Das finnische Mitbringsel

Habe euch ja gestern erst erzählt, dass mein Göttergatte sich mit seinem Motorrad auf einer Urlaubsfahrt gen Nordkap befindet. Befand. Gestern kam er dann nach 17 Tagen wohlbehalten zurück. Gott sei Dank.

Mit einem Mitbringsel aus Finnland für mich. Genauer gesagt aus Inari. Das ist ganz oben in Lappland. Was mich sehr gefreut hat!

Grob umschrieben fuhr er von hier aus auf die A7, hoch bis Hamburg, Lübeck, Travemünde, von dort mit der Fähre nach Helsinki. Über den Polarkreis hoch über die Grenze nach Norwegen und schließlich weiter ans Nordkap. Zurück ging es dann in Norwegen über die Lofoten, ins Landesinnere bis nach Oslo, rüber nach Schweden, über Göteborg und Malmö, nach Flensburg und mit einem weiteren Stop in Deutschland kam er dann gestern wieder hier an. Wer sich dafür näher interessiert, er schrieb ein Reisetagebuch, ist noch nicht ganz fertig, aber ich darf den Link dafür hier bekanntgeben:

https://vakantio.de/nordkap-motoradtour-in-corona-zeiten

Doch nun zu meinem Reiseandenken:

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Ein Becher Lakkahillo! War mir gänzlich unbekannt, befragte sofort die Suchmaschine und nachdem ich im Übersetzungsprogramm den Begriff eingab um die richtige Aussprache zu hören, musste ich so lachen. Das hört sich für meine Ohren so witzig an.

Doch nun endlich die Auflösung, ich denke die wenigsten meiner Leser werden sofort wissen um was es sich handelt.

Moltebeeren Marmelade! Auch Multebeere, Multbeere, Schellbeere, Sumpfbrombeere oder Torfbeere genannt.

Wikipedia schreibt dazu,

dass das Hauptverbreitungsgebiet in den vier nordeuropäischen Staaten Russland, Schweden, Finnland und Norwegen sowie in Schottland und England liegt. Einzeln in West-, Mittel- und Osteuropa. In Grönland ereicht sie ihren nördlichsten Verbreitungspunkt. Der südlichste Punkt liegt in den Sudeten, Polen, Tschechien sowie im Riesengebirge. In Nordamerika in Kanada, auch in Sibirien und Nordjapan ist sie heimisch. In Deutschland kommt die Art nur noch in Niedersachsen in Moorgebieten vor und ist hier nach der Bundesartenschutzverodnung streng und besonders geschützt.

Die Moltebeere erträgt große Kälte im Winter, reagiert aber sehr empfindlich auf Kälteeinbrüche nach Beginn ihrer Vegetationsphase. Sie gedeiht auf sauren Böden, toleriert bis zu -38°C, reagiert aber empfindlich auf Salze.

Die Moltebeere ist eine robuste Pflanze, wie viele Rosengewächse. Sie ist reich an Vitaminen und Spurenelementen. Roh gegessen hat sie einen bitter-säuerlichen Geschmack, vielfach wird sie zu Marmelade und Gelee verarbeitet. In Schweden isst man sie gefroren mit Zucker, in Finnland zusammen mit einem teigartigen Käsegericht, auch bereitet man einen Likör daraus zu, namens Lakka (Lakka ist der finnischer Name für Moltebeere).

Der Ertrag der Moltebeere ist gering, daher ist sie die teuerste der wild gesammelten Beeren.

Auf jeden Fall schmeckt die Marmelade gut, etwas nach Honig, süß und doch etwas säuerlich.

Hier die restliche Beschriftung des Bechers, man kann sich schon einiges daraus zusammen reimen:

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Da hat mein Jogi ja nun was angefangen, bin gespannt wo es ihn als nächstes hinzieht und was er mir dann mitbringt…

Beerige Grüße, Karin

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