Ramadan Kareem

Am 18.06.15 fing hier der Ramadan an. Habe ganz neue Eindrücke vom Fastenmonat erlebt. Tagelang vorher schon sehr starker Straßenverkehr, die Supermärkte voll, richtige Hamstereinkäufe wurden getätigt. Mühevoll ergatterte ich in meinem Stammsupermarkt noch Parkplatz und Einkaufswagen. In den Zeitungen wurde schon dazu aufgerufen, solche Monstereinkäufe zu unterlassen, die Supermärkte hätten auch zu normalen Öffnungszeiten offen. Nicht so die vielen kleinen Imbissbuden oder Cafés. Daher waren dann die Straßen am frühen Morgen des 1. Fastentags wie leergefegt. Sämtliche Liquor Shops müssen während den vier Wochen geschlossen bleiben. Die restlichen Läden haben geänderte Öffnungszeiten, auch bei Jogi erst von 10 bis 16 Uhr, dann nochmals von 22 bis 24 Uhr. Die Fenster und Balkone werden, wie bei den Christen zu Weihnachten, mit Lichterketten geschmückt. Auf unseren morgendlichen Kaffee auf der Terrasse müssen wir verzichten, auch musste ich mich stark daran erinnern, tagsüber nicht mit einem Wasser oder Tee nach draußen zu gehen. Die Nacht war sehr unruhig. Ständiges Autotürenschlagen und „yalla – bey – see you – Habibi – shukran“ mit anschließendem Hupen raubten mir den Schlaf. Endlich waren Sommerferien und die Schulbusse ließen mich in Ruhe, dann so etwas. Leider konnten wir zum abendlichen Fastenbrechen, dem Iftar, nicht gehen, denn schon am nächsten Tag brach ich zu meinem Sommerurlaub auf.

Ich flog zunächst nach Beirut, um die Einladung meiner Freundin zu ihrem 50. Geburtstag anzunehmen. So viele alt bekannte Gesichter habe ich gesehen und ich hatte natürlich viel zu erzählen. Auch haben wir viel getanzt, tolle Musik aus den 80ern, mitsamt ABBA und Modern Talking! You’re my hart, you’re my soul, jawoll, bis in den Libanon haben es die beiden mitsamt Föhnwelle und Goldkette geschafft. Auch haben wir super gegessen und auch beim Karaoke konnte sich die eine oder andere verausgaben. Alles in allem, ein wirklich schöner Abend, nochmals vielen Dank, liebe A.

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Seit einer Woche bin ich nun hier in Deutschland, nach anfänglichem Regen haben wir nun wirklich tolles Wetter. Jedoch war ich mit Zahnarztbesuch und Wohnungsräumung bei Schwiegermutter beschäftigt, da diese nun im Pflegeheim wohnt. Gestern nahm diese Räumung für mich jedoch ein jähes Ende, da ich auf dem Balkon mit einem Wespennest Bekanntschaft machte und diese Biester mich auch mehrfach küssten, worauf ich dann gezwungen war den Notarzt zu rufen und anschließend drei Stunden im Krankenhaus in der Notaufnahme verbrachte. Heute geht es noch nicht wirklich gut, das Gesicht, der Hals, die Arme glühen, doch das wird schon wieder werden.

Bis dahin, Gruß Karin

 

Um’s Haus rum

Letzten Monat machte ich bereits schon die Fotos und wartete nur darauf, bis mein „ausländischer“ Lieblingsbaum in voller Blüte steht.

Jacaranda, noch mit alten Fruchtkapseln

Jacaranda, noch mit alten Fruchtkapseln

Vom Jacaranda (Palisanderholzbaum) habe ich direkt vor der Terrasse vier Bäume stehen, zwei große und zwei kleine Exemplare. Auch sonst sind diese hier weit verbreitet. Ein herrlicher Anblick!

Die Rosen ringsherum in den Nachbargärten waren im Mai schon voll erblüht. Wir haben im Garten hier nur einen einzigen gelben Rosenstrauch, der von mir gedüngt und am Freitag, wenn der Hausmeister frei hat, auch gegossen wird. Tägliches bewässern muss derzeit bei den Temperaturen sein, sonst ist die Pracht hin – wobei wir wieder bei dem Thema Wasserknappheit wären.

Die Aprikosen sind vereinzelt schon seit Mai reif und leider kennen die Passanten keine Scheu, sich sogar auf die Grundstücksmauer zu stellen um die Zweige herabzuziehen und die meist noch harten Früchte zu ernten.

Aprikosen

Aprikosen

Auch der Pfirsichbaum hängt voll mit Früchten. Leider werden diese bis zu meinem Urlaubsflug nächste Woche wohl nicht reif sein. Inzwischen haben sie schon eine sehr schöne Farbe, sind aber noch hart.

Pfirsichbaum

Pfirsichbaum

Die Mandarinen- und Zitronenbäume hängen auch voller Ansätze.

Ein Rückschnitt täte allen Bäumen gut, muss im Herbst mal mit dem Vermieter sprechen, ob ich mich da laienhaft heranwagen darf.

Und nun noch ein sehr schönes Bild: Immer wieder sehe ich zwei vorbeireiten und nie habe ich das Handy mit mir, um zu fotografieren. Im Mai hat’s geklappt, hab höflich gefragt und die beiden Beamten haben sich sogar in Pose gestellt.

auf Streife

auf Streife

Das war’s bis dahin, bis bald,

Karin

Flohmarkt und Wüstenschlösser

Eigentlich hatte ich letzten Freitagmittag gar keine Lust mehr, auf Erkundungstour zu gehen. Aber diesmal war Jogi die treibende Kraft. Als nächstes Ziel hatte ich mir die Wüstenschlösser auserkoren, doch Jogi hatte zunächst anderes im Sinn.

Immer wieder sahen wir entlang einer Straße, in der Nähe der alten City, eine Art Flohmarkt. Für mich sah das eher nach Schrott- und Altkleidermarkt aus, schon das Vorbeifahren im Auto ließ auch meine ansonsten recht willig angelegten Trödelmarktambitionen im Keim ersticken – jedoch Jogi ließ nicht locker, wollte unbedingt auf diesen Markt.

Kilometerweit erstreckten sich die Waren rechts und links des Weges. Alles Mögliche war zu finden. Sehr schön sortiert und auf dem Boden ausgebreitet. Der deutsche Bundesbürger hätte wohl 75% der Waren vor Jahren schon der Altkleidersammlung, dem Elektromüll, dem Schrotthandel, dem Restmüll, dem Gelben Sack, der blauen Tonne und dergleichen zugeführt. Die Dinge werden wohl eher als Ersatzteile gehandelt. Vielleicht ist man aber auch dem Trend des Upcyclings von Möbeln, Kleidern und Schuhen hier einfach um Lichtjahre voraus?

Jogi war enttäuscht, die Hoffnung auf eine kleine antike Reliquie wurde zumindest auf diesem Flohmarkt ein für alle Mal begraben.

Flohmarkt1

Flohmarkt2

Doch einige Ecken weiter erstanden wir dann noch auf einem Obst- und Gemüsemarkt Zitronen und Aprikosen. Die Einmachzeit beginnt. Auch Maulbeeren, die wir von jemandem geschenkt bekamen, habe ich diese Woche zu Marmelade verarbeitet.

Somit war das Projekt Flohmarktbesuch relativ schnell abgehakt und der Tag war noch lang, um eines der Wüstenschlösser zu besuchen.

Jogis Navi kannte das auserkorene Qasr Al Hallabat und führte uns auf gut ausgebauten Straßen ca. 60 km in nordöstlicher Richtung an Zarqa vorbei bis zu der Sehenswürdigkeit.

Zu den (Qasrn) Wüstenschlössern zählen mehrere Burgen und Festungen die im Osten der Wüste verstreut liegen. Sie wurden größtenteils zwischen dem 7. und 8. Jahrhundert während der Herrschaft der Kalifen der Omayyaden-Dynastie erbaut. Die Theorien über den Sinn und Zweck dieser verhältnismäßig kleinen „Schlösser“ ist zwiespältig. Zum einen dienten sie als Verteidigungsanlagen, zum anderen als Treffpunkt der Beduinen, als Karawanserei und auch als Lustschloss. Die meisten Bauwerke sind zerstört. Einige werden, auch mit Unterstützung ausländischer Organisationen, restauriert und somit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Qasr Al Hallabat

Qasr Al Hallabat

Vom großzügig angelegten Parkplatz und dem Besucherzentrum, das allerdings noch nicht eröffnet ist, kann man die Burg etwas erhöht und entfernt betrachten. Die Ursprünge dieser Anlage gehen wahrscheinlich auf die Nabatäer zurück. Von den Römern übernommen wuchs im Laufe der Zeit eine massive Festung heran. Verschiedene Inschriften geben Zeitzeugen der jeweiligen Herrschaft ab. Die Omayyaden verwandelten die Festung im 8. Jahrhundert in ein repräsentatives Schlösschen mit Mosaiken und Fresken auf Stuckwänden. Auch eine Wasserversorgung und eine Moschee wurde gebaut.

Die Moschee

Die Moschee

 

Blick ins Umland. Unten sind noch Fundamente zu erkennen

Blick ins Umland. Unten sind noch Fundamente zu erkennen

Leider waren die Türen geschlossen und wir konnten uns alles nur von außen ansehen.

Trotzdem ein schöner Ausflug. Auf Straßen, bei denen es scheint, sie seien teilweise mitten durch Felsformationen gezogen worden, ging es wieder heimwärts.

Strassen1

Strassen2

Am Samstag machten wir uns auf den Weg, weitere Wüstenschlösser zu besichtigen.

Los ging es in südöstlicher Richtung. Eine der wichtigen Verbindungsstraßen, die Amman mit der Ortschaft Azraq, der saudi-arabischen Grenze, dem östlichsten Teil des Landes und dem Irak verbindet. Letztere Grenze ist derzeit jedoch aufgrund der politischen Lage geschlossen.

Wueste

Wüste

 

Solche Ortschaftsangaben zu lesen ist irgendwie surreal

Solche Ortsangaben zu lesen ist irgendwie surreal

Mitten durch die Wüste führt diese viel befahrene Straße. Unter Wüste stellt man sich im Allgemeinen etwas anderes vor, auch von absoluter Stille kann hier keine Rede sein. LKWs und PKWs, vornehmlich aus Saudi-Arabien und Dubai, begegnen uns.

Und damit auch die Heimatgefühle nicht fehlen:

Lidl lohnt sich

Lidl lohnt sich

Wir kommen zu Qasr Kharanah: Auch hier ein großer Besucherparkplatz, ein unbesetztes Büro, somit freier Eintritt.

Das Bauwerk auf der leicht erhöhten Ebene sieht beeindruckend aus und ist sehr gut erhalten.

Gewaltiger Bau mit 1225qm Grundflaeche

Gewaltiger Bau mit 1225 qm Grundfläche

 

Das Haupttor an der Suedfassade

Das Haupttor an der Südfassade

 

Inneneingang

Inneneingang

 

Infos

Infos

 

Im Obergeschoss

Im Obergeschoss

Danach ging’s 15 km weiter zum Qasr Amra: das rote Schlösschen und damit auch das eindrucksvollste aller Wüstenschlösser, wurde Ende der 90er Jahre von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerben aufgenommen.

Das Büro des Visitor-Centers war besetzt, wir bezahlten Eintritt und schauten uns die bescheidene Ausstellung an und wanderten anschließend zum Bauwerk.

Qasr Amra

Qasr Amra

Es war noch ein anderer Besucher vor Ort, der Büroangestellte schloss uns auf und sprach uns auch in gutem Englisch an und fragte woher wir kommen und dann natürlich nur über Jogis Auto. Welche Marke, welcher Hersteller, Kosten…. und dass letzte Woche Teilnehmer von der Allgäu-Orient-Rally hier gewesen wären und auch in der Nähe übernachtet hätten.

Das eindrucksvolle Innere des Jagd- und Badeschlösschens schauten wir uns somit selbst an und machen uns anhand des Reiseführers schlau und waren tief beeindruckt über die Malereien und die noch erhaltene Fußbodenheizung der Antike samt Brunnen im Außenbereich.

Fresken

Fresken

 

Fresken

Fresken

 

Deckengewoelbe im Badehaus

Deckengewölbe im Badehaus

 

Fussboden eines Nebenraums

Fußbodenmosaik eines Nebenraums

Danach bekamen wir vom Angestellten, übrigens ein Beduine, im typischen Beduinenzelt noch einen Tee serviert, füllten unsere Trinkwasservorräte auf und fuhren weiter in Richtung Qasr Azraq.

Die 8000 Einwohner-Ortschaft Azraq ist eine Oase und es tat dem Auge gut, nach so viel Nichts, Grün zu sehen. Zwar spärlich, staubig, sandig und zerzaust – aber doch grün.

Leider war das Tor zum Qasr Azraq fest verschlossen. Schade, ich hätte die schwarzen Basaltruinen gerne besichtigt.

Qasr Azraq

Qasr Azraq

 

Granataepfel

Granatäpfel

 

Noch unreif

Noch unreif

Somit diente Jogi nur der Paradiesapfelbaum als Fotomotiv.

Sehr schön, habe ich noch nie in Natura gesehen.

Ich las im Reiseführer vom Azraq Wetland Reserve und vom Shaumari Nature Reserve. Nachdem wir Letzteres nicht fanden, fuhren wir zum Wetland Reservat und erhielten dort die Auskunft, dass das Naturreservat momentan geschlossen sei. Dass aufgrund der Nähe zu Syrien, Saudi-Arabien und dem Irak in dieser Gegend überhaupt noch etwas existiert, wundert mich sowieso.

Das Wetland Reservat ist sehr schön angelegt, der gut englischsprechende Angestellte quittierte uns auf einer Besucherberechtigung unseren Eintritt und führte uns dann durch das schön angelegte Informationszentrum und erklärte uns alles ausführlich. Anschließend durften wir raus und die Natur bewundern.

15.2

Herrlich angelegt

 

19.6

Vom Beobachtungsturm aus

Bis Ende der 70er Jahre herrschte hier noch reges „Wildleben“. Wasserbüffel suhlten sich in Tümpeln, verschiedene Fischarten lebten hier. Im Vergleich zu früher befinden sich nur noch 10 % Wasser auf der Anlage, die großen Städte sowie die Bewässerung der Landwirtschaft beanspruchen es jedoch, sodass das große Feuchtgebiet inmitten der Wüste nach und nach schrumpft. Zahlreiche Enten, Lerchen und Kiebitze, aber auch Adler nutzen die Feuchtgebiete auf ihrer Reise nach Afrika. Mithilfe der Regierung versucht man nun, das Rad zurückzudrehen und Wasser wieder zurück zu pumpen. Auch wird Aufklärungsarbeit in Schulen bezüglich Wasserwirtschaft geleistet.

Hier wird noch einmal eindrucksvoll geschildert, wie es früher einmal aussah:

So sah es mal aus

So sah es mal aus

 

Und heute so

Und heute so

Wir kamen wieder zurück zum Eingang, der Angestellte hatte auch Feierabend und nach uns wurde geschlossen.

Es war schon spät und wir beschlossen, nach Hause zu fahren. Auf dem Rückweg in die Stadt nahmen wir einen anderen Weg, um im Kan Zaman Village, wo wir letzte Woche waren, auf der Terrasse zu Abend zu essen.

Und schaut mal, was da auf dem Tisch stand:

Er sorgt fuer Pfeffer und sie fuer das Salz in der Suppe

Er sorgt für Pfeffer und sie für das Salz in der Suppe

In diesem Sinne, habt immer die richtige Prise Salz und Pfeffer bei euch,

bis bald, Karin

Navigieren erleichtert! ?

Seit letzter Woche sind mein Auto und ich, stolze Besitzer eines „Car Multimedia Entertainment System“ mit allen möglichen Finessen, einschließlich GPS. Jawoll, Jordanien – wir kommen!

Mein lieber Göttergatte überraschte mich mit dem Teil. Wahrscheinlich hatte er ein Einsehen, als wir nachts aufgrund seines Knies das Krankenhaus wie die Stecknadel im Heuhaufen suchten. Nun habe ich also ein Navi.

Ausprobieren hieß es! Somit hatte ich mir für letzten Samstag aus dem Reiseführer ein nettes Ausflugsziel ausgesucht. Eine Wegbeschreibung oder ein genauer Ort war nicht wirklich aufgeführt, nur ala auf der Flughafenstraße und 3 km nach der ersten Tankstelle rechts ab, unter der Autobahn Richtung Norden weiter, irgendwann erscheint ein Hinweisschild usw. Nun befinden wir uns ja nicht im geordneten Deutschland, Tankstellen und dergleichen schließen und eröffnen wie die Pilze aus dem Boden, dazu wurde die genannte Straße groß um- und ausgebaut und Tunnelunterführungen wohl auch anders gesetzt. Auch habe ich nicht im Vorfeld das Netz befragt, wollte wirklich testen.

Kan Zaman Village hieß unser Ziel. Eine südlich von Amman gelegene Siedlung, einst von Beduinen gegründet und nun für den Tourismus restauriert. Kunsthandwerk, Schmuck, Glasbläser, Töpfer und dergleichen sollten dort die Besucherinteressen wecken. Vorzügliche Restaurants sollten in den ehemaligen Ställen arabische Gerichte direkt aus dem traditionellen Lehmofen anbieten. Das hörte sich gut an, doch leider nahm das Navi den genannten Namen nicht an. Wir probierten alles Mögliche bis wir uns entschlossen, einfach mal die genannte Straße abzufahren. Leider fuhren wir nicht nach Norden, sondern nach Osten, auch war dort kein Tunnel, irgendwann hielt ich an und Jogi fragte in einem Computerladen nach dem Weg. Ich staunte! Männer befragen im Allgemeinen ja niemanden nach dem Weg. Es wird gekurvt und gewendet, kombiniert und überlegt, doch einfach mal am Straßenrand anhalten und fragen – das erstaunte mich dann doch. Vielleicht lag es daran, dass ich fuhr. Man gab ihm in gutem Englisch die Auskunft wo wir waren und sie kannten auch sofort dieses Dorf und zeigten auf der Karte, in welche Richtung wir mussten. War eine sehr schöne Ausflugsfahrt. Gut ausgebaute breite fast autoleere Straßen, besinnliches Dorfleben ließen wir hinter uns, Moscheen, eine sehr schöne Kirche, sogar an einer Driving Range und an einer Paintballanlage kamen wir mitten im Nichts vorbei bis wir schließlich ein Hinweisschild des Dorfes sahen und – wir staunten Bauklötze – im rechten Winkel zur Flughafenstraße fuhren und rechts vor uns IKEA war! Was lachten wir, das hätten wir auch einfacher und schneller haben können! Aber dann hätten wir wiederrum nie erfahren, was die Gegend sonst so alles zu bieten hat.

Vor uns lag dann auch der Tunnel und etliche Schilder wiesen uns den Weg, bis wir am Ziel waren. Das Village heißt nun auch Mirage. Zwei Reisebusse parkten davor und auch einige Autos, ich war erleichtert, war also geöffnet. Ich hatte mir das viel uriger und traditioneller vorgestellt, war schon sehr touristisch angehaucht. Leider hatte noch alles bis auf ein Restaurant geschlossen, war alles noch im Umbau, macht erst in 4 Wochen auf. Somit sind wir ins Restaurant. Sah super aus innen, eine riesige Außenterrasse, modern und chic angelegt.

Die ganze Mauer entlang wachsen die Geranien direkt aus der mit Erde gefuellten Tuete

Die Callas wachsen direkt im Blumenbeet. Da haette besonders eine Freundin von mir ihre Freude

Die Callas wachsen direkt im Blumenbeet. Da hätte eine Freundin von mir ihre Freude, hatte sie eine einzelne davon doch als Brautstrauß

Wir suchten fern ab der laut schnatternden italienisch sprechenden Reisegesellschaft ein ruhigeres Plätzchen. In dem riesigen Restaurant ein Leichtes. Ich musste erst einmal alles Bestaunen, Jogi sah derweil die Speisekarte durch und ich fing an zu fotografieren.

ganz rechts

Beachtet die Lichter in dem Trenngitter

2015-05-30,4

An einen ehemaligen Stall erinnert hier nichts mehr

Das Essen und der Service waren vorzüglich! Ich habe in den 12 Jahren Libanon ja wirklich auch sehr gut arabisch gegessen, aber was wir hier in den letzten Monaten immer wieder an den verschiedensten Plätzen für Variationen von alltäglichen Gerichten bekommen, ist ohne Gleichen.

Eigenlich hab ich nur gewartet, bis das Essen fotografiert wird, wollte nicht mit dazu

Eigenlich hab ich nur gewartet, bis das Essen fotografiert wird, wollte nicht unbedingt mit auf das Foto.

Den Espresso danach nahmen wir dann auf der Terrasse ein. Bequem gepolstert unter dem Sonnenschirm, ein laues Lüftchen wehte, Urlaubsfeeling. Auch die schnatternde italienische Front, die sich nach dem Essen ebenso nach draußen bewegte, trug dazu bei.

Die Rückfahrt gestaltete sich völlig unproblematisch.

Den Weg kannte ich – auch mein Navi!

Bis bald, liebe Grüße Karin