Hexen, Narren, Gugga, Mariechen,

Wölfe, Füchse, Geister und so manches mehr, gab es letztes Wochenende in Lorch zu bestaunen.

0 (Kopie)

Welche Freude, nach 19 Jahren Abwesenheit, dieses Spektakel wieder live mitzuerleben. Und wir hatten Spaß, Jogi und ich. Leider konnte ich mich nun bei der Auswahl der Fotos so gar nicht für die schönsten entscheiden. Alle haben was für sich und verdienen es, hier veröffentlicht zu werden, obwohl ich längst nicht alle Akteure abgelichtet habe.

Der Lorcher Narrenbaum, der Ende Januar mit großem Brimborium feierlich aufgestellt wurde, symbolisiert den Start in die 5. Jahreszeit. Gülden geschmückt im Zeichen des diesjährigen Mottos – die goldenen Zwanziger – steht die 12 Meter hohe Birke beim Bäderbrunnen am Rathaus.

1 (Kopie)

85 Gruppen mit über 2000 Beteiligten liefen dieses Jahr mit. Untergliedert in Hexengruppen, Tanzgarden, Musikkapellen und Einzelfiguren. Bei schönen kalten Temperaturen damit man sich auch wie im Winter fühlt, jedoch bei schönstem Sonnenschein feierten z. T. verkleidete und gutgelaunte Zuschauer den Fasnetzug.

Eine ganz neue Sitte die ich aus früheren Zeiten gar nicht kenne, ist der Raub von Schnürsenkeln. Vornehmlich junge, hübsche, kesse Damen werden von Hexen gewaltsam gepackt und solange festgehalten, bis es gelingt die Schnürsenkel auszufädeln. Oftmals wird dazu am besten gleich der ganze Schuh ausgezogen, um diesen nach dem Erfolgreichen Ausfädeln einige Meter weiter irgendwo hinzuwerfen. Die Trophäen zieren dann die Hexenbesen oder Krückstöcke. Ebenso beliebt scheint das Konfetti- oder Holzwollenbad im Zuber zu sein. Wie Haare und Kleidung danach aussehen, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen. Zum Glück wurde mein Haupt nur mit Federn benetzt, die waren wesentlich leichter zu entfernen, was ja nun nicht automatisch als Beweis gilt, dass ich jung, hübsch und kess war – nein – ich war nur so unverschämt und hab nach einem Bonbon gebettelt. Wahrscheinlich müsste ich mich noch bedanken, dass ich nicht noch mit Pech übergossen wurde!

Joachim hingegen hat nur nach einem Foto gefragt und bekam als Strafe den Schriftzug HEX auf die Stirn und wohl zum Dank einen Glückskeks. So kanns auch gehn.

Akteure aus nah und fern waren dabei. Aus benachbarten Gemeinden, von der Ostalb, dem Remstal, Stuttgart, Renningen, Pfulligen, dem Schwarzwald. Sogar aus dem 150 km entfernten Trossingen war eine Gruppe angereist. Für so ein rund 11.000 Einwohner zählendes Kleinstädtchen mit all seinen Teilgemeinden, Weilern und Gehöften eine stramme Leistung!

Eine bemerkenswerte Arbeit steckt in den Kostümen und zeigt die Liebe zum Verkleiden, zum Fasching, Karneval, Fasnet, Fastnacht – wie immer ihr die 5. Jahreszeit nennen wollt. Selbst der Reporter zeigte Fantasie!

Tja, und das war es dann auch nach über 3 Stunden Applaudieren, Helau-Rufen, Winken, Schreien, Standortwechsel und Fotographieren.

71 (Kopie)

Hoffen wir, dass die Saison uns noch einige schöne Momente bescheren wird, warten wir’s ab. Bis dahin,

das (Traum)prinzenpaar Karin & Joachim

72 (Kopie)

 

2 Kommentare zu “Hexen, Narren, Gugga, Mariechen,

  1. Schöne Bilder , vor allem vom Prinzenpaar. Geht am Faschings Sonntag nach Neuler zum Umzug, da ist wirklich noch ein toller Umzug . Du wirst aus dem Staunen nicht herauskommen. Früh da sein 😊

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s