Adventsausstellung Kunst und Blumen

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Immer wieder liest man von Veranstaltungen in der Villa Seiz, noch nie waren wir dort gewesen und nachdem es gefühlt seit Wochen nur regnete und wir letzten Sonntag mit klarem blauem Himmel und Regenpause verwöhnt wurden, machten wir spontan den kleinen Ausflug nach Schwäbisch Gmünd, um uns die Ausstellung anzuschauen.

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Anhand verschiedenster Recherche versuche ich nun hier, die wichtigsten Eckpunkte um Max Seitz zusammenzufassen:

Die Villa Seiz liegt am Nepperberg in Schwäbisch Gmünd, hoch über der Stadt, eingebettet in die reizvolle Landschaft mit fantastischem Ausblick hinunter auf die Stauferstadt. In der idyllischen Jugendstilvilla aus dem Jahr 1911, die zwar auf ihre Art und Weise ihren Charme und Liebreiz besitzt, an der jedoch in der Zwischenzeit auch an vielen Ecken der Zahn der Zeit nagt – fand der Künstler Max Seiz vor über 40 Jahren das ideale Rückzugsgebiet für seine künstlerische und schöpferische Arbeit. Geboren wurde er am 12.10.1927 in Schwäbisch Gmünd, dort absolvierte er eine Ausbildung zum Stahlgraveur. Nach den Wirren des 2. Weltkrieges, besuchte er von 1946-1950 in Schwäbisch Gmünd die Höhere Fachschule für Edelmetalle. Im Anschluss arbeitete er bei WMF in Geislingen als Stahlgraveur, 1953-55 folgte ein Studienaufenthalt in London. Nach seiner Rückkehr lebte er als freischaffender Künstler, zudem war er 1981 als Gastdozent an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd tätig. Ab 1983 veranstaltete er regelmäßig Ausstellungen in der Villa Seiz. Zahlreiche Auftragsarbeiten und Ausstellungen weltweit vervollständigen sein Schaffen, somit sind nicht nur im Stadtgebiet von Schwäbisch Gmünd seine Skulpturen zu entdecken. Auch mit Zeichnungen, Aquarellen, Schmuck und Malereien beschäftigte er sich. Am 06.04.2020 verstarb Max Eugen Seiz mit 92 Jahren in seiner Villa auf dem Nepperberg, sein Grab befindet sich auf dem Leonhardsfriedhof in Schwäbisch Gmünd. Seine Kinder Andrea und Alexander Seiz verwalten das Erbe.

Der Spaziergang hoch zur Villa wäre für uns nicht so bequem gewesen, hätte es an diesem Wochenende nicht einen praktischen Shuttleservice gegeben. Somit kamen wir ganz entspannt vor der Villa an und wurden sofort mit Kunst und Floristik in Empfang genommen. Dazu der atemberaubende Blick hinab in die Stadt und Schönes und Kostbares in Haus und Garten wohin der Blick auch fiel. Mein Herz konnte sich gar nicht so schnell an all den edlen und schönen Dingen erfreuen, wie meine Augen sie erblickten.

Sitzgelegenheiten in verwinkelten Ecken oder in einzelnen Grüppchen, die Statuen eingefügt in den Garten, sodass alles nur nach und nach wahrgenommen werden kann. Ich denke, wenn der Garten in vollem Grün und Blüte steht, werden die Kunstgegenstände noch verspäteter wahrgenommen, da das Auge gar nicht alles so schnell aufnehmen kann und somit verzögert die Schätze zum Vorschein kommen. Dazu gepaart mit Kerzen und all der Blumenkunst – langweilig wird es hier wahrlich nicht. Zum Eventwochenende warteten Kalt- und Warmgetränke und einige Kleinigkeiten an Essbarem auf die Besucher, durch sanfte Weihnachtsmusik wurde man beim Glühweintrinken schon etwas auf die kommende Adventszeit eingestimmt.

Beim Betreten der Villa merkte man dann schon anhand des Bodenbelages, Wänden und Decken, dass man sich hier in einem anderen Jahrhundert befindet – traumhaft wundervoll! Ich kann es gar nicht in Worte fassen.

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Dazu der Blick aus den Fenstern, diese geschmackvollen, außergewöhnlichen Blumenarrangements, dazwischen die Kunst, so ging es weiter Raum um Raum – ich hätte hier ewig verweilen können und fotografieren.

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Doch irgendwann war es dann auch gut, wir genehmigten uns noch ein Glas Rosé und einen Glühwein, saßen mitten im Garten warm eingehüllt auf Sitzkissen und fuhren im Anschluss wieder ganz bequem per Shuttle zurück zum Auto.

Nun kann der Advent mit seinen mannigfaltigen Veranstaltungen kommen.

Auf euer Wohl!

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