Benefizkonzert für Kinder

Kinder, Benefiz und Gospel – eine gelungene Mischung, die erfolgsversprechend klingt. Und auch war! Das kann ich begeistert bestätigen.

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Zusammen mit dem Schwesterlein fuhr ich gestern, am 3. Advent, nach Aalen in die evangelische Stadtkirche St. Nikolaus. Bei grimmig kalten Temperaturen waren wir froh, dass ich an eine Wolldecke zum Schutz der Beine und Hüften dachte. Durch unsere derzeitige Energiekrise werden ja auch die Kirchen fast nicht mehr geheizt und somit ist es ratsam, sich bei längeren Veranstaltungen besonders warm zu kleiden und auch eine Decke mitzubringen. Erfreulicherweise lagen jedoch auch einige wärmende Plüschdecken für die Besucher aus. Erwartungsvoll saßen die Gäste in der vollbesetzten wunderschönen Barockkirche aus dem 18. Jahrhundert. Es handelt sich hier um eine sogenannte Querkirche, was ich bis dato noch nicht kannte. Der Altar mitsamt der Kanzel steht quer mitten im Kirchenschiff. Dazu die herrlichen Deckenfresken, die Emporen und die Orgel, einfach ein wunderschöner Anblick. Diese Kirche ist bereits das dritte Gotteshaus an diesem Platz. Vorgängerbauten aus dem 14. und 17. Jahrhundert vielen dem großen Stadtbrand und späterem Turmeinsturz zum Opfer.

Doch nun zum eigentlichen Thema. Der Förderverein Freunde der Kinderklinik Aalen konnte wiederholt den Gospelchor Joy of Gospel für ein Benefizkonzert gewinnen. Getreu der Philosphie des Chores, wird bedürftigen Menschen geholfen und somit wird für humanitäre Projekte gesungen. Rund 30 stimmgewaltige Damen und Herren waren dafür verantwortlich, dass mir in regelmäßigen Abständen eine Gänsehaut den Rücken entlang wanderte, der Oberkörper sich im Takt von links nach rechts bewegte und die Füße einfach nicht still am Boden standen. In verschiedenen Tonlagen gaben auch immer wieder Solisten, mit der Unterstützung des Chores im Hintergrund, ihr Bestes. Auswendig wurden rund 40 Lieder vorgetragen, dazu in englischer und deutscher Sprache. Auch der Pianist leistete hervorragende Arbeit, begleitet er doch bereits seit 30 Jahren diesen Singkreis. Selbst als Laie fiel mir auf, wie die Dirigentin ihre Truppe hervorragend im Griff hatte. Wir saßen jedoch auch so, dass wir ihr Antlitz und somit Mimik und Gestik genau im Blickfeld hatten, zu unserem Leidwesen bekamen wir dann vom Chor nur die charmante Rückseite zu Gesicht. Jedoch wanderte ich während den jeweiligen Applaussalven in der Kirche von einer Ecke zur anderen, um den Chor auch aus einer anderen Perspektive zu sehen, zu hören und abzulichten. Im nächsten Jahr müssen wir unbedingt auf bessere Plätze achten und somit noch zeitiger vor Veranstaltungsbeginn Vorort sein.

Am Ende des 2-stündigen Events und nach den Dankesworten, stimmte der Chor zusammen mit den Besuchern das Lied Stille Nacht, heilige Nacht an und selbst jetzt beim Schreiben dieses Satzes, zieht sich in Erinnerung daran, meine Kopfhaut zusammen. Welch bewegender wunderschöner Moment dies war! Das wohl bekannteste Weihnachtslied in dieser Stimmgewalt, in dieser schönen Kirche mit dem Blick hinauf zu den Fresken – da kann Weihnachten kommen!

Doch zunächst einmal hoffe ich, dass der Geldsegen für die Kinder reichlich kam. Beim Verlassen der Kirche stand an jedem Ausgang ein Körbchen bereit, in dem man seinen Obolus legen konnte.

Hoffentlich ist es mir nächsten Jahr möglich, dieses Konzert abermals zu besuchen, ich kann es nur wärmstens empfehlen.

Mit beschwingten Grüßen, Karin

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