Vom Blog zum Buch

Weihnachten 2019 bekam ich vom Göttergatten einen Gutschein für eine Bindearbeit geschenkt. Direkt ratlos war ich, was ich damit wohl anfangen sollte. Auch der beigefügte wunderschön gestaltete Flyer der Buchbinderin brachte mich auf keinerlei Idee, was ich nun restaurieren oder binden lassen sollte. Vorschläge von seitens meines Mannes wies ich rigoros ab, dies machte für mich keinen Sinn. Im Laufe der Monate und Jahre! machte mich dieser Gutschein zusehends ärgerlich. Ich wusste einfach nicht, was ich damit anfangen sollte.

Doch dann hatte ich irgendwann die zündende Idee! Ich gestalte meinen Blog zum Buch. Rücksprachen mit Frau Schanz motivierten mich dann zusätzlich. Doch dann stand viel Arbeit bevor. Korrekturlesen, ins richtige Format setzen, Fotos anpassen, bei Frau Schanz vor Ort Besprechungen und vieles mehr.

Letztendlich habe ich alles im Copycenter ausdrucken lassen, was nochmals jede Menge Bares verschlang. Dann konnte ich letzte Woche endlich den Stapel loser Papiere auf dem Hohenstaufen abgeben und vorgestern durfte ich stolz mein Buch abholen.

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Heute vor 9 Jahren, am 21.06.2014, veröffentlichte ich den 1. Beitrag. Bis heute sind es bereits 240 Geschichten, die ich erzählte. Und nun fasst mein (1.?) Buch die Jahre 2014 – 2017. Somit hätte ich theoretisch weitere Arbeit in petto, mal schauen ob ich die nächsten Jahre nicht nur dem Äther, sondern auch dem Papier widme… mein Leben bleibt wohl weiterhin schreibhaft…

Selbst wenn mein Blog eines Tages nicht mehr existent sein sollte, so besteht dann wenigstens ein Nachschlagewerk zur Erinnerung – Dank Jogi!

Bleibt gespannt wie es weitergeht, Gruß Karin

Halt Stehenbleiben!

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Dieses Jahr feiert das Polizeimuseum Heubach e.V., Ostalbkreis in Baden-Württemberg, seinen 20. Geburtstag. Dazu lud es am 20. Mai 2023 zu einem Tag der offenen Tür ein. Die Tageszeitung brachte darüber einen großen Bericht und dies machte neugierig.

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Bereits auf dem Schlossplatz herrschte reger Betrieb und Festtagsstimmung. Polizeifahrzeuge von früher und heute waren ausgestellt, die Polizeikapelle Ostalb unterhielt mit flotter Musik die zahlreichen Menschen, die sich bei Kaffee, Kuchen und Würstchen rund um den Platz auf den angebotenen Sitzgelegenheiten niederließen.

Normalerweise kann das Museum nur nach vorheriger Vereinbarung besichtigt werden. Es befindet sich in der Schlossstraße 7, im selben Haus wie der Polizeiposten. Zusätzlich zu dem kleinen Raum, der als Museum und gleichzeitig Aufenthaltsraum für die Beamten diente, wurde nun auch der Gewölbekeller des ehemaligen Wohnhauses ausgebaut und dient nun ebenso musealen Zwecken.

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Direkt neben dem Polizeiposten befindet sich das Heubacher Schloss in dem sich u. a. das Miedermuseum befindet, wovon ich bereits schon im August 2021 Was Frauen drunter anhaben berichtete.

Das Polizeimuseum entstand aus der privaten Sammlung eines ehemaligen Polizeibeamten und seinem Interesse an der Geschichte des Heubacher Polizeipostens.

Da über die Vorgänger dieses Postens nichts bekannt war und ebenso keine Unterlagen mehr vorhanden waren, begann sich Anfang der 80er Jahre besagter Polizeibeamte für die Geschichte seiner Dienststelle zu interessieren. Durch Recherchearbeit in alten Karteikarten, Familienregistern, Stadtarchiv und Kirchenbüchern in Heubach, Bartholomä und Böbingen versuchte der Beamte zunächst an die Namen der ehemaligen Landgänger, Gendarmen und Polizeibeamte zu gelangen. Anschließend versuchte er über Kirchenbücher, Notare, Einwohnermelde- und Friedhofsämter auf noch lebhafte Nachkommen zu stoßen. Mit diesen und noch allen lebenden Kollegen nahm er dann Kontakt auf und kam somit an Urkunden, Dienstausweise, Bücher, Waffen, Helme und persönliche Gegenstände, die ihm übrigens alle überlassen wurden. Vervollständigt wurde die Sammlung durch Unterlagen aus den Archiven des Landratsamtes Schwäbisch Gmünd und dem Staatsarchiv in Ludwigsburg. Quelle: Flyer Polizeimuseum

Der große Anziehungsmagnet dürfte wohl der Polizistenmord aus dem Jahr 1968 sein. Akribisch bis ins letzte Detail wird alles dargestellt und ausgestellt.

Auch sonst umfasst die Sammlung sehr schöne Dinge, wissenswert, faktenreich und auch kurios. Doch nun macht euch selbst ein Bild, viele weitere Eindrücke gibt es direkt im Museum.

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Der Eintritt ist übrigens frei. Das Geräusch aus dem Spendenkässchen direkt am Treppenaufgang klang beim Einwurf meines Obolus leider noch sehr hohl. So viele Menschen besuchten die Räume treppauf- und treppab, bleibt zu hoffen, dass der Verein auf anderem Weg finanzielle Unterstützung findet.

Nun bleibt rechtschaffen und ehrlich, nicht dass der Schutzmann eines Tages ruft: „Halt Stehenbleiben!“

Gruß Karin