Schwebezustand…

…im Toten Meer!

Nachdem ich nun schon elf Monate hier bin, wollte ich unbedingt ins ölige Nass. Vor vielen Jahren bereisten wir vom Libanon aus diese Sehenswürdigkeit, für mich ein unvergessliches Erlebnis, welches ich unbedingt wiederholen wollte. Somit nutzten wir das letzte Wochenende für einen Erholungskurztrip – was dieser am Ende dann auch wirklich war.

Wir taten nichts anderes als schweben, uns mit dem Schlamm einschmieren, in der Sonne sitzen und warten bis dieser angetrocknet war, abduschen, im Pool baden, in der Sonne liegen, Leute beobachten, träumen, Mittagsschläfchen halten, Abendessen, schlafen, Zweisamkeit genießen, frühstücken, abermals im Wasser schweben, einschlämmen usw. Erholung pur!

Die kurze Fahrtzeit von gerade mal einer Stunde bis zum auserkorenen Kempinski Hotel machte die Anfahrt sehr erträglich. Allerdings schlug mir die trockene Hitze wie ein Backofen entgegen. Selbst die wenigen Treppen von unserem Villenbereich und dem halb-privaten Pool bis zum Toten Meer hinunter, brachten mich gewaltig außer Puste. Auch hier ist es um diese Jahreszeit noch extrem warm, außerdem war der Sandsturm, der die Region die ganze Woche über schwer zu schaffen machte, noch nicht ganz hinweggezogen. Das westliche Ufer des Sees war nicht zu sehen.

Unser halb-privater Pool. Nur fuer 8 Zimmer zugaenglich.

Unser halb-privater Pool. Nur für 8 Zimmer zugänglich.

Oben rechts der Balkon unseres Zimmers

Oben rechts der Balkon unseres Zimmers

Hier noch ein paar Eckdaten, für diejenigen die bis jetzt vom Toten Meer noch nicht viel gehört haben:

Es liegt 410 m unter dem Meeresspiegel, ist selbst 390 m tief. Je nach Wasserstand dehnt es sich etwa 75-80 km von Nord nach Süd und 17 km von West nach Ost aus. Diese Daten variieren in den verschiedensten Nachschlagewerken sehr stark, da die Größe des Meeres auch kontinuierlich abnimmt. Der abflusslose See wird hauptsächlich vom Jordan gespeist. Diesem wird jedoch seit vielen Jahren zu viel Wasser entnommen, so dass der Wasserpegel stetig sinkt. Sein Salzgehalt liegt um ca. 30 % höher als der des Mittelmeeres. Daher schwimmt man auf dem Wasser und geht nicht unter, außerdem fühlt sich das Wasser sehr ölig an, für mich eine richtige Wohltat. Zu beachten ist auf jeden Fall, dass auch nicht der kleinste Tropfen Wasser ins Gesicht gelangt. In den Augen und Schleimhäuten brennt es heftig, auch droht Lebensgefahr, sollte man das Wasser verschlucken, da es die Wände der Lungenbläschen zum Platzen bringen kann. Außerdem wird empfohlen, täglich nicht länger als 30 Minuten darin zu baden.

Wie von Zauberhand getragen

Wie von Zauberhand getragen

Ich freue mich schon auf das nächste Schwebeerlebnis. Dieses wird bald sein, denn es hat sich Besuch angekündigt.

Bis dahin, Karin

2 Kommentare zu “Schwebezustand…

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