Kulinarisches Neuland

Durch Zufall hörte ich vor einigen Wochen in den deutschsprachigen Nachrichten von einem Kamelburger. Neugierig geworden sah ich mir dazu einen Kurzfilm an und war mir sicher, dass ich diesen probieren möchte.

In Jordanien gibt es diesen Burger seither nur in einem einzigen Restaurant, und zwar in der bekannten Rainbow Street, dem Q Restaurant. Auf Tripadvisor bekommt man im Netz dazu noch zusätzliche Infos. Witzigerweise war ich im Café direkt nebenan schon zweimal, mir viel jedoch die Werbetafel vor der Tür überhaupt nicht auf:

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Da wir ja auch schon die Kamelmilch probiert hatten und diese uns gar nicht mundete, war Göttergatte etwas skeptisch, wie denn das Fleisch schmecken würde. Aufgrund meiner Nachfragen bei meinen Bekannten hörte ich eigentlich nur Gutes und somit stand für mich fest, dass ich diesen Burger auf jeden Fall probieren würde. Ich habe in Afrika schon so viele exotische Fleischarten gegessen, da durfte diese Art nicht fehlen.

Weil wir gestern Abend sowieso in der Straße waren, bot sich das direkt an. Im Restaurant befanden sich im Erdgeschoss keinerlei Gäste. Die mit urig bunten Kissen ausgepolsterten Holzsessel luden eigentlich zum Verweilen ein, ringsum waren die Wände mit Büchern und Bildbänden dekoriert, diese können auch erworben werden. Was es damit auf sich hat, muss ich beim nächsten Besuch erfragen. Wir wurden dann sofort gefragt, ob wir in der oberen Etage schauen möchten. Und da fand das Leben statt! Musik von Bob Marley empfing uns, der reich ausgestattete Bartresen lies keine Wünsche offen, viele Tische besetzt, gedämmtes Licht, Kerzen, Zigarettenqualm – ich sah auf den ersten Blick, auf welcher Etage es meinem Mann besser gefiel.

Somit blieben wir und bestellen Bier, Gin Tonic und zwei Kamelburger. Ich erkundigte mich dann bei der freundlich lächelnden männlichen Servicekraft, woher das Fleisch bezogen wird. In Madaba gibt es dafür extra eine Zucht, sie bekommen es regelmäßig frisch und es wäre wirklich nur Kamelfleisch. Es enthält fast kein Fett, sei sehr gesund und liege nicht schwer im Magen.

Kurze Zeit später kamen dann unsere Teller:

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Außerdem gab es noch Pommes mit Ketchup und Majo, Krautsalat und gebratene Tomaten mit Zwiebeln, lecker abgeschmeckt.

Alles schmeckte wunderbar, wenn ich nicht gewusst hätte, dass es Kamelfleisch ist – ich hätte es nicht geglaubt. Alles in allem ist es mir wunderbar bekommen und sicherlich war dies nicht der letzte Besuch.

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Bis dahin, Gruß Karin

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