so lautete der Rezeptbeitrag des Wochenblatts meiner abonnierten Tageszeitung. Der Begriff Milchnudeln war mir bis dato völlig unbekannt und somit las ich mir das Vorwort samt Rezept durch. Warm, süß und milchig soll der Klassiker aus der Kindheit sein, vergleichbar mit Grießbrei oder Milchreis – selbst gekocht versteht sich. Und da ich beides auch sehr mag und als Seelenfutter bezeichne, wärmend und wohltuend für Körper und Geist, ging ich in Gedanken schon meinen Nudelvorrat durch, um das Rezept nachzukochen. Doch zuvor rief ich sofort meine Mama an und löcherte sie mit Fragen, ob sie die Nudeln kennt, ob es diese in meiner frühesten Kindheit gab, nein – auch Papa kennt diese nicht. Somit einige Freundinnen befragt, niemand kannte diese.
Am 1. Mai war es dann soweit. Statt den klassischen Spirelli, Fusilli, Spaghetti oder auch Vermicelli, wollte ich nur die kleinen Hörnchennudeln haben. Zucker-Zimt-Mischung ist stets vorrätig, auch selbstgemachtes Apfelmus war im Vorratsschrank. Auch passt Kirschgrütze oder jegliches Kompott sowie frische Früchte als Beilage.
Die Zubereitung: Ein Topf mit Öl oder Butter ausreiben, damit ich Milch nicht überläuft.
1 Liter Vollmilch mit 1 El Zucker, 1 Prise Salz aufkochen (eventuell auch Zitronenabrieb, echte Vanille…). Nun 300g Nudeln deiner Wahl zugeben, Hitze herunterschalten und kochen oder quellen lassen, bis die Nudeln sehr weich sind. Da sind alle Köche am Herd dankbar, wenn sie nicht schauen müssen, dass die Nudeln al dente bleiben. Die Kochzeit ist somit auch länger, als auf der Packung angegeben.
Wer das Nudelgericht etwas suppiger möchte, der gibt noch einen extra Schuss Milch oder auch Sahne hinzu.
Die ganze Portion nach dem Kochen auf jeden Fall aus dem Topf in eine Schüssel geben, da sich nach dem Erkalten die restliche eingedickte Milchpampe sonst so schlecht rausputzen lässt.
Nun werden die Nudeln auf Teller verteilt, Zucker-Zimt dazu gereicht und das Obst. Wer mag kann auch geraspelte Schokolade, weiß oder dunkel, drüberstreuen oder Schokolade gleich in der Milch schmelzen lassen. Auch Rosinen oder gehackte Datteln können mitgekocht werden – der Phantasie und dem Gaumen sind da keine Grenzen gesetzt.
Bei der weiteren Online-Recherche las ich auch von deftigen Nudeln, ohne Zucker, dafür mit Rosmarin und Parmesan…. die Phantasie kann freien Lauf nehmen.
Mir haben „meine“ Nudeln jedenfalls sehr gut geschmeckt. Desweiteren werde ich andere Nudelsorten ausprobieren, auch die Schokolade reizt mich….
Probiert es aus, ihr könnt ja zunächst mal mit einer halben Portion starten. Guten Appetit
