Die Sommer-Bowle

Als wir nach der letzten Buchlesung im Gemeindezentrum noch nett beisammen standen, fragte eine Freundin so locker in die weinselige Runde, ob wir nicht Lust auf ein Sommer-Bowle-Fest hätten. Bowle? Fest? Na klar! Da waren wir anderen drei sofort dabei.

Unverzüglich wurde zwecks leichterer Kommunikation eine Chat-Gruppe eingerichtet, die eine und andere interessierte Bekannte wurde noch hinzugefügt und bereits am nächsten Tag wurde eifrig mit Terminvorschlägen hin- und hergeschrieben. Als dann das Datum und der Veranstaltungsort endlich stand, wurde im Gemeindezentrum ein Aushang gemacht, im monatlich erscheinenden Newsletter der Gemeinde die Ankündigung gemacht, der Pfarrer machte während dem Gottesdienst im Zuge der verschiedensten Bekanntmachungen auch unseren Event nochmals publik und dann warteten wir gespannt, wer sich so anmelden würde.

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In der Woche davor wurde dann abermals per Chat eifrig diskutiert, wer welche Köstlichkeit zum Fest beisteuern oder  einkaufen würde und somit konnte die Party am 08. Juni steigen!

Erfreulicherweise fanden doch einige Damen den Weg in den 8. Stock, der Dachterrasse des Gemeindehauses. Ein laues Lüftchen und ein herrlicher Blick auf den alten Leuchtturm erwartete uns. Auch sonst zeigte der Rundumblick, dass einige alte Gebäude in der Nachbarschaft liebevoll restauriert wurden. Tief unten sah man das Dach der Kirche und im Hof spielten dutzende Kinder vom Kindertreff, die das Fest zum Ende des Schuljahres mit der Verabschiedung des Pfarrerehepaares verband, welches in Kürze den Libanon nach 9 Jahren Aufenthalt verlassen würde.

Ganz typisch nach Frauenart wurde erst einmal dekoriert. Tischdecken, Kerzen und hier und da stimmungsvolles Laternenlicht, Lampions und Luftballons rundeten unser Werk ab. An Musik dachte leider niemand, für mich war es jedoch o.k.

Beachtet bitte die Säule auf der Terrasse, genau so schwarz-weiß gestreift wie der alte Leuchtturm, der in direkter Verlängerung steht! Da hat sich aber jemand was bei gedacht, was?

Somit war es mehr ein gemütliches Beisammensein bei leckeren Speisen und süffiger Bowle. Und da ich nicht fahren musste, durfte ich beim alkoholhaltigen Mischgetränk tief in den großen Topf blicken. Anne fuhr mich spät am Abend extra noch nach Hause, das war mal klasse!

Um 22.30 Uhr kam bereits unser bestellter Putzmann. Bis Anne, Bettina und ich noch die Getränke- und Essensreste verteilten, hatte er schon die Tische abgeräumt, die Balkonmöbel zusammengestellt und war am Spülen. Dies ist ganz klar einer der Vorteile, wenn man in einem Land lebt, in dem Dienstleistungen nicht teuer sind und bedürftige Menschen immer gerne etwas dazuverdienen.

Somit bekommt man doch Lust, die nächste Party zu feiern, oder?

Bis dahin, Gruß Karin

 

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