Feinschmeckerpilze im Libanon

Inspiriert durch einen Verkaufsstand bei der Garden Show und durch Empfehlung einer Freundin (der ich hiermit danke), erzählte ich Joachim von der hiesigen Pilzfarm „Gourmet Mushroom“  website.

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Somit führte uns letzten Samstag die Fahrt nach Byblos, hinauf in die Berge, an Sohnemanns ehemaliger Uni LAU vorbei, dem Wegweiser nach, bis wir vor dem abgesperrten Gelände standen und per Telefonanruf um Einlass baten.

Auf dem Gelände dominieren Tunnelgewächshäuser, durchnummeriert von 1-9?, Generatorenlärm, außerdem rege Bautätigkeit für weitere Häuser.

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Foto vom Betreiber

Ein Mitarbeiter erwartete uns und geleitete uns in die Kühlhalle. Welcher Geruch!!! Für meinen Mann der Himmel auf Erden, für mich, die nicht einen einzigen Pilz zwischen ihre Zähne bekommen mag, das genaue Gegenteil!

Bis sich der liebe Gatte endlich entschied, musste ich immer wieder nach draußen gehen um frische Luft zu schnappen, war jedoch auch interessiert ob der Vielfalt, vor allem da es mir gestattet war zu fotografieren, was ich doch sehr gerne wollte.

Hier nun also die Kühlhalle. Dutzende von Kisten mit verschiedenstem Inhalt stapeln sich den Wänden entlang. Champignons verschiedenster Art wie auch Portobellos, Shiitake, Austernpilze verschiedener Art, brauner Kräuter-Seitling (Eryngii), japanisches Stockschwämmchen (Nameko), gemeiner Samtfußrübling (Enoki) und auch Kräuter wie Basilikum und Rosmarin.

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Die Farm besteht erst seit 2015. Nach wenigen Sorten zu Anfang, werden inzwischen über 15 Arten von Bio-Pilzen gezüchtet. Aufgrund einem Null-Abfall-Management und nachhaltiger Lebensmittelproduktion wurde die Farm inzwischen von einem britischen und einem italienischen Unternehmen akkreditiert und gelangte somit zur Bio-Zertifizierung.

Im Vorraum ein Dörrautomat, das daraus entströmende Aroma war etwas besser für mein Näschen geeignet.

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Außerdem wird noch aus eigener Produktion ein getrocknetes Pilzpulver aus sieben verschiedenen Pilzen verkauft.

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Da kein Verantwortlicher vom Management anwesend war, war es leider nicht gestattet, einen Blick in die Aufzuchthäuser zu werfen – sehr schade – jedoch natürlich verständlich!

Ob nun alle grösseren Supermärkte beliefert werden, entzieht sich leider meiner Kenntnis, nach dieser Art von Gemüse halte ich nicht so oft Ausschau, obwohl ein Pilz ja kein Gemüse ist. Ob bereits exportiert wird, kann ich leider auch nicht beantworten, der Mitarbeiter sprach nur wenig Englisch und auf der Website konnte ich keine Info finden.

Zu Hause verzog ich mich dann aus der Küche und Gatte war am Werkeln. Zur Abfallvermeidung sollte man sich jedoch unbedingt eine bessere Lösung einfallen lassen. Diese Plastikberge widerstreben mir gewaltig! Am besten selbst ein Behältnis mitbringen oder alles zusammen in die Papiertüte packen. Jedoch hätte ich sie dann nicht in meine kleine Kühlbox bekommen, die ich bei dieser Hitze und dem weiten Weg vorsorglich mitnahm.

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Zwischendurch musste ich natürlich doch mal spionieren, mit geschlossener Nase war dies erträglich.

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Geschmeckt hat es ihm wohl sehr, die Riesenportion reichte dann zum Mittag- und Abendessen. Vielleicht finden wir im Herbst welche im Wald? Ich geh dann gerne mit und halte Ausschau.

Bis dahin, Gruß Karin

 

6 Kommentare zu “Feinschmeckerpilze im Libanon

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