Klippenspringen in Beirut

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Die Red Bull Cliff Diving World Series findet 2019 zum 11. Mal statt und hatte am vergangenen Sonntag erstmalig ihren Auftritt in der libanesischen Hauptstadt Beirut am legendären Naturdenkmal Raouche Felsen. 10 Frauen und 14 Männer aus insgesamt 18 verschiedenen Nationen trafen sich zum Wettkampf. Nachdem im April auf den Philippinen gestartet wurde, folgte im Mai der Event in Irland, im Juni in Italien und Portugal, nun im Juli in Beirut, anschließend im August in Bosnien und Herzegovina und wird im September in Spanien mit der Ernennung von 2 Weltmeistern enden, einem männlichen und einer weiblichen Weltmeisterin.

Die Taucher springen von einer 21 und 27 Meter hohen Plattform und beeindrucken die Kampfrichter mit akrobatischen Sprüngen um somit zum Sieger des jeweiligen Tages gekürt zu werden.

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Jeder konnte dem Event kostenlos beiwohnen. Rings ums Ufer oder auch oben entlang der Strasse standen und sassen die Interessierten, gegen Gebühr konnte man sich jedoch auch auf den beiden Tribünen niederlassen. Diese bequemere Variante wählten wir für uns und hatten somit einen guten Überblick, allerdings prallte der Planet mit voller Wucht auf die Zuschauer.

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Im Minutentakt schwebten die Flugzeuge über unseren Köpfen hinweg Richtung Landebahn, Wassersportler vergnügten sich und eine Drohne surrte um uns herum und hielt die Bilder für die Nachwelt fest.

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Nachdem wir schon den Ratschlag des Betreibers befolgten und mit luftiger Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenschutz ausgestattet waren, war es für einige Zuschauer fast nicht erträglich, länger als 30 Minuten dieser Hitze ausgesetzt zu sein. Und somit kam man auf die abenteuerlichsten Ideen, um der direkten Strahlung zu entgehen. Entgegen Joachims Meinung finde ich trotzdem, dass ich mich, entgegen dem Herren einige Sitzreihen vor mir, für die chicere Methode entschied. Oder?

Die Transpirationsflüssigkeit lief schneller am Körper entlang, als mit Wasser nachgetankt werden konnte. Aber der Event machte solch einen Spaß, die Zuschauer verfolgten so gut es ging die Sprünge, obwohl die Entfernung zum Felsen schon beträchtlich war. Das Eintauchen im Wasser konnte man dann recht gut auf der Großleinwand betrachten, sollte der Blick durch unkooperative oder illoyale Mitmenschen versperrt worden sein.

Das grösste Manko war jedoch, dass der Kommentator nur in arabischer Sprache zu hören war, obwohl augenscheinlich sehr viele ausländische Gäste vertreten waren. Die Ergebnisse und Tabellen auf dem Bildschirm waren jedoch auch für uns lesbar, somit bekamen wir wenigstens etwas mit.

Nach fast 3 Stunden und jeweils 4 Durchgängen standen dann die Sieger fest. Die Australierin Rhiannan Iffland und der aus Großbritannien stammende Gary Hunt machten das Rennen. Die Deutsche Ines Schmidbauer gelegte Platz 4 der Frauen, worüber wir doch wirklich stolz sein können! Für mich sind jedoch alle Teilnehmer Spitzenstars. Aus dieser Höhe, in diese raue See mit diesen akrobatischen Verrenkungen zu springen, dies zollt meinen vollen Respekt!

Auf unserem Fußmarsch durch steiniges, sandiges und unebenes Gelände nach oben Richtung Corniche erhaschten wir noch diesen schönen Ausblick.

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Schaun‘ wir mal, ob und wann wir so einem Event als nächstes folgen dürfen, bis dahin,

Gruß Karin

2 Kommentare zu “Klippenspringen in Beirut

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