Haariger Nachwuchs

Viele schleichen ums Haus, mauzen und miezen, schlafen und wachen – doch nur eine darf auch hinein, das ist seit ungefähr zwei Jahren unsere Spazi. Auf dem Sofa hat sie seit langem ihren eigenen Platz, kommt und geht wann immer sie will, doch am späten Abend, wenn wir uns zur Nachtruhe niederlegen möchten, dann muss sie hinaus. Und das meistens unfreiwillig mit fauchen und mauzen. Die Katzen leben alle wild draußen, ernähren sich von den Almosen der Anwohner, diejenigen die es ganz schlimm trifft, plündern die Mülltonnen. Unsere Spazi hat aufgrund ihrer gepflegten und adretten Ausstrahlung wohl mehrere Gönner, auch die Nachbarin gegenüber kümmert sich um sie und die vielen anderen wilden Schmusetiger.

Zwei Mal wurde unsere Mieze schon Mama. Beim ersten Mal während einer wochenlangen Abwesenheit, da konnte sie in einem Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses gegenüber, ihre Kinder zur Welt bringen, Wochen später kam sie dann auf ihren Streifzügen auch regelmäßig mit ihren Jüngsten bei uns vorbei, eines davon hat letztendlich bis jetzt überlebt und besucht uns auch noch fleißig.

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Beim zweiten Mal, letztes Jahr im September während meines Deutschlandaufenthaltes, da hat unsere Spazi im Putzlappenschrank meiner Waschküche Joachim ein Geschenk gemacht, als er sie dort eines Abends mit 5 Jungen fand. Drei davon sitzen immer noch tagtäglich an der Küchentür und betteln nach Futter.

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Die junge Mama, die sich dann immer sehr fürsorglich und liebevoll um ihren Nachwuchs kümmerte, war dann nach der Entwöhnung ihren Kindern gegenüber eine richtige Furie. Teilt auch heute noch regelmäßig Krallenhiebe aus, sollte eines ihrer Kinder auch nur in ihre Nähe kommen.

Tja, und Ende Februar war es dann wieder soweit. Sie war eine Woche lang rollig, die Kavaliere standen Schlange, der Krach war bald nicht mehr auszuhalten. Im Laufe der Wochen wurde sie dicker und rundlicher, lag viel auf dem Sofa und schlief und gestern nun hatten wir das Ergebnis.

Nachdem sie mir tagelang auf Schritt und Tritt hinterherlief, mich mit Zuneigungen überschüttete und am liebsten in mich hineingeschlüpft wäre, hat sie dann gestern ab dem Nachmittag in längeren Abständen den 4 Kleinen Knäueln das Leben geschenkt.

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Nummer eins ist da

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Nummer zwei ist da

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Alle vier sind da

Dieses Ereignis konnte ich die ganze Zeit mit verfolgen. Eine herbeigerufene Freundin war auch dankbar, so etwas mal erlebt zu haben. Spatzi hat es wunderbar gemacht und überstanden. Sie ist wieder eine ganz liebe Mama, hat auch bereits heute schon die ersten Ausflüge zu den Nachbarn gegenüber unternommen und kam wieder brav nach Hause.

Da ich am Freitag nach Deutschland fliege, werde ich die Kiste morgen Vormittag für einige Stunden nach draußen auf den Küchenbalkon stellen, denn ab Freitag müssen sie dann wie alle anderen auch draußen wohnen. Der Hausmeister wird wohl bestimmt mit Futter versorgt werden, damit er täglich nach der kleinen Familie schauen kann.

Und hier noch das Neueste Foto, viel zu erkennen ist nicht, die lieben Kleinen hängen wie die Feuerwehrschläuche an Mamas Zitzen.

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Nach meiner Rückkehr im Mai werde ich euch abermals davon berichten.

Bis dahin, Gruß Karin

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