An einem wunderschönen klaren und sonnigen Tag, der sich zwischen ungemütlichen Regentagen einreihte, unternahm ich zusammen mit Freundin Christiane und meinem Schwesterlein einen Ausflug in das 90km entfernte Tübingen.
Zum ersten Mal stellte die legendäre Fotografin Anne Geddes, Teile ihrer Werke mit dem Titel „Until Now“, in einem Museum aus, und zwar im Neuen Kunstmuseum Tübingen.
Anne Geddes dürfte vielen aus den 1990er Jahren bekannt sein. Die niedlichen und putzigen Fotos, auf denen Babys in Blumentöpfen und allerlei Kopfschmuck abgelichtet wurden. Gegliedert in 10 Themenbereichen fanden sich mehr als 150 Bilder in Farbe und Schwarzweiß. Dazu wurde ein Film gezeigt, der extra für diese Ausstellung produziert wurde und persönliche Einblicke in ihr Leben und Schaffen gibt. Beeindruckend, dass Anne Geddes auch weltweit für Gesundheitsaufklärungen gebucht wird. Doch schaut selbst, hier einige Eindrücke:
Im Anschluss fuhren wir weiter in die Innenstadt und parkten mein heiliges Blechle sicher im Parkhaus mit beeindruckendem Ausblick.
Fußläufig war die Touristeninformation zu erreichen, bei der wir Tickets für eine Stocherkahnfahrt und eine Altstadtführung erwarben.
Ein herrlicher Blick, der uns am Anlegeplatz am Casino empfing. Ein Gewässer mitten in der Stadt, welches auch noch so ausgiebig genutzt werden kann, hat einfach ein Plus an Lebensqualität. Dies erinnert wieder daran, dass man die Rems in den Heimatstädtchen Lorch und Schwäbisch Gmünd einfach mit anderen Augen sehen sollte.
Unsere Kahnstocherin manövrierte uns sicher über den Neckar und erzählte beiläufig einiges über das Leben in Tübingen und seinen Besuchern und die geschichtsträchtigen Bauten entlang des Wassers.
Direkt im Anschluss folgte die Altstadtführung. In großer Gruppe und flottem Tempo marschierten wir treppauf und -ab und entlang des Neckars durch die Altstadt und bekamen vieles erzählt. Leider musste man bei der Geschwindigkeit doch sehr auf den Weg achten, sodass für Blicke nach links und rechts und all den Sehenswürdigkeiten nicht viel Aufmerksamkeit übrig war. Unser Gästeführer schien zwar ein wandelndes Geschichtslexika zu sein, allerdings war er für mich aufgrund seiner Phonetik etliche Male unverständlich und somit konnte sein Wissen zu oft nicht bei mir landen. Man musste in direkter Nähe zu ihm stehen, dann bekam man auch mit, welche Daten und Fakten er mitteilte.
Die rund 90.000 Einwohner zählende Stadt liegt im Zentrum Baden-Württembergs und am Fluss Neckar. Vom malerischen alten Stadtkern war ich besonders angetan. Historisches reiht sich ein in modernes, quirliges Leben. Und überall sah man Fahrräder. Das günstige und durchaus praktische Fortbewegungsmittel in den engen Altstadtgassen wird mit großer Beliebtheit auch von den zahlreichen Studenten der Stadt benützt. Ein Drittel der Einwohner, so erfuhren wir bei der Altstadtführung, seien Studenten. So wundert es auch nicht, dass an unzähligen Plätzen, Ecken und Gassen hippe Szenelokale und -läden ihren Platz innehaben.
Vom 17.-21.09.25 fand zudem noch ein Umbrisch-Provenzalischer Markt statt. Von Stand zu Stand hätte man einkaufen, erleben und genießen können – doch dazu war gar keine Zeit bei einem Tagesausflug. Kulinarische Verführungen an allen Ecken und da wir am späten Nachmittag auch Hunger verspürten auf richtig deftiges Essen, kehrten wir noch beim Neckarmüller ein und ließen uns draußen auf der Terrasse, direkt am Neckar, unser Mahl schmecken.
Es gäbe noch vieles zu entdecken, das Schloss, einen Blick ins Innere des prächtigen Rathauses, dem Hölderlinturm oder in die Burse, die Kirchen, der Botanische Garten, Neue Aula und und und.
Bis zum nächsten Mal im schönen Tübingen, Grüße





















































