auch bergab. Momentan schneit es erneut, mal schauen ob ich mich heute abermals dazu aufraffen möchte.

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Ab morgen soll es tagelang Regenschauer geben und damit wird sich die weiße Pracht wohl ziemlich schnell auflösen. Ob sich diesen Winter dann erneut eine Gelegenheit bieten wird, bleibt fraglich.

Dann verstauen wir eben unseren Schlitten wieder auf den Dachboden des Schuppens und hoffen, dass er nächstes Jahr erneut aus seinem Dämmerschlaf erwachen darf. Zusammen mit seinem kleinen Bruder – das als kleiner Hinweis an meinen Handwerker!

Bleibt beim kommenden Schmuddelwetter gesund und in Form!

Eure Karin

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