Amman ade, scheiden tut weh…

Ihr lest richtig! Die Ereignisse haben sich die letzten Monate etwas überstürzt, wie immer war vieles bis zuletzt unsicher und deshalb habe ich bis jetzt nichts verlauten lassen, doch nun ist es sicher! Am 23. Juni 2017 werden wir Jordanien verlassen und nach dem Sommerurlaub für voraussichtlich zwei Jahre im Libanon wieder die Zelte aufschlagen.

Einige von euch werden auch hierüber total baff und erstaunt sein, wo sie doch wissen, wie froh ich vor drei Jahren war, dass ich dieses Kapitel hinter mir lassen konnte. Und nun muss ich dort erneut mein Leben verbringen. Ja – muss, denn ich gehe mit großem Widerwillen zurück. An keinem anderen Ort seit unseren Auslandseinsätzen fühlte ich mich so wohl wie hier! Im Vergleich zu den anderen Wohnorten haben wir hier super klimatische Verhältnisse, bessere Luft, mehr Ruhe, optimale Lebensmitteleinkaufsmöglichkeiten, einen etwas besser geregelteren Straßenverkehr und somit schnelleres Durchkommen und als Folge dessen auch mehr Möglichkeiten, die mannigfaltigen Kulturangebote wahrzunehmen. Last but not least muss ich unbedingt unsere super Frauengruppe „Deutsche Frauen Amman“ erwähnen und natürlich meine Partyhühner. So eine tolle Truppe habe ich im Ausland bis jetzt noch nicht erleben dürfen, ich werde euch sehr vermissen!

Inzwischen sind Jogi und ich auch schon im Libanon auf Wohnungssuche gewesen. Auch wenn wir noch immer auf die Zusendung des Mietvertrages warten, sind wir doch zuversichtlich, dass wir den Zuschlag für die auserkorene möblierte Wohnung in Broumana bekommen werden. Broumana ist ein kleines christliches Städtchen in den Bergen, welches im Sommer bevorzugt von arabischen Touristen bevölkert wird, wodurch es einige Hotels, Restaurants, Pubs und natürlich auch Einkaufsmöglichkeiten gibt. Doch auch auf dem Highway hinunter auf Meereshöhe ist man mit dem Auto in 20 Minuten und somit ist es auch für Joachim ins Büro nicht allzu weit. Doch das Verkehrsaufkommen hat sich die letzten drei Jahre natürlich nicht reduziert und wird uns noch viele Nerven kosten!

Doch erst einmal bin ich seit Wochen hier mit der Auflösung der Wohnung beschäftigt. Das große Ausmisten und Sortieren hat schon lange begonnen, auch haben schon einige Dekorationsgegenstände und Möbel den Besitzer gewechselt, sowie die Verhandlungen über Waschmaschine und Wäschetrockner sowie Getränkekühlschrank, Wohnzimmerschrankwand und -tisch. Ebenso steht das Verabschieden von liebgewordenen Menschen zur Debatte. Zum Anfang des Ramadans am kommenden Wochenende verlassen bereits die Ersten das Land und somit zieht sich das Adieu sagen für mich sehr in die Länge.

Trotz der ganzen Aufbruchsstimmung hoffe ich, dass ich noch das eine oder andere über meine Aktivitäten hier berichten darf, bis dahin,

Gruß Karin

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3 Kommentare zu “Amman ade, scheiden tut weh…

  1. Ach Karin, dann wünsche ich dir viel Glück. Habe vor, im kommenden Jahr den Libanon mal zu besuchen. Wäre schön, dich wiederzusehen!

  2. Oh, das sind wirklich Neuigkeiten. Bin froh dass ich euch in Jordanien besucht habe, möchte ich nicht müssen.
    Alles Gute für euch in der neuen alten Heimat

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