Souk JARA (Jabal Amman Residents Association) und MOUNT NEBO

Letzten Freitag nutzten wir das herrliche Wetter und besuchten einen Kunsthandwerkermarkt.

In der Rainbow Street beim 1. Circle gelegen, findet dieser Event von Mai bis September immer freitags von 10 bis 22 Uhr statt. Wir kamen gerade an, als Prinzessin Rym Ali den Markt für dieses Jahr eröffnet hatte. Authentische und traditionelle sowie kreative Kunst und Kunsthandwerk kann erworben werden. Auch Olivenöle, Honig, Tees, Kräuter, Seifen, Duftöle und dergleichen wechseln ihre Besitzer. Klamotten, Taschen, Schmuck, Teppiche, antike Flohmarktware wie Münzen, Bücher, Uhren, Kameras und dergleichen laden zum Stöbern ein. Dem Töpfer kann man direkt an der Scheibe beim Herstellen zusehen, der Kollege gegenüber bemalt nach alten Mustern und mit sehr bunten Farben die getrockneten Tonwaren und nach dem Trocknen und Glasieren werden diese zu Hauf angeboten.

Souk JARA

Souk JARA

 

Teeschalen im Akkord

Teeschalen im Akkord

Es gab viel Kunst – aber auch Krempel. Die Atmosphäre war sehr friedlich, ruhig, einladend. Kein Lärm, keiner bot schreiend seine Waren feil oder bedrängte einen zum Kauf.
Nachdem auch wir nicht ohne Einkauf diesen Markt verließen, setzten wir uns noch gegenüber in ein schönes arabisches Café und fuhren anschließend wieder nach Hause.

Für Samstag wünschte ich mir, den Berg Nebo zu sehen. 45 Minuten Fahrtzeit Richtung Süden bei Madaba, parallel zum Toten Meer gelegen, jedoch auf 710 Metern Höhe. Unsere Überlandfahrt war ganz anders als unsere letzte Ausflugstour. Die Natur fast ausgedörrt. Gelb braunes Gestrüpp, nur vereinzelt noch grüne Büschel. Wie sieht es dann erst am Ende des Sommers aus? Es war zwar recht warm am Freitag, doch stetig ging ein laues Lüftchen und die trockene Luft lässt alles erheblich besser ertragen, im Vergleich zum Libanon.

Gut ausgeschildert erreichten wir dann auch den Berg. Dem Alten Testament zufolge zeigte Gott Moses von diesem Berg aus „das Gelobte Land“. Hier soll Moses auch gestorben sein, ohne jedoch jemals das Heilige Land selbst betreten zu haben.

Eine Infotafel im Museum

Eine Infotafel im Museum

Das Areal sieht touristisch entwickelt aus. Ich denke, die Papstbesuche in der Vergangenheit und neuerster Zeit haben die Stätte für den Massentourismus noch interessanter gemacht. Mehrere Reisebusse gleichzeitig können parken, gut ausgebaute Wege, auch Infotafeln in englischer Sprache, ich hörte Reiseführer in englischer Sprache. Touristen in allen Sprachen und doch herrscht überall Ruhe.

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Christliche Mönche bauten im 4. Jh n.C. eine Basilika, die im 6. Jh erweitert und mit neuen Mosaikböden versehen wurde. Gleichzeitig entstand ein Kloster.

Das ehemalige Klostergebäude, Zisternen und Einsiedlerzellen sind an den Grundmauern noch zu erkennen. Die oben auf dem Hügel stehende byzantinische Basilika wird rekonstruiert. Leider dauern die umfangreichen Restaurationsarbeiten noch an und das Areal der Kirche kann nicht besichtigt werden.

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Aber fotografieren kann ich

 

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Für meinen Geschmack zu modern

Zwei Mosaike sind in einem Beduinenzelt ausgestellt.

Eines der beiden

Eines der beiden

Der Ausblick vom Mount Nebo ist berauschend. Mit der Sonne im Rücken vom Berg hinunterblickend, sieht man das Tote Meer. Nördlich davon erkennt man unschwer Jericho mit seiner grünen und fruchtbaren Oase, die älteste, heißeste und die tiefst gelegene Stadt der Welt. Dahinter erheben sich im Westen die kargen Berge Judäas.

2015-05-16,3.

 

 

 

 

Laut Reiseführer, denn bei uns war es zu diesig: Bei klarer Sicht markieren drei Türme auf dem Ölberg über Jerusalem den Horizont: das Monument der hebräischen Universität, der Kirchturm der deutsch-evangelischen Himmelfahrtskirche auf dem Areal der Auguste-Viktoria-Stiftung und die russische Himmelfahrtskirche.

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Auf der Heimfahrt machten wir noch Halt in einem der zahlreichen riesigen Verkaufsläden für traditionelle Mosaikkunst.

Die Preise für die schmiedeeisernen Tische mit Mosaikplatten sind schwindelerregend und somit werden meine Blicke zu Keramikarbeiten gelenkt, die nach einer Kratztechnik gearbeitet werden. In der Werkstatt durften wir den Frauen bei der Arbeit zusehen. Erst wird das Muster aufgezeichnet, dann bemalt und die Bemalung wird dann mit einem Messerchen angekratzt.

WP_001377Allerdings lassen mich auch diese Preise sprachlos werden. Doch bis wir am Auto waren, hatte sich der Preis für dieses schöne Stück schon um ein Drittel vermindert. Ich bin mir sicher, da wäre noch mehr „Special Discount“ möglich.

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Wir fahren wieder Heim und sind uns sicher,

die Sonne für einen erneuten Tag zum Handeln geht wieder auf,

doch bis dahin,

machts gut, Karin

 

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