Anfang April fiel mir die opulente Tulpenpracht in Schwäbisch Gmünd auf. Meine Lieblingsblumen in allen möglichen Farben und Schattierungen ließen mein Herz und meine Seele erfreuen. Kreisverkehre, Grünstreifen, Blumenkübel und Pflanztröge allesamt mit Tulpen gestaltet, ich hätte zig Fotos machen können.
Dann erst las ich in der Tagespresse vom „Rendezvous in Schwäbisch Gmünd“. Dieses Jahr jährt sich die Landesgartenschau zum 10. Mal und die Remstal-Gartenschau zum 5. Mal. Die Stadt erwachte 2019 und insbesondere 2014 aus dem Dornröschenschlaf. Große Umbau- und Umgestaltungsmaßnahmen in der ganzen Stadt ließen die historische Innenstadt, Parks und Grünanlagen, Uferbereiche und Gebäude in neuem Glanz erstrahlen. Dazu der reichhaltige Blumenschmuck, Skulpturen und Kunstwerke ließen meine Geburtsstadt bis weit über den Ostalbkreis zum Gesprächsthema werden. Und an dieses „Gartenschaugefühl“ von damals möchte man dieses Jahr anknüpfen. Eröffnet wurde das spannende, bunte, abwechslungsreiche und farbenfrohe Jahresprogramm am 13. April um 11 Uhr durch Oberbürgermeister Richard Arnold und Herzogin Diane von Württemberg mit einer Tulpentaufe am Rokokoschlösschen bei bestem Kaiserwetter.
Die Sonne strahlte mit all den Gästen, prominent und bürgerlich, und ehrenamtlichen Helfern um die Wette. Herr Arnold meinte in seiner Eröffnungsrede, was woanders ein Ferngespräch wäre, sei in Schwäbisch Gmünd ein Ortsgespräch zu Petrus. Dieser hätte ein offenes Ohr gehabt und so ein Traumwetter beschert.
Das ganze Stadtgartengelände explodierte förmlich anhand der reichhaltigen Blütenpracht. Das Team des Bauhofs und der Stadtgärtnerei hatten hervorragende Leistung abgeliefert.
Tulpen in allen erdenklichen Farben,
wobei ein sattes rot und weiß-rote Blüten dominierten. Ein eindeutiges Indiz für die Hauptattraktionen an diesem Tag. Eine Blumenmischung, die auf den Namen von Herzogin Diane von Württemberg getauft wurde und eine Tulpe, die von nun an den Namen der Stadt tragen wird.
Umrahmt wurde alles durch eine Liveband, die bekannte Klassiker umgeschrieben hatten und u. a. „Für dich soll’s 1000 Tulpen regnen“ und „Tulpen aus Schwäbisch Gmünd“ zum Besten gaben. Sekt, Häppchen, ein Tulpengeschenk der Tulpenfeen und Gespräche mit Bekannten, die ich bei diesem Event ebenfalls antraf, rundeten für mich diese Stunden ab.
Im Anschluss waren alle zu einem „Blühenden Stadtrundgang“ eingeladen bis man am Schmuckgarten am Königsturm letztendlich angekommen wäre und von Stadträtin Frau Dr. Birgit Stahl mit Sekt und Häppchen erwartet werden würde. Ich verzichtete jedoch auf den langen Fußmarsch, schaute noch hinab auf die Rems und machte mich auf zum Schwesterlein, um ihr erneut im Umzugschaos unter die Arme zu greifen.
Natürlich mit (m)einem kleinen Tulpengeschenk.

Vielleicht trifft man sich bei einer der kommenden Veranstaltungen. Infos hierüber gibt es auf der Website von Schwäbisch Gmünd. Am 12. Mai wäre es bereits soweit mit einem Muttertagskonzert im Congress-Centrum Stadtgarten, der Eröffnung des Fünfknopfturmes und einer Unimog Ausstellung im Himmelsgarten.
Es wird Zeit für ein Rendezvouz in Schwäbisch Gmünd! Bis dahin, Gruß Karin