Wochenmarkt

Sobald die Saison beginnt, wo Obst und Gemüse wieder wächst oder die Sturm- und Regenfälle nichts verwüsten können, findet samstags von 10 bis 15 Uhr der Nour Al-Barakah Saturday Market statt. Im Stadtteil Rabieh im Princess Iman Garden ist dafür meiner Meinung nach ein sehr schöner Standort gewählt worden.

Lokale Gärtner und Bauer verkaufen hier frisch vom Feld ihre, zumeist, BIO-Ware. Sollte dies beim Anbau nicht ganz geklappt haben, so halten sie zumindest die Ruhezeiten zwischen der letzten Chemiekeule und der Ernte ein. Denn hier erlebt man es viel zu oft, dass die Gurken oder Karotten im Kühlschrank plötzlich weiterwachsen oder Kartoffeln überhaupt nicht mehr auskeimen. Auch Verpackungsmaterial wird gerne wieder zurückgenommen. Und im Allgemeinen wird auch hier die Bevölkerung daran erinnert, auf lokale Produkte zurückzugreifen. Organischer Kompost kann gekauft werden und im Gegenzug kann man auch seine Kompostabfälle abgeben. Junge Menschen die erkennen, dass die Lebensweise eines Jeden verbessert werden sollte, sind hier herzlich willkommen mitzumachen.

Zwischendurch beim Umherschlendern trifft man bestimmt mindestens ein bekanntes Gesicht, man kommt ins Erzählen, tauscht sich aus, an welchem Stand es die besten Erdbeeren, Rote Beete oder Gurken gibt. Auch einen Tee, Kaffee oder Saft kann man bekommen. Der nette Syrer, der die selbst gekochte Hausmannskost seiner Frau verkauft, ist auch wieder da. Die Speisen sicher verpackt zum Mitnehmen oder zum direkten Verzehr auf einer der vielen Sitzmöglichkeiten auf dem Gelände.

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Ein Stand mit italienischen Nudelgerichten bereitet direkt auf Wunsch alles vor, die obligatorische Hamburger-Bude darf natürlich auch nicht fehlen. Wobei als Bude eher der Plastikbalkontisch gemeint ist.

Auch die Deutsche Petra und ihr Mann sind vertreten. Sie produzieren natives Olivenöl, kleine Quantitäten, mehr ein Hobby, jedoch von ausgezeichneter Qualität, dass es letztes Jahr sogar prämiert wurde. Außerdem bietet sie selbst gekochte Marmeladen an, eingelegte Oliven, selbstgebackenen Rührkuchen und selbst hergestellte Olivenseife.

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Auch an die Kinder wird gedacht. Ein kleines Spielfeld wurde angelegt, Kinderschminken erfreut die Kleinsten, doch am beliebtesten sind bei schönem Wetter eindeutig die Schaukeln und Klettergerüste. Allgemein herrscht eine fröhliche gelöste Stimmung.

Auch spezielle glutenfreie Lebensmittel, diätetische Waren, Trockenerzeugnisse in BIO Qualität usw. werden angeboten und eine Dame verkauft Datteln aus heimischer Produktion.

Die österreichische Bäckerei möchte ich natürlich auch erwähnen, auch wenn ich eher die deutsche Bäckerei bevorzuge.

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Ich weiß, für die Europäer unter euch mag das ja normal sein, aber im arabischen Raum nicht unbedingt. Wir können uns eben noch an (fast) allem Neuen erfreuen, und somit packen wir nun ein und fahren weiter zu Mistaka, der Käsefrau.

Bis zum nächsten Mal, Gruß Karin

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